Frost & Sullivan: IKT-Unternehmen entwickeln sich zu Smart Enablers

85 Prozent der IKT-Unternehmen laut Umfrage davon überzeugt, dass strategische Lösungen für vertikale Märkte erfolgsentscheidend sind

(PresseBox) ( Frankfurt am Main, )
Der IKT-Sektor steht vor einer Reihe von bedeutsamen Herausforderungen. Ungeachtet der spezifischen Segmente des entsprechenden IKT-Bereichs, entwickeln die Marktteilnehmer Strategien, um übergeordneten Trends, wie der Sättigung traditioneller Märkte, der wachsenden Bedrohung durch neue Markteinsteiger und der Standardisierung von Kernprodukten und -dienstleistungen, zu begegnen. Unter den wichtigsten Strategien, sich diesen Herausforderungen zu stellen, beobachtete Frost & Sullivan das eindeutige Bestreben führender IKT-Martktteilnehmer, sich hin zu so genannten "Smart Enablers" zu verändern. Um der Gefahr vorzubeugen, zum reinen Produktanbieter zu werden, suchen die Unternehmen mehr und mehr nach Möglichkeiten, um grundlegende Lösungen für eine strategische Weiterentwicklung ihrer Kunden anzubieten.

"In Deutschland, dem fünftgrößten IKT-Markt der Welt, sehen wir führende Anbieter wie Deutsche Telekom und SAP darum bemüht, sowohl ihre Angebote als auch die Marktkonzepte zu vertikalisieren", erklärt Research Manager Adrian Drozd von Frost & Sullivan. "Für einige ist dies primär ein Marketingaspekt, der darauf abzielt, in den Kernbranchen ein neues Bewusstsein zu schaffen. Für andere führt dies hingegen zu einer kompletten Umstrukturierung des Unternehmens."

Führende Unternehmen in vertikalen Märkten beschäftigen sich zurzeit ohne Ausnahme mit der Frage, wie die richtigen Investitionen in IKT unter anderem dazu beitragen können, Abläufe effizienter zu gestalten, die Wirksamkeit der Wertschöpfungskette zu erhöhen, die Wettbewerbsdifferenzierung zu verstärken, das Produkt- und Dienstleistungsdesign zu fördern sowie Kundenmanagement und Steuerung interner Ressourcen intelligenter zu gestalten. Mit anderen Worten: IKT erweist sich als entwicklungsfördernder Faktor zur Kostenverbesserung als auch Umsatzsteigerung.

"Die Funktion von Informations- und Kommunikationstechnologie innerhalb von Unternehmen aller Größen bahnt sich ihren Weg raus aus dem Back-Office und hinein in den Aufsichtsratssaal", so Drozd weiter. "IKT ist heute mehr denn je ein entscheidender Beitrag zur strategischen und betriebsbezogenen Entscheidungsfindung. Dennoch sind viele der intelligenten Anwendungen, grundlegenden Technologien und der disruptiven Innovationen, die Unternehmen zu erfassen suchen, erst im Wachsen begriffen. Abgesehen von internen Ressourcen und anderen Unternehmen derselben Branche, sind Unternehmen auf der Suche nach Partnern und nicht Anbietern, um Wissen und Beratung zu erhalten, wie IKT am besten eingesetzt werden kann. Wir sind davon überzeugt, dass auf dem Marktplatz für IKT-Provider eine Lücke besteht; wir glauben, dass IKT-Akteure sich die Kenntnisse zu vertikalen Märkten rasch aneignen müssen, um einen den Kundenerwartungen entsprechenden Mehrwert zu schaffen."

Jedes Unternehmen, das auf die Nutzung der Möglichkeiten in vertikalen Märkten abzielt, muss für seine Kunden klare Angebote erarbeiten und Perspektiven aufzeigen, entweder indem es den Nutzen seines aktuellen Produktportfolios veranschaulicht oder neue Lösungen entwickelt, die das Aufrücken innerhalb der Wertschöpfungskette ermöglichen, um Schlüsselakteur in branchenspezifischen Ökosystemen zu werden. Vor allen Dingen unterstützen IKT-Akteure die Wachstumsbestrebungen ihrer Kunden, indem sie ihnen dabei helfen, sich innerhalb der komplexen Möglichkeiten und Herausforderungen optimal zurechtzufinden.

Laut einer aktuellen Umfrage von Frost & Sullivan sind 85 Prozent der IKT-Unternehmen der Meinung, dass strategische Lösungen in Bezug auf vertikale Märkte erfolgsentscheidend für ihr Unternehmen sind, während 80 Prozent der IKT-Unternehmen glauben, dass sie nicht über eine robuste und umfassende Marktforschungsplattform verfügen, um zu erfassen, wie die bestehenden Möglichkeiten angemessen definiert, verstanden und erfolgreich genutzt werden können.

Sich diesen Herausforderungen zu stellen, ist ein komplexes Unterfangen. Ein erfolgreicher "Smart Enabler" für Kunden innerhalb zahlreicher Branchen zu werden, ist keine einfache Aufgabe", erläutert Frost & Sullivan ICT Director Daniel Shepherd. "Der in diesem Transformationsprozess implizierte Grad an Komplexität macht deutlich, dass niemand einen vollständigen Überblick hat. Jede Branche hat ihre eigene Branchenstruktur, einzigartige Anforderungen und bedarf spezieller verordnungsrechtlicher Erwägungen. In Bezug auf komplexe Fragen kann ein Sektor sich von einem Ländermarkt zum anderen als sehr unterschiedlich erweisen - der Grad an Branchenkonsolidierung, die Verankerung von konkurrierenden IKT-Anbietern, der Grad an Kaufkraft der Kunden und lokale gesetzliche Rahmenbedingungen sind nur einige der Faktoren, die die Komplexität für IKT-Akteure erhöhen, die versuchen diese Chancen zu nutzen. Aus diesen Gründen haben wir ein neues Research Programm gestartet, dass sich exklu siv darauf konzentriert, eine auf IKT ausgerichtete End-to-End-Perspektive innerhalb vertikaler Märkte zu liefern."

Das neue Frost & Sullivan Research Programm für vertikale Märkte in Europa vermittelt führenden Unternehmen das erforderliche Verständnis, auf dessen Grundlage defensive oder offensive Branchenstrategien ausgearbeitet werden können. Der so genannte Growth Partnership Service (GPS) ermöglicht Führungskräften und ihren Growth Teams Klarheit in ihre Strategien für vertikale Märkte zu bringen und Produkte und Dienstleistungen überzeugend und effektiv auf den Markt abzustimmen. Endnutzern von IKT-Dienstleistungen in den wichtigsten vertikalen Märkten liefert das Programm wertvolle Einsichten in den Zuliefermarkt und versteht sich als ein zusätzliches Instrument für maßgebliche Strategien im Hinblick auf den gesamten Markt.
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