Neue Kooperation verzahnt Diagnostik und Therapie mit dem Ziel einer besseren Schlaganfallprophylaxe

(PresseBox) ( München/Pirmasens, )
Bristol-Myers Squibb und apoplex medical technologies haben jetzt eine Kooperation vereinbart, um über die von dem Medizintechnikhersteller entwickelte SRA (Schlaganfall-Risiko-Analyse)-Technologie gemeinsam zu informieren. Mit ihr sind Ärzte in der Lage, bei Patienten bisher unerkanntes paroxysmales Vorhofflimmern (pVHF) zu identifizieren bzw. das Risiko für Vorhofflimmern (VHF) besser einzuschätzen. Ziel der in Deutschland startenden Kooperation ist es, durch effizientes Zusammenspiel von Diagnostik und Therapie eine umfassende Primär- und Sekundärprävention von Schlaganfällen in Kliniken und in der Praxis zu ermöglichen.

Die SRA-Technologie bietet die Möglichkeit, Patienten mit pVHF frühzeitig, schnell und verlässlich zu erkennen, um diese Herzrhythmusstörung adäquat behandeln zu können. Bei Patienten, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben, erleichtert die Technologie, Vorhofflimmern als Ursache zu identifizieren. Sie kann somit helfen, Sekundärereignissen vorzubeugen.

In Deutschland ereignen sich jährlich etwa 200.000 erstmalige und ca. 66.000 wiederholte Schlaganfälle1, wobei ungefähr jeder fünfte Schlaganfall auf Vorhofflimmern zurückzuführen ist2. Aktuell werden in Deutschland lediglich 13 Prozent der Menschen ab 65 Jahren routinemäßig in Vorsorgeuntersuchungen auf VHF hin untersucht.3 Zudem sind mehr als die Hälfte aller Patienten mit VHF unauffällig oder sie weisen nur minimale Symptome auf.4 Dazu kommt, dass bei einem Großteil der Patienten VHF erst zum Zeitpunkt des Schlaganfalls diagnostiziert wird.5

„Neben der Entwicklung moderner Medikamente zur Schlaganfallprophylaxe fördern wir die Entwicklung und den Einsatz innovativer Technologien, die das Vorhofflimmern-Screening verbessern, um so Versorgungslücken bei Patienten mit nicht diagnostiziertem und unterbehandeltem Vorhofflimmern zu schließen“, betont Dr. Michael Krekler, Medical Director Cardiovascular Diseases bei Bristol-Myers Squibb den Stellenwert einer präzisen Diagnostik in der Schlaganfallprävention. „Wir sind überzeugt, in der Kooperation mit Bristol-Myers Squibb unsere Technologie besser in der Routineversorgung verankern zu können, um das Risiko von Schlaganfällen auch über diesen Weg reduzieren zu können“, erklärt Albert Hirtz, Managing Director bei apoplex medical technologies.

Die SRA-Technologie nutzt pseudonymisierte Daten von EKG-Ableitungen, um in einem automatisierten, dreistufigen Verfahren das Risiko für Vorhofflimmern zu berechnen. Der behandelnde Arzt erhält auf diesem Wege innerhalb weniger Minuten – per E-Mail oder über eine eigene Website – das Ergebnis der Risikoberechnung in Form eines Analysereports.

Wird VHF diagnostiziert, kommen in der Schlaganfallprophylaxe gemäß nationaler und internationaler Leitlinien u.a. nicht-Vitamin-K-abhängige orale Antikoagulanzien zum Einsatz.2,6

Über Bristol-Myers Squibb

Bristol-Myers Squibb ist ein weltweit tätiges BioPharma-Unternehmen, das sich die Erforschung, Entwicklung und den Einsatz innovativer Medikamente zur Aufgabe gemacht hat, die Patienten im Kampf gegen schwere Erkrankungen helfen.

Weiterführende Informationen unter www.bms.com/de oder www.bms.com.

Über apoplex medical technologies 

Die apoplex medical technologies GmbH wurde 2004 im westpfälzischen Pirmasens gegründet und hat sich im Bereich der Medizintechnik auf neue und innovative Technologieprodukte für die Schlaganfallprävention im weltweiten Einsatz spezialisiert. Seinen Schwerpunkt legt das Tochterunternehmen der Geratherm Medical AG auf leicht anwendbare und effiziente Methoden des sogenannten Patienten-Screenings mittels medizintechnischer Anwendungen zur Vermeidung von Schlaganfall und vaskulärer Demenz. Das SRA (Schlaganfall-Risiko-Analyse)- Verfahren ist das erste praktikable Screeningverfahren für paroxysmales Vorhofflimmern. Es steht in Varianten für die als Stroke Units bezeichneten Schlaganfallspezialstationen und für den Einsatz in Arztpraxen zur Verfügung. apoplex medical technologies wird durch ein umfangreiches akademisches und klinisches Netzwerk unterstützt, das die eigenen Kernkompetenzen aus den Bereichen Mathematik, Physik und Medizin fachlich ergänzt. Weitere Informationen sind unter www.apoplexmedical.com abrufbar.

 Quellen
1. Heuschmann PU et al. Akt Neurol 2010; 37: 333340.
2. Kirchhof P et al. Eur Heart J. 2016;37:2893-2962
3. Economist Intelligence Unit. Preventing Stroke: Uneven Progress Report. 21. September 2017
4. Huisman MV et al. J Am Coll Cardiol 2017;69:777-785
5. Blackshear J et al. Ann Thorac Surg 1996;61:755-9
6. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (2017) ESC Pocket Guidelines. Management von Vorhofflimmern, Version 2016
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.