GEG AG stellt Fassadenprojekt fertig

Gebäudeintegrierte Photovoltaik setzt architektonische Akzente

(PresseBox) ( Teningen, )
Die Integration der Photovoltaik auf oder in die senkrechte Gebäudefassade eröffnet nicht nur Herstellern und Händlern der Solarbranche neue Möglichkeiten. Vielmehr bieten sie auch für Architekten in gestalterischer Hinsicht interessante Perspektiven, besonders in Zeiten der globalen Klimaerwärmung durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, in denen immer mehr Verbraucher an einen Umstieg auf erneuerbare Energieträger nachdenken. Dies erfordert die zunehmende Integration von Solarsystemen in Gebäudekomponenten und die Eingliederung in den Bauprozess. Die GEG AG und die Firma Hans Eisele GmbH aus Glatten stellte kürzlich das Fassadenprojekt der ARBURG GmbH + Co KG in Loßburg fertig.

Projektbeispiele aus oder mit photovoltaischen Modulen gibt es bereits seit Jahren. Dennoch sind sich Architekten, Projektleiter und Bauherren noch zu wenig über die vielfältigen Integrationsund Gestaltungsmöglichkeiten bewusst. Dabei spielen gerade für Architekten energetische Aspekte bei modernen Gebäudeentwürfen eine übergeordnete Rolle. Die Solarmodule werden dabei zu Komponenten, die neben der Stromerzeugung auch typische Funktionen der Gebäudehülle übernehmen. "Die Photovoltaik ermöglicht es, Gebäude kreativ und vielfältig zu gestalten und durch die emissionsfreie Energienutzung gleichzeitig die Atmosphäre zu schützen", erklärt Dietmar Gerber, Gründer und Vorstand der GEG AG.

In Kaltfassaden bilden die Module die Außenwandbekleidung, während sie in Warmfassaden die komplette Außenhaut ersetzen. Sofern die statischen Voraussetzungen gewährleistet sind, kann eine Solaranlage auf oder in fast jeder Fassade installiert werden.

Bei Fassadenmodulen handelt es sich nicht um Module "von der Stange", sondern um teure Maßanfertigungen, die allerdings über Jahre hinweg selbstständig Einnahmen erwirtschaften. Somit relativieren sich die hohen Investitionskosten mit der Zeit. Während die Einspeisevergütung für herkömmliche PV-Anlagen ab 2009 jährlich sinkt, bleibt der Bonus der Fassadenanlagen mit fünf Cent konstant und wird dadurch von Jahr zu Jahr attraktiver. Des Weiteren entwickeln Forschung und Industrie zunehmend bessere Lösungen für die Fassadenintegration, wodurch sich noch größere Gestaltungsspielräume und niedrigere Investitionskosten erhoffen lassen.

Die GEG AG mit Sitz im süddeutschen Teningen realisierte das Fassadenprojekt in Kooperation mit der Hans Eisele GmbH aus Glatten. Die Photovoltaikanlage wurde auf der Südfassade des neuen Kundencenters installiert, das der Spritzgießmaschinenhersteller ARBURG derzeit an seinem Stammsitz in Loßburg baut. Ziel des Unternehmens war, die große Fassadenfläche nicht nur technisch, sondern durch den Glascharakter der Module gleichzeitig auch architektonisch aufzuwerten. Insgesamt wurden 144 nach Maß gefertigte Module vom Typ Solarwatt M 125-32 GEG LK 124 Wp opak montiert, die auf einer Fläche von 162 Quadratmetern für eine Gesamtleistung von 17,856 kWp sorgen. Die sonderangefertigten Module sind 15 mm stark und erfüllen somit die statischen Voraussetzungen, um auch punktartig an hohen Gebäuden befestigt werden zu können.

"Bei der Planung der Photovoltaikanlage müssen elektrotechnische Anforderungen, das thermische Verhalten der Gebäudefront sowie die Statik des Gebäudes berücksichtigt werden. Auch ein genau durchdachtes Hinterlüftungssystem ist nötig, um die Fassade vor Feuchtigkeit zu schützen damit die Module einen optimalen Ertrag erzielen zu können", so Dietmar Gerber.

Weitere wichtige Aspekte der Solarstromproduktion sind ein genau ausgetüfteltes Wechselrichterkonzept, die Auslegung der Anlagenkomponenten, die Belegung der Großmodule mit Zellen sowie die Auswahl des passenden Befestigungssystems. Die GEG AG entschied sich bei der Projektierung der Anlage für vier Wechselrichter vom Typ SMA Sunny Boy 3800 der SMA Technologie AG. Die Photovoltaikmodule wurden mittels des geschützten Haltesystems AL-Wall von Längle Glas Befestigungssysteme befestigt, wodurch keine Bohrung der Gläser erforderlich war.

Gemäß der Bauvorschriften in einigen Bundesländern ist bei Vertikalverglasungen die Verwendung von Einscheibensicherheitsglas (ESG) vorgeschrieben. Aus diesem Grund muss bei Glas-Folien-Laminaten und Glas-Glas-Modulen auf die Verwendung von ESG-Gläsern geachtet werden. Dietmar Gerber: "Die notwendigen Glasstärken und Glastypen werden für das jeweilige Projekt individuell berechnet. Im Gegensatz zu Standardmodulen können bei Sondermodulen deutlich größere Glasformate für Glasfassaden verwendet werden, da die Glasstärke den statischen Anforderungen entsprechend bestimmt und ausgeführt werden kann." Im Fassadenbereich müssen die Solarmodule außerdem die baurechtlichen Anforderungen für Überkopfverglasungen erfüllen.
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