Rund 2,27 Millionen Euro für die Klimaforschung

DFG verlängert Stratosphären-Forschergruppe an der Freien Universität um drei Jahre

Berlin, (PresseBox) - Eine an der Freien Universität Berlin angesiedelte Forschergruppe, in der Veränderungen der Stratosphäre und deren Auswirkungen auf das Klimasystem untersucht werden, wird um drei weitere Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Das Projekt "Stratospheric Change and its Role for Climate Prediction" (SHARP) erhalte in der zweiten Förderphase bis 2015 Mittel in Höhe von insgesamt knapp 2,27 Millionen Euro, teilte die DFG mit. An der Gruppe sind die Universitäten Bremen, Heidelberg und Frankfurt am Main, sowie das DLR Oberpfaffenhofen, KIT Karlsruhe und die Max-Plank-Institute für Meteorologie und Chemie beteiligt. Koordinatorin ist die Meteorologie-Professorin Ulrike Langematz von der Freien Universität Berlin.

Bei der Stratosphäre handelt es sich um die Atmosphärenschicht oberhalb der Troposphäre. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen insbesondere die stratosphärische Ozonschicht, den Wasserdampf als klimarelevantes Spurengas, Änderungen in der stratosphärischen Zirkulation sowie Kopplungsprozesse zwischen Stratosphäre und Troposphäre.

In der neuen Förderphase widmen sich die Wissenschaftler vor allem den langfristigen Auswirkungen des Klimawandels auf die Stratosphäre sowie den daraus folgenden Einflüssen auf das bodennahe Klima und Wetter sowie die Luftqualität. Hierzu werden sowohl neuartige Beobachtungsdatensätze herangezogen als auch die Wechselwirkungen mit den Ozeanen verstärkt untersucht.

Im vergangenen Jahr hatten die Wissenschaftler der Forschergruppe herausgefunden, dass Fluorchlorkohlenwasserstoffe einen bleibenden Einfluss auf die Ozonschicht haben. Den Analysen zufolge muss trotz einer Erholung der Ozonschicht in den kommenden Jahren noch mit zeitlich begrenzten, massiven Ozonverlusten gerechnet werden. Besonders in Jahren mit kalten polaren Wintern sei ein starker Abbau der Ozonschicht im folgenden Frühjahr zu erwarten. Dieser sei sowohl über der Antarktis als auch über der nördlichen Hemisphäre zu beobachten.

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