„Stop-Climate-Change”: Neues Label für klimaneutrale Produkte

Spezielles Angebot für kleine und mittlere Unternehmen / Klimaneutrale Bio-Bananen ab sofort im Naturkosthandel

Berlin, (PresseBox) - Bananen, der Deutschen zweitliebste Obstsorte, sind ab Oktober im Naturkosthandelauch klimaneutral erhältlich. Die Bio-Bananen, die der Fruchtimporteur Biotropic GmbH ausder Dominikanischen Republik und aus Ecuador bezieht, haben als erstes Produkt inDeutschland das Zertifizierungsverfahren nach dem System Stop-Climate-Change durchlaufen. Gleichzeitig sind sie das erste Lebensmittel bundesweit, das klimaneutral gestelltwurde. Jürgen Trittin, ehemaliger Bundesumweltminister und stellvertretender Fraktionsvorsitzenderim Bundestag für Bündnis 90/Die Grünen, überreichte heute in Berlin alsSchirmherr von Stop-Climate-Change die von der Zertifizierungsstelle GfRS ausgestellteUrkunde an die Biotropic GmbH.

Das System Stop-Climate-Change ist von der Agra-Teg GmbH entwickelt worden, einerAusgründung der Georg-August-Universität Göttingen. Mit dem praxisorientierten undgleichzeitig wissenschaftlich fundierten Managementsystem können Treibhausgas-Ausstößeentlang der gesamten Wertschöpfungskette ermittelt, verringert und gegebenenfallsneutralisiert werden. Schirmherr Jürgen Trittin nennt weitere Vorteile: "Stop-Climate-Change verpflichtet die Unternehmen zur aktiven Minderung ihrer Emissionen. Bevor es ansNeutralisieren von unvermeidbaren Treibhausgasen geht, wird nach vermeidbarenEmissionen gesucht." Agrar-Ingenieur Dr. Jörg Heinzemann, der an der Entwicklungmaßgeblich beteiligt war, ergänzt: "Die meisten Systeme haben bisher nur die Transporteberücksichtigt, aber keine Faktoren wie Produktion, Lagerung und Verpackung. Bei Stop-Climate-Change erfassen wir dagegen jedes Detail von der Aussaat bis zum Einkaufskorb.
Gemessen werden dabei alle klimarelevanten Treibhausgase, neben Kohlendioxidbeispielsweise auch Methan und Lachgas."

Mit Stop-Climate-Change können nicht nur Produkte aller Art zertifiziert werden, sondernauch ganze Betriebe. Das Angebot ist speziell auf kleine und mittelständische Unternehmenzugeschnitten. Die Göttinger Experten haben dafür ein Emissionsmanagement-System (EMS) entwickelt, bei dem sie in einem ersten Schritt alle Betriebsabläufe auf Treibhausgasquellendurchleuchten und Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgas-Ausstößen vorschlagen.
Wo Emissionen nicht weiter zu verringern sind, können Unternehmen diese durch denZukauf von Emissionsrechten neutralisieren. Dadurch werden weltweit Projekte unterstützt,die sich überprüfbar positiv auf das Klima auswirken.

Die Bio Tropic GmbH will zum Jahresende 2007 das gesamte Unternehmen evaluieren undklimaneutral stellen lassen, und auch die Bohlsener Mühle, das GroßhandelsunternehmenNaturkost Elkershausen GmbH und die Ökoland GmbH Nord - Mitgliedsunternehmen desBundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V. - planen eineZertifizierung.
Transparenz und die klare Trennung von Emissionsberechnung und Zertifizierung sindwichtige Merkmale des Systems Stop-Climate-Change. Die erworbenen Emissionsrechtewerden von Treuhändern verwaltet. Damit unterscheidet sich Stop-Climate-Changegrundlegend von Anbietern, bei denen Evaluierung, Kontrolle und Verkauf derEmissionsrechte in einer Hand liegen.

"Die Anforderungen von Stop-Climate-Change sind inhaltlich und formal sehr hoch", urteiltDr. Rainer Grießhammer, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung "Globale Umweltveränderungen", stellvertretender Geschäftsführer des Öko-Instituts e.V. und Autor des neuen Buches "Klima-Knigge" und ergänzt: "Aus der Vielzahl derinzwischen am Markt erhältlichen Label sind ganz sicher die zu bevorzugen, die wie Stop-Climate-Change eine Klimaneutralität auch garantieren können."


Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V ist derVerband der mittelständischen Naturkost-Großhandelsunternehmen und Naturkost-Verarbeiter. Der Verband verabschiedet besondere Qualitätsrichtlinien für den Naturkost-Fachhandel, die über die gesetzlichen Anforderungen für Bio-Produkte hinausgehen. DerNaturkost-Fachhandel erzielte 2006 in Deutschland einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euromit Bio-Lebensmitteln und Naturkosmetik.

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