Prof. Dr. Anita Schöbel wird neue Leiterin des Fraunhofer ITWM

(PresseBox) ( Kaiserslautern, )
Ab Januar 2019 hat das Fraunhofer ITWM eine Institutsleiterin: Anita Schöbel, derzeit noch Professorin für Mathematik an der Georg-August-Universität in Göttingen, wechselt nach Kaiserslautern. Neben der Leitung des ITWM wird sie am Fachbereich Mathematik der TU Kaiserslautern als Professorin wirken und ihre Expertise in die bestehende Arbeitsgruppe Optimierung einbringen. Das Kaiserslauterer Mathematik-Institut ist damit das vierte von 72 Fraunhofer-Instituten mit einer Frau an der Spitze.

Prof. Dr. Dieter Prätzel-Wolters, der das Institut seit der Übernahme in der Fraunhofer-Gesellschaft 2001 führt, übergibt Ende März 2019 die geschäftsführende Institutsleitung an Anita Schöbel und zieht sich dann aus der Leitung des ITWM zurück. Alle Beteiligten – der Fachbereich Mathematik und das Präsidium der TU Kaiserslautern, die Fraunhofer-Gesellschaft, das ITWM sowie das Land Rheinland-Pfalz haben sehr gute Rahmenbedingungen für die Rufannahme geschaffen. »Ich bin überzeugt davon, dass wir mit Anita Schöbel eine exzellente Institutsleiterin gewonnen haben, die das ITWM auf der Erfolgsspur halten wird. Sie wird bewährte Strukturen und Prozesse verstetigen, aber auch mit neuen Akzenten das ITWM-Profil in Forschung und Entwicklung erweitern und auch im Fachbereich Mathematik im Bereich der Optimierung neue Akzente setzen«, so Prätzel-Wolters.

Wissenschaftliche Laufbahn begann in Kaiserslautern   

Prof. Dr. Anita Schöbel kehrt damit an ihre ehemalige Wirkungsstätte zurück, denn sie hat in Kaiserslautern Mathematik studiert, promoviert und sich habilitiert; Letzteres mit einer Arbeit über »Customer-oriented Optimization in Public Transportation«. Auch das Fraunhofer ITWM ist ihr bekannt: Von 1998 bis 1999 war sie hier als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig; danach wechselte sie als Hochschulassistentin zurück an den Fachbereich Mathematik der TUK. Im Sommersemester 2004 hatte sie eine Vertretungsprofessur an der Georg-August-Universität Göttingen inne, seit Juli 2004 ist sie dort ordentliche Professorin für Optimierung am Institut für Numerische und Angewandte Mathematik. Anita Schöbel ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Schwerpunkt Verkehrsplanung

Ihre Arbeitsgebiete sind zum einen Diskrete Optimierung, insbesondere in der Planung des öffentlichen Verkehrs: dazu zählen Netzwerkdesign, Linienplanung, Fahrplangestaltung, Umlaufplanung, Tarifplanung und Anschlusssicherung. Zum anderen Robuste Optimierung, hier die Entwicklung und Analyse praktisch anwendbarer Konzepte auch im Bereich der multikriterielle Optimierung, zum Beispiel Standortplanung.

Schöbel bringt DFG-Forschergrupppe an den Fachbereich Mathematik

Der Fachbereich Mathematik freut sich darüber, »mit Anita Schöbel eine international hervorragend ausgewiesene Wissenschaftlerin gewonnen zu haben, die die Schwerpunktbildung im Bereich Angewandte Mathematik wesentlich mit vorantreiben wird«, so Professor Dr. Wolfram Decker, Dekan des Fachbereichs Mathematik der TU Kaiserslautern. »Aus ihrer Berufung ergeben sich ideale Voraussetzungen für die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Wirtschaftswissenschaftlern. Wir freuen uns auch über die heutige Entscheidung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die Laufzeit der von Anita Schöbel geleiteten Forschergruppe FOR 2083 zur integrierten Verkehrsplanung um weitere drei Jahre zu verlängern.«

Wissenschaftsminister Wolf: Exzellente Forscherin für erfolgreiches Institut

»Ich freue mich sehr, dass Anita Schöbel als exzellente Forscherin für die Leitung des Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik gewonnen werden konnte. Das äußerst erfolgreiche Fraunhofer-Institut ist mit seinem Leistungsspektrum ein gesuchter und geschätzter Partner für Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen. Es ist weit über Rheinland-Pfalz hinaus national und international sichtbar. Herausragende Persönlichkeiten an das Institut zu binden, ist Teil des Erfolgsrezepts. Dies ist auch mit Anita Schöbel im Zusammenwirken zwischen der Fraunhofer-Gesellschaft, dem Institut, der TU Kaiserslautern und dem Land für den Standort Kaiserslautern gelungen«, so Minister Prof. Dr. Konrad Wolf.
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