Nachhaltige Entwicklung in der Milchtechnologie

(PresseBox) ( Oberhausen, )
Eine wachsende Weltbevölkerung bedeutet auch einen steigenden Bedarf an qualitativ hochwertigen Lebensmittel. Fragen der Gesundheit, Herkunft der Rohstoffe und Produktionsbedingungen stehen im Fokus. Entsprechend groß sind die Herausforderungen für die verantwortlichen Unternehmen. Sie lassen sich nur durch nachhaltige Prozesse, nachhaltig orientierte Handlungskonzepte und eine optimierte Steuerung in der Produktion und der zugehörigen Produktionsbedingungen bewältigen. Um das Know-how in der Milchtechnologie zu stärken, erarbeiten Experten ein neues Aus- und Weiterbildungskonzept zur nachhaltigen Entwicklung.

Im Jahr 2015 hat die UNESCO das Weltaktionsprogramm »Bildung für nachhaltige Entwicklung« ausgerufen. Es leistet einen wesentlichen Beitrag zur Agenda 2030, die von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde und die 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung – die Sustainable Development Goals (SDGs) – umfasst. Zur Umsetzung konkreter Maßnahmen fördert das Bundesinstitut für Berufsbildung aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von 2015 bis 2021 insgesamt 18 Modellversuche zur Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE). Einer dieser Modellversuche ist die »Entwicklung eines Aus- und Weiterbildungskonzeptes zur Erhöhung des Beitrages zur nachhaltigen Entwicklung in der Milchtechnologie«, kurz NaMiTec.

Erfolgreiche Zusammenarbeit der Projektpartner

Bei NaMiTec arbeiten drei Projektpartner aus den Bereichen berufliche Aus- und Weiterbildung, Nachhaltigkeit und Milchwirtschaft zusammen: Das Milchwirtschaftliche Bildungszentrum der LandwirtschaftskammerOldenburg ist die überbetriebliche Ausbildungsstelle für die Ausbildung zum Milchtechnologen für die Region Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen. Das Fraunhofer UMSICHT versteht sich als Wegbereiter der nachhaltigen Energie- und Rohstoffwirtschaft und beschäftigt sich u. a. mit der Optimierung von Prozessen und Produkten nach ökonomischen, ökologischen sowie technisch-infrastrukturellen Kriterien. Die Aufgabe des Fachgebiets Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Universität Osnabrück besteht darin, die Entwicklung und Erprobung geeigneter Bildungsangebote wissenschaftlich zu unterstützen und zu evaluieren. Betrachtet werden neben dem Ausbildungsberuf Milchtechnologe bzw. -technologin auch die Fortbildungen der Ausbildenden in den Unternehmen und überbetrieblichen Ausbildungsstellen.

Expertenworkshop mit Praxispartnern aus der Milchwirtschaft

Eine wichtige Rolle im Modellversuch NaMiTec spielen die ausbildenden Unternehmen der Milchwirtschaft als Praxispartner. Anfang März 2019 fand im Milchwirtschaftlichen Bildungszentrum der Landwirtschaftskammer Oldenburg daher ein Expertenworkshop statt. Dabei wurden die Anstrengungen der Unternehmen im Themenfeld Nachhaltigkeit, aktuelle Bedarfe sowie künftige Herausforderungen im Bereich der beruflichen Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Milchwirtschaft diskutiert und zusammengetragen. Auf der Grundlage dieser vertieften Bestands- und Bedarfsanalyse werden nun Kompetenzerwartungen für die Berufsbildung im Beruf Milchtechnologe formuliert und konkrete Lehr-/Lern-Module erarbeitet. Ziel ist es, das Nachhaltigkeitsbewusstsein von (über-)betrieblichen Ausbilderinnen und Ausbildern sowie den Auszubildenden zu stärken und ihnen das erforderliche Wissen zu vermitteln, wie Nachhaltigkeit in der milchverarbeitenden Industrie umgesetzt werden kann. Denn eines hat der Expertenworkshop klar gezeigt: Das Denken und Handeln in nachhaltigen Zusammenhängen gehört zum Wissen eines Milchtechnologen.

Förderhinweis

Der Modellversuch NaMiTec wird vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Weitere Informationen


Förderlinie III des BIBBFörderlinie III des BIBB 
Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung (BMBF)Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung (BMBF) 
Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung 2015-2019 (BBnE)Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung 2015-2019 (BBnE) 
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