Gasversorgung Westerwald fördert neue Heiztechnologien

Kraft-Wärme-Kopplung ist unverzichtbar zum Erreichen der energiepolitischen Ziele

(PresseBox) ( Höhr-Grenzhausen, )
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist eine hocheffiziente Energieumwandlungstechnologie, die seit über 100 Jahren genutzt wird. "Ob und welche KWK-Anlage unter welchen Bedingungen eingesetzt werden kann und welche Förderungen zur Verfügung stehen können unsere Energieberater im Rahmen von Vor-Ort-Beratungen feststellen", so Gerd Thewalt, Geschäftsführer der Gasversorgung Westerwald (GVW).

Neben den staatlichen Förderprogrammen weist die GVW auf Ihr eigenes Förderprogramm hin, daß für neue Erdgas-Technologien verschiedene Fördermöglichkeiten bietet. Im Modernisierungsbereich wird der Einbau einer Strom erzeugenden Heizung, dem sogenannten Mikro- oder Mini-BHKW, empfohlen. Diese Anlagen arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, bei der neben Wärme auch Strom erzeugt wird. Die Förderung der GVW beträgt je nach Anwendungsfall zwischen 500 und 3000 Euro.

In den letzten Jahren wurden bereits viele Maßnahmen gefördert, so dass sich zur Zeit über 60 dieser umweltschonenden Anlagen im Netzgebiet der GVW befinden.

"Kraft-Wärme-Kopplung ist zum Erreichen der energiepolitischen Ziele unverzichtbar. Damit das mit der KWK verbundene Potential auch genutzt werden kann und KWK im Energiemarkt der Zukunft eine Chance hat, ist es jedoch notwendig, dass die Politik Änderungen bei den energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen vornimmt", so Gerd Thewalt.

Dies bestätigt auch eine neue Studie der Prognos AG, die der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) jetzt vorgestellt hat.

Ein Ergebnis der Studie ist, dass der Einsatz von KWK bis zu 25 Prozent der für das Jahr 2050 prognostizierten gesamten CO2-Emissionen in Deutschland einsparen kann. Darüber hinaus ist in der Studie langfristig ein erhebliches Potential zur Strom- und Wärmeerzeugung durch KWK-Anlagen ermittelt worden. "In einem zunehmend von fluktuierenden Erneuerbaren Energien geprägten System kann die KWK einen wichtigen Beitrag zu einer zukünftig sicheren und bedarfsgerechten Energieversorgung leisten. Um die stark schwankenden Erneuerbaren Energien an die Stromnachfrage anzupassen, können Power-to-Heat-Anlagen neben Wärmespeichern die KWK sinnvoll ergänzen", betonte der BDEW. Laut der Studie kann der Anteil der KWK an der steuerbaren Stromerzeugung im Jahr 2050 bei rund 63 Prozent liegen; derzeit beträgt ihr Anteil rund 19 Prozent. Der Anteil von umweltschonendem Erdgas als Brennstoff in KWK-Anlagen könne von heute rund 50 Prozent auf rund 75 Prozent in 2050 steigen. Mikro- und Mini-KWK-Anlagen könnten einen Anteil von bis zu zehn Prozent am Heizungsmarkt erreichen.

Um diese Möglichkeiten auch im Sinne der Energiewende nutzen zu können, bestehe jedoch Handlungsbedarf. Nach Ansicht des BDEW muss der energiewirtschaftliche Rahmen in mehreren Punkten angepasst werden. Nur ein funktionierender Emissionshandel würde den Betrieb von KWK-Anlagen fördern und den Ausbau unterstützen. Im bestehenden KWK-Gesetz müssten die Zuschläge und die Systematik überprüft werden, da die Prognosen des "KWK-Monitorings" der Bundesregierung aus dem Jahr 2011, auf deren Grundlage die Novelle des KWK-Gesetzes durchgeführt wurde, nicht eingetroffen seien. Zudem sollte die Förderhöhe für Wärme- und Kältenetze sowie für Wärme- und Kaltspeicher überprüft werden. Diese Instrumente seien ein wichtiger Baustein für den Betrieb von KWK-Systemen. "Wichtig bei jedweder Neu- oder Umgestaltung der Rahmenbedingungen ist jedoch, dass stets auch auf die Sicherung der bestehenden KWK-Anlagen geachtet wird", unterstreicht der BDEW.

Neben der Kraft-Wärme-Kopplung fördert die Gasversorgung Westerwald auch den Einsatz von Erdgas-Wärmepumpen. Diese Anlagen verwandeln die Wärme, die in der Umwelt kostenlos zur Verfügung steht, in Energie für die Heizung und zur Warmwasserbereitung. "Erdgas-Wärmepumpen arbeiten sehr effizient, helfen die Energiekosten zu senken und schonen die Umwelt und das Klima" erklärt Wolfgang Kämpchen, Energieberater der GVW.

Für den Einsatz stellt das Unternehmen Zuschüsse zwischen 1000 und 2000 Euro in Aussicht, je nach Größe der Anlage.

Die GVW bietet ihren 35.000 Kunden einen umfassenden und persönlichen Service. Insgesamt werden 92 Städte und Gemeinden im Westerwaldkreis und im Landkreis Neuwied mit Erdgas versorgt.
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