MHI-Vorstand Alexander Verl steht für Stärkung der Roboter-Forschung

Stuttgart, (PresseBox) - Anfang des Jahres hatte Prof. Verl gemeinsam mit drei Professorenkollegen die Gründung des Vereins »Wissenschaftliche Gesellschaft für Montage, Handhabung und Industrierobotik« (MHI) initiiert. Der Verein will die wissenschaftliche Vernetzung in der Montage, Handhabung und Industrierobotik stärken und sieht sich als Interessensvertretung, wenn es z. B. um die Initiierung von Forschungsprogrammen geht.

Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Alexander Verl ist Direktor des Instituts für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) an der Universität Stuttgart und leitet das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Er ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Robotik (DGR), Chairman des Research Committee der International Federation of Robotics (IFR) und Mitglied weiterer zahlreicher internationaler und nationaler Vereinigungen und Ausschüsse. Nun wurde er auch in den Vorstand der ersten »Wissenschaftlichen Gesellschaft für Montage, Handhabung und Industrierobotik« (MHI) gewählt. Er hatte Anfang des Jahres die Gründung des Vereins gemeinsam mit drei Professorenkollegen initiiert, insbesondere »weil die wissenschaftliche Vernetzung mit Schwerpunkt Montage, Handhabung und Industrierobotik heute viel zu schwach ist und es bisher auch keine themenbezogene Interessensvertretung, etwa für die Initiierung von Forschungsprogrammen, gibt«, so Verl.

Neue Konzepte in der Lehre und Weiterbildung müssen laut Alexander Verl zunächst den Bedarf aus Unternehmenssicht ermitteln. Die Erarbeitung von neuen Modellen und deren Umsetzung sieht er als wichtige Aufgabe der MHI an: »Zum Beispiel könnten berufsbegleitende Masterstudiengänge gemeinsam mit Unternehmen auf den Weg gebracht werden«, so der Stuttgarter Roboterexperte und Hochschullehrer, »auch eine E-Learning-Plattform mit Seminar-Modulen wäre sinnvoll.«

Die Mobilisierung der Forschungsförderung will die MHI erreichen, indem sie an Ministerien und Projektträger herantritt und hier im Verbund mit VDMA-Vertretern agiert. »Wir wollen für die kommenden zwanzig Jahre die Forschungsfelder aus Sicht der Wissenschaft gemeinsam mit einem Industriebeirat und angeregt durch den VDMA eruieren. Der Technologietransfer könnte dann beispielsweise durch die Harmonisierung und den Ausbau von wissenschaftlichen Konferenzen verbessert werden.«

Durch die Anbindung an EURON, das EUropean RObotics research Network, sowie die Evaluierung von DAAD-Förderungsmöglichkeiten zum Studierenden- und Wissen schaftleraustausch will die MHI schließlich die Internationalisierung der deutschen Robotik- Forschung verstärken.

Insgesamt 16 führende Hochschullehrer auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik tragen die »Gesellschaft für Montage, Handhabung und Industrierobotik« (MHI) und treiben mit dem neuen Netzwerk nicht nur die Forschung und Lehre, die berufliche Qualifizierung und den Technologietransfer auf ihrem Gebiet voran, sie verstärken auch die Zusammenarbeit der industriellen und wissenschaftlichen Montage- und Handhabungstechnik sowie der Industrierobotik in Deutschland.

Gemeinsam mit dem Fachverband Robotik + Automation im VDMA will die Gesellschaft insbesondere auch die Zukunftsforschung der industriellen Robotik definieren und die Verwertung von Forschungsergebnissen in der Praxis beschleunigen.

Der eingetragene Verein MHI wurde am 9. Mai 2012 in Speyer gegründet. Präsident ist Prof. Bernd Kuhlenkötter von der Technischen Universität Dortmund. Neben Prof. Alexander Verl sind Prof. Jörg Franke, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, und Prof. Thorsten Schüppstuhl, Technische Universität Hamburg-Harburg, Mitglieder des Vorstands.

Weitere Informationen:
www.wgmhi.de
www.isw.uni-stuttgart.de
www.ipa.fraunhofer.de

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Das Fraunhofer-Institut für Produktions tech nik und Automatisierung IPA wurde 1959 gegründet und 1971 in die Fraunhofer-Gesell schaft aufgenommen. Es ist eines der größten Einzelinstitute innerhalb dieser Forschungs ge sellschaft und beschäftigt rund 280 Wissen schaftlerinnen und Wissenschaftler. Das Jahresbudget beträgt rund 44 Mio Euro, davon stammen 19,4 Mio Euro aus Industrie projekten.

Das Fraunhofer IPA ist in 14 Fachabteilun gen gegliedert und in den Arbeitsgebieten Pro duktionsorganisation, Oberflächen technolo gie, Automatisierung und Prozesstechnologie tätig. Schwerpunkte unserer Forschung und Ent wicklung sind organisatorische und technologische Aufgaben stellungen aus dem Produktions bereich der Zukunftsbranchen Automotive, Maschinen- und Anlagenbau, Elektronik und Mikrosystemtechnik, Energie wirtschaft sowie Medizin- und Biotechnik. Die FuE-Projekte zielen darauf ab, Automati sierungs- und Rationalisierungs reserven in den Unternehmen aufzuzeigen und auszuschöpfen, um mit verbesserten, kostengünstigeren und um weltfreundlicheren Produk tionsabläufen und Produkten die Wett bewerbsfähigkeit und die Arbeitsplätze in den Unternehmen zu erhalten oder zu verbessern.

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