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Pressemitteilung BoxID: 360324 (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
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Fortbildung am Uniklinikum

68 Seelsorger informierten sich über Schwangerschaftsverlust

(PresseBox) (Erlangen, ) "Für die Teilnehmer unserer Fortbildung war es gut, dass sie an einem Tag alle relevanten Informationen rund um die Probleme bei Schwangerschaftsverlust erhalten haben", sagte Prof. Dr. Matthias W. Beckmann, Direktor der Frauenklinik des Universitätsklinikums Erlangen, am Ende der Veranstaltung "Schwangerschaftsverlust als Herausforderung für die seelsorgerische Begleitung". Insgesamt 68 Teilnehmer überwiegend aus der katholischen, evangelischen und islamischen Seelsorge kamen am Mittwochnachmittag (14. Juli 2010) in die Erlanger Frauenklinik, um sich über die gesetzlichen, geburtshilflichen, psychotherapeutischen und seelsorgerischen Aspekte bei Verlusterleben eines ungeborenen Kindes zu informieren.

"Dass so viele Interessierte zur ersten Veranstaltung dieser Art gekommen sind, zeigt eine große Unsicherheit im Seelsorgebereich zu den verschiedenen Aspekten bei Schwangerschaftsverlust", sagte Prof. Beckmann. Die Referate wurden von Medizinern, Psychotherapeuten, aber auch Bestattern und Juristen gehalten. Anschließend bestand die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch.

Die Idee zur Veranstaltung kam Prof. Beckmann nach einem Bericht über einen Pfarrer, der es abgelehnt hatte, ein ungetauftes Kind christlich zu begraben. In der Geburtshilfe der Erlanger Frauenklinik gibt es seit langen Jahren ein umfassendes Hilfskonzept für Betroffene. Dazu gehören psychotherapeutische und seelsorgerische Angebote genauso wie eine eigene Grabstelle für Frühgeborene oder Trauerfeiern. "Die Frauen und ihre Partner sind nach einem Schwangerschaftsverlust in einer Ausnahmesituation und brauchen dann oft professionelle Hilfe", weiß Prof. Beckmann. Das Erlanger Fortbildungsangebot sollte eine solide Grundlage schaffen, auf der Seelsorger Betroffenen wirksam helfen können.