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Pressemitteilung BoxID: 208869 (German Economic Forum GmbH)
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Gesamtenergiekonzepte bisher noch die Ausnahme beim Bauen

(PresseBox) (Bozen, ) Solararchitektur berücksichtigt Sonnenenergie bereits im Entwurf: die Gewinnung und Nutzung von Energie, wie auch die Materialien zur Speicherung von Wärme prägen von Anfang an den Planungsprozess. Wirtschaftlich interessante Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn Systeme zur aktiven Solarenergiegewinnung wie Photovoltaik und Solarthermie nicht additiv auf das Dach geständert werden sondern als integraler Bestandteil des Gebäudes bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden. So lassen sich die Betriebskosten eines Gebäudes deutlich reduzieren. Leider werden zu selten, die sogenannten Lebenszykluskosten eines Hauses betrachtet, also diejenigen Kosten, die nicht nur die Baukosten sondern auch den Gebäudebetrieb über Jahrzehnte betrachten. Bauherren und Immobilienkäufer lassen sich bei ihren Investitionsentscheidungen noch zu sehr von niedrigeren Baukosten blenden und vergessen dabei den Energieverbrauch eines Gebäudes. Langfristig werden sie teuer für ihre Kurzsichtigkeit bezahlen - heißt es doch im Englischen so treffend: "The bitterness of a poor quality remains longer than the sweetness of a low price."

Das Energiekonzept eines Hauses muss dessen standortspezifische Lage (Klima) berücksichtigen. Eine einheitliche Gebäudehülle für alle Gebäudetypen, Standorte und Nutzungen gibt es nicht. Es bedarf einer ganzheitlichen Planung und eines fachübergreifenden Dialoges zwischen allen Beteiligten, um ein Gesamtenergiekonzept für ein bestimmtes Gebäude zu entwickeln: Tragwerk, Heizung/Lüftung, Bauphysik und Fassade müssen jeweils in Abhängigkeit voneinander gesehen werden. Nur so lassen sich zukünftige Heiz- und Kühlleistungen vorhersagen und die Heizung- und Lüftungsanlagen optimieren.

Fassadenbauer bei Solaranlagen zurückhaltend

Die Realität sieht derzeit noch anders aus. Die Einbindung einer Photovoltaikanlage in die Haustechnik liegt nach wie vor beim Photovoltaikunternehmer. Fassadenbauer sind nur selten Initiator einer gebäudeintegrierten Photovoltaikanlage, also einer Solaranlage, die nicht einfach auf das Dach des Hauses aufgeständert, sondern in Dach oder Fassade integriert ist. Zwar könnte auch der Fassadenbauer Solarmodule montieren, jedoch zeigt die Branche Zurückhaltung gegenüber der Photovoltaik. Laut einer Studie der Internationalen Energieagentur, IEA Paris, ist der technische Dialog zwischen Fassadenbauern und Photovoltaikanbietern stark verbesserungsfähig. Der IEA-Bericht hat die Schnittstellen und die Arbeitsteilung zwischen Fassadenplaner und Photovoltaik-Fachplanern untersucht. 48% der befragten Firmen erhielten regelmäßig Anfragen bzgl. Photovoltaikanlagen, aber "die Mehrheit der Antwortenden (90%) hat in den letzten zwei Jahren kein Projekt ausgeführt." Die Integration von Photovoltaik sei immer wieder als Idee aufgetaucht, aber nicht realisiert worden. Die IEA listet die Probleme der Architekten mit Photovoltaikanlagen auf: die Kabelführung sei unklar und die Befestigung schlecht dokumentiert; es fehlten Informationen über Schlagsicherheit des Glases, die Prospekte seien zu techniklastig und selbst der Wissensstand der Elektriker sei oftmals lückenhaft.

Wenn Solarmodule auch von Nicht-Elektrofachkräften installiert werden könnten, würden nicht nur Kosteneinsparungen bei der Montage erzielt werden, auch die Verbreitung von Photovoltaik und Solarthermie würde deutlich zunehmen.

Das Economic Forum veranstaltet am 09./10.12.2008 das 3. ENERGY FORUM in Brixen, Südtirol. Die diesjährige Tagung hat den Schwerpunkt "gebäudeintegrierte Photovoltaik"; sie richtet sich an Architekten, Planer, Ingenieure, Hersteller und Fassadenbauer und möchte zu einem fachübergreifenden Dialog beitragen. Weitere Informationen unter: http://www.energy-forum.it .

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