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Pressemitteilung BoxID: 228211 (Georg-August-Universität Göttingen)
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Antrittsvorlesung: Kritik des funktionalen Strafrechts

Prof. Dr. Uwe Murmann referiert zu Legitimationsbedingungen von Strafe

(PresseBox) (Göttingen, ) In seiner Antrittsvorlesung an der Göttinger Juristischen Fakultät spricht Prof. Dr. Uwe Murmann zum Thema "Kritik des funktionalen Strafrechts". Der Wissenschaftler lehrt und forscht seit Oktober 2006 als Professor für Strafrecht und Strafprozessrecht am Institut für Kriminalwissenschaften der Georg-August-Universität. Die Veranstaltung findet am Freitag, 9. Januar 2009, in der Aula am Wilhelmsplatz statt und beginnt um 12.15 Uhr.

In seinem Vortrag befasst sich Prof. Murmann kritisch mit der aktuellen Tendenz, das Strafrecht als Instrument der politischen Profilbildung zu missbrauchen. "Eine Politik, die jeder Art von missliebigem Verhalten mit beliebigen Mitteln zu Leibe rücken will und dabei populistisch auf präventive Effekte des Strafrechts setzt, verliert die Legitimationsbedingungen von Strafe aus den Augen", so der Rechtswissenschaftler. Das gelte insbesondere für den Schuldgrundsatz. Daher müsse Wissenschaft auf die Achtung der Person - auch der Person des Beschuldigten - bestehen.

Uwe Murmann (Jahrgang 1963) studierte an der Universität Frankfurt und wurde dort auch promoviert. Nach einer Tätigkeit als Rechtsanwalt war er als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Freiburg tätig. Mit seiner Habilitation, gefördert durch ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft, erhielt er im Jahr 2003 die Lehrbefugnis für die Fächer Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie. Es schlossen sich Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Freiburg und Erlangen sowie Tätigkeiten als Staatsanwalt und als Strafrichter in Berlin an. Zum Wintersemester 2006/2007 wurde Prof. Murmann an die Universität Göttingen berufen. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören das materielle Strafrecht mit seinen verfassungsrechtlichen und rechtsphilosophischen Bezügen, das Strafprozessrecht sowie das Wirtschaftsstrafrecht.

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