Erkenntnisse über Eisen als Katalysator

Chemiker Dr. Tim Bleith erhält Karl-Freudenberg-Preis

Weinheim, (PresseBox) - Edelmetalle wie Platin oder Palladium sind Katalysatoren für viele chemische Synthesen. Doch sie sind selten, teuer und wirken giftig. Wie Edelmetalle in Zukunft durch Eisen, das umweltfreundlich und günstiger ist, ersetzt werden könnten, dafür liefert die Dissertation des Chemikers Dr. Tim Bleith wichtige wissenschaftliche Ergebnisse. Für diese Leistung erhält der 29-jährige Nachwuchswissenschaftler den Karl-Freudenberg-Preis der Freudenberg Gruppe. „Neue Erkenntnisse in Wissenschaft und Forschung sind die Grundlage für technologische Innovationen“, so Dr. Luis Lorenzo, Leiter Freudenberg Technology Innovation. „Als innovatives Technologieunternehmen fördert die Freudenberg Gruppe deshalb Nachwuchswissenschaftler wie Dr. Bleith.“ Der Karl-Freudenberg-Preis wird morgen im Rahmen der Jahresfeier der Heidelberger Akademie der Wissenschaften verliehen.

Vier Jahre hat Bleith im Team von Prof. Dr. Lutz H. Gade an der Universität Heidelberg geforscht: „Die Grundlagenforschung fasziniert mich. Ich konnte eine seit langem bestehende Lehrmeinung über Eisen widerlegen und durch das Verstehen des Mechanismus einen wichtigen Baustein für die weitere Anwendung beitragen. Die Mischung aus Denkarbeit, Literaturstudium und handwerklicher Arbeit sowie Diskussion im Team hat mir Spaß gemacht.“

Er trägt Anzug, eine dunkle Hornbrille und wägt seine Worte sorgfältig ab. An den Moment, als er von dem Preis erfahren hat, kann er sich noch gut erinnern: „Professor Gade rief mich an und teilte mir mit, dass ich der Preisträger bin. Zuerst konnte ich es gar nicht glauben. Ich wusste, dass meine Arbeit gut ist, aber sich auch bei der Jury durchzusetzen, das hat mich sehr gefreut.“

Morgens um 7 Uhr im Labor Reaktionen ansetzen, um Annahmen und Thesen zu beweisen, am Nachmittag Daten und Messergebnisse am Computer auswerten – so sah ein typischer Arbeitstag des Nachwuchswissenschaftlers aus. „In der Forschung dauert es manchmal ein Jahr, eine Annahme zu beweisen. Zugleich macht es die Faszination aus, eine Überlegung handwerklich umzusetzen und neue, unbekannte Substanzen zu entwickeln.“ Bleith studierte Chemie an der Universität Heidelberg, wo er promovierte, sowie an der Universität Mainz, der Technischen Universität München und dem California Institute of Technology in Pasadena. Seit August 2016 ist er als Laborleiter im Bereich Forschung für das Unternehmen Evonik tätig. Seine ausgezeichnete Dissertation trägt den Titel „Reaktionsmechanismen der enantioselektiven, eisenkatalysierten Hydrosilylierung von Ketonen und der enantioselektiven, zinkkatalysierten Alkylierung von Oxindolen“.

Der Karl Freudenberg-Preis wurde 1986 zum 100. Geburtstag von Karl Freudenberg von der Freudenberg Gruppe zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Baden-Württemberg gestiftet. Prämiert werden wissenschaftliche Arbeiten aus dem Bereich der Naturwissenschaften. Nominierungen und das aufwendige Auswahlverfahren übernehmen die Mitglieder der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften sowie Hochschullehrer und Institutsleiter in Heidelberg.

Freudenberg & Co. KG

Freudenberg ist ein globales Technologieunternehmen, das seine Kunden und die Gesellschaft durch wegweisende Innovationen nachhaltig stärkt. Gemeinsam mit Partnern, Kunden und der Wissenschaft entwickelt die Freudenberg Gruppe technisch führende Produkte, exzellente Lösungen und Services für mehr als 30 Marktsegmente und für Tausende von Anwendungen: Dichtungen, schwingungstechnische Komponenten, Vliesstoffe, Filter, Spezialchemie, medizintechnische Produkte, IT-Dienstleistungen und modernste Reinigungsprodukte.

Innovationskraft, starke Kundenorientierung sowie Diversity und Teamgeist sind die Eckpfeiler der Unternehmensgruppe. Der Exzellenzanspruch, Verlässlichkeit und pro-aktives, verantwortungsvolles Handeln gehören zu den gelebten Grundwerten in der 168-jährigen Unternehmensgeschichte.

Im Jahr 2016 beschäftigte die Freudenberg Gruppe mehr als 48.000 Mitarbeiter in rund 60 Ländern weltweit und erwirtschaftete einen Umsatz von rund 8,6 Milliarden Euro (inklusive quotaler Konsolidierung der Gemeinschaftsunternehmen). Weitere Informationen unter www.freudenberg.com

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.