Reise in das Lustzentrum

Das Kundenhirn ist die wichtigste Destination der Bustouristik

(PresseBox) ( Stuttgart, )
Umfragen belegen: Für die Bustouristik gibt es noch erhebliches Wachstumspotential. Um dieses zu nutzen, muss die Branche ihre Navigation auf Emotion einstellen. Denn die Entscheidung für eine Busreise trifft der Kunde in seinem Lustzentrum. Weshalb beim "Tag des Bustourismus", zu dem die Gütegemeinschaft Buskomfort (gbk) zusammen mit dem Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) am Dienstag, 18. Januar, in die Messe Stuttgart eingeladen hatte, das Gehirn des Verbrauchers "durchleuchtet" wurde.

Am Rande der Urlaubsmesse CMT in Stuttgart folgten rund 200 Gehirne aufmerksam dem Tagungsprogramm, das unter dem Motto "Am Puls der Freizeit: Erlebnis Busreise - Raum und Zeit für Emotionen" stand. In seiner Einführung stellte Martin Becker fest, dass Kaufentscheidungen emotional getroffen werden. "Und der Bus sorgt mit seinen Systemvorteilen als komfortables und geselliges Verkehrsmittel dafür, dass die Reise zum emotionalen und sozialen Erlebnis wird", betonte der gbk-Geschäftsführer.

Rund 23 Prozent der Deutschen haben laut einer Studie der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) in den nächsten drei Jahren Interesse an einer Busreise. Auch der demographische Wandel ist ein Wachstumsfaktor für die Bustouristik. "Denn die Generation 60plus stellt etwa 63 Prozent der Busreisenden", erklärte Rolf Schrader auf der Basis der aktuellen FUR-Statistik. Allerdings warnte der FUR-Geschäftsführer die Branche davor, sich auf der Bevölkerungspyramide auszuruhen. "Senioren reisen nicht automatisch mit dem Bus. Sie müssen mit attraktiven und innovativen Angeboten gewonnen werden." Dabei suchen sie ihre Reiseziele immer häufiger im Internet. "Das Thema Web 2.0 ist nicht nur was für Jüngere", stellte Schrader klar. "Gerade beim Thema Urlaubsreisen sind auch viele ältere Onliner aktiv mit dabei." Und Schrader sensibilisierte die Bustouristik für die besonderen Bedürfnisse ihrer wichtigsten Zielgruppe: "Von den über 70-Jährigen, die mit 37 Prozent den größten Teil der Busreisenden stellt, leidet mehr als die Hälfte unter gesundheitlichen Einschränkungen."

Ein praktisches Musterbeispiel für einen innovationsfreudigen Busreiseveranstalter, der Tradition und Moderne miteinander verbindet, ist "Der Schmidt" aus Wolfenbüttel. Philipp Cantauw, Prokurist im Reisebüro Schmidt, zeigte auf, wie sich das Familienunternehmen, das 1956 gegründet wurde, immer wieder neu erfindet. Dabei investiert es viel Zeit und Geld in die Schulung des Personals und die Formulierung einer Unternehmenskultur, die neben dem Leitbild für die Firma auch Servicestandards für die Mitarbeiter definiert. "Denn der Weg zum Erfolg führt über den Menschen", betonte Cantauw. Die aktuellen Reiseangebote findet der Kunde nicht nur im Katalog und auf der Homepage der Firma. Über Mailings, Kundenzeitschriften und Kinoevents bringt sich das Unternehmen immer wieder ins Bewusstsein des Verbrauchers. Mit der Bustaufe macht der Betrieb seine roten Fahrzeuge, die nach Heinrich dem Löwen oder Gotthold Ephraim Lessing benannt werden, zu Botschaftern der Region. Cantauw: "Bustouristik ist schließlich keine Einbahnstraße." Und die Deutsche Meisterschaft im Buspulling, die "Der Schmidt" jedes Jahr zusammen mit dem Stadtmarketing von Wolfenbüttel organisiert, lockt rund 15 000 Besucher auf den Marktplatz.

Weil "Der Schmidt" die Busreise sexy machen will, eröffnete das Unternehmen im Sommer das erste privat betriebene Busterminal, das SchmidtTerminal, in Deutschland. Das helle und freundliche Gebäude liegt in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof, auf dem Gelände stehen den Kunden 200 kostenlose Parkplätze zur Verfügung. In der Lounge warten die Gäste, bis der Bus in den überdachten Eingangsbereich vorfährt. Die Touristen können ihr Gepäck bereits am Vorabend aufgeben und gewinnen damit am Tag der Abreise Zeit für ein Frühstück vor Ort. Die Lounge ist auch ein Ort für Events, der beispielsweise von Messeveranstaltern gebucht wird.

Dass mit solchen Angeboten das Lustzentrum der Kunden aktiviert wird, belegte Volker Dittmer mit den Erkenntnissen der modernen Hirnforschung. Nach Meinung des Geschäftsführers von "Impuls - Kreative Marketing Beratung" müssen Busreisen und die Werbung dafür auf die "emotionale Persönlichkeitsstruktur" des Kunden zugeschnitten sein. Deshalb reiche es nicht, die Zielgruppen lediglich über Alter, Geschlecht und Einkommensverhältnisse zu definieren. Ein differenziertes Kundenprofil unterscheidet vielmehr zwischen Abenteurern, Genießern, Hedonisten, Offenen, Performern und Disziplinierten. Und diese unterschiedlichen Typen suchen entweder Sicherheit und Vertrauen bei einem geschulten Bus-Chauffeur, viele Anregungen auf einer abwechslungsreichen Städtetour oder sie wollen ihren Jagdtrieb mit einem Schnäppchenpreis befriedigen.

Die Präsentationen der Referenten gibt es auf der Homepage des WBO (www.wbo.de) und der gbk (www.buskomfort.de).
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