Prof. Karl Leo für Deutschen Zukunftspreis 2011 nominiert

Institutsleiter des Fraunhofer IPMS wurde für den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation nominiert

(PresseBox) ( Dresden, )
Prof. Karl Leo, Institutsleiter des Fraunhofer Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS, wurde, gemeinsam mit Dr. Jan Blochwitz-Nimoth (Novaled AG) und Dr. Martin Pfeiffer (Heliatek GmbH), am 27. August 2011 in Hannover von Bundespräsident Christian Wulff für den Deutschen Zukunftspreis 2011 nominiert. Der Deutsche Zukunftspreis wird jährlich an innovative Forscherteams verliehen, die an zukunftsweisenden Technologien arbeiten, welche die Lebens- und Arbeitswelt grundlegend verändern. Die Preisverleihung findet am 14. Dezember 2011 in Berlin statt. Neben den Dresdner Forschern sind zwei weitere Teams nominiert. Leo, Blochwitz-Nimoth und Pfeiffer erhalten diese Nominierung aufgrund ihrer Arbeiten auf dem Gebiet der organischen Halbleiter, die in energieeffizienten Flächenleuchten und neuartigen Photovoltaiksystemen umwelt- und ressourcenschonend eingesetzt werden.

"Ich freue mich sehr über die Nominierung und betrachte dies als Würdigung unserer Arbeiten an der TU Dresden, am Fraunhofer IPMS und bei den Ausgründungsfirmen Novaled und Heliatek. Gemeinsam mit meinen nominierten Kollegen und den vielen engagierten Mitarbeitern der Institute und Firmen konnten wir eine neue Technologie aus der Grundlagenforschung erfolgreich in Produkte umsetzen. Ich erwarte, dass die Technologie der organischen Halbleiter noch viele spannende neue Anwendungen möglich machen wird", erklärt Prof. Karl Leo.

Leo ist seit 2001 am Fraunhofer IPMS tätig und führt die Arbeiten an Bauelementen, die auf organischen Halbleitern basieren, im Institutsteil COMEDD (Center for Organic Materials and Electronic Devices) gemeinsam mit ca. 70 Mitarbeitern aus. Der Schwerpunkt von COMEDD liegt in der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung an Bauelementen wie OLEDs (Organische Leuchtdioden) als neuartige Flächenbeleuchtungsmittel, OLED-Mikrodisplays,z.B. für Datenbrillen, und organischen Solarzellen.

Über Prof. Karl Leo:

Nach dem Physikstudium an der Universität Freiburg promovierte Karl Leo 1988 an der Universität Stuttgart mit einer am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung bei Hans Queisser ausgeführten Arbeit zur Ultrakurzzeit-Spektroskopie in Halbleitern. Von 1989 bis 1991 war er Postdoc bei den Bell Laboratories in Holmdel, NJ, U.S.A. und ab 1991Oberassistent an der RWTH Aachen. Seit 1993 leitet er das Institut für Angewandte Photophysik der Technischen Universität Dresden, zusätzlich ist er Institutsleiter am Fraunhofer- Institut für Photonische Mikrosysteme, Dresden. Sein aktuelles Arbeitsgebiet sind Organische Halbleiter, von den Grundlagen bis hin zu Anwendungen, z.B. als Organische Leuchtdioden (OLED) und Organische Solarzellen. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Er ist Mitbegründer einiger Firmen, u.a. Novaled AG und Heliatek GmbH.

Über COMEDD:

Dresden hat sich in den letzten Jahren zu einem Zentrum der Forschung für organische Halbleitermaterialien und Systeme entwickelt. Um die Ergebnisse in die Produktion zu überführen, ist eine weitere Optimierung der Fertigungsprozesse und die Etablierung und Erprobung erster Pilot- Fertigungsanlagen notwendig. Am Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS wurde deshalb ein Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden (COMEDD) gegründet. COMEDD -

mittlerweile ein eigener Institutsteil des Fraunhofer IPMS - kombiniert Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur Herstellung, Integration und Technologieentwicklung von elektronischen Bauelementen basierend auf organischen Halbleitern. Die Mission von COMEDD ist die kunden- und anwendungsspezifische Forschung, Entwicklung und Pilotfertigung von neuartigen Bausteinkonzepten und Herstellungsmethoden für diese organischen Materialien. COMEDD verkörpert ein in Europa führendes fertigungsnahes Forschungs- und Entwicklungszentrum für organische Halbleiter mit thematischer Fokussierung auf organische Leuchtdioden und Vakuumtechnologien darzustellen. In einem mehreren Reinräumen besteht die COMEDD-Infrastruktur aus:

- einer Pilotlinie für die Herstellung von OLEDs auf 370 x 470 mm² großen Substraten,

- zwei Pilotlinien für 200 mm Wafer für die OLED-Integration auf CMOS-Substraten, sowie

- einer Forschungslinie für eine Rolle-zu-Rolle-Fertigung auf flexiblen Substraten.

COMEDD bietet damit vielfältige Forschungs-, Entwicklungs- und Pilotfertigungsmöglichkeiten, insbesondere für OLED-Beleuchtung, organische Solarzellen und OLED- Mikrodisplays.
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