Girls' Day 2017: Virtuelles Fußballtraining mit Kanzlerin Merkel

Berlin, (PresseBox) - Fraunhofer FOKUS beteiligte sich heute am Technikparcours zum Girls‘ Day-Auftakt im Bundeskanzleramt. Die eingeladenen Schülerinnen konnten an der Forschungsstation des Fraunhofer IuK-Verbundes den technischen Beruf der 3D Virtual Reality- und Game-Designerin am Beispiel eines virtuellen Fußballtrainings ausprobieren und dann mit Hilfe der kabellosen Lokalisierung von Fraunhofer FOKUS ihre Spielidee in der Virtual Reality selbst überprüfen. Auch in diesem Jahr wurde der Parcours von der Initiative D21 organisiert.

 

Als erstes schlüpften die Mädchen in die Rolle einer Virtual Reality 3D-Gestalterin und Game Mechanics Designerin. Mithilfe der FOKUS-Forscher konnten sie entscheiden, wie die 3D-Welt aussehen soll und dabei ein virtuelles Fußballstadion ganz nach ihren Vorstellungen umgestalten. Als nächstes ging es an die Entwicklung einer interessanten Spielidee für das Fußballtraining. Ausgestattet mit einer Virtual-Reality (VR)-Brille wurden die Mädchen schließlich zur Nutzerin und testeten das Spielerlebnis. Sie konnten loskicken und sich dank der Lokalisierung von Fraunhofer FOKUS frei in der virtuellen Welt bewegen, ohne störende Kabel und Zusatzgeräte. Dabei nutzt die hochgenaue Lokalisierung vor allem einen drahtlosen Fußsensor, mit dem die individuelle Schritt- bzw. Schusslänge bestimmt wird.

 

Die für das virtuelle Fußballtraining genutzte Lokalisierung wurde von Fraunhofer FOKUS ursprünglich für die Indoor-Navigation für blinde und sehbehinderte Menschen entwickelt. Denen bereitet es häufig Schwierigkeiten, sich in großen unbekannten Gebäuden, wie einem Bahnhof, Amt oder Krankenhaus zurechtzufinden. Smartphones und Navigationshilfen versagen in Innenräumen, da das GPS-Signal für die Ortung in Gebäuden nicht genau genug ist. Durch die Integration unterschiedlicher Lokalisierungsmethoden ist das Fraunhofer-System sehr genau, robust und richtungsgenau. Darüber hinaus ist die Lokalisierung im Vergleich zu anderen Methoden sehr kostengünstig und nahezu wartungsfrei.

 

Neben der Beteiligung am Girls‘ Day stellt Fraunhofer FOKUS regelmäßig Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden seine Forschungsprojekte vor und kooperiert dafür auch mit Schulen. Zum Beispiel waren Anfang April 70 Mint-Studentinnen im Rahmen des Fraunhofer-Wissenschaftscampus bei Fraunhofer FOKUS zu Gast.

Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS

Fraunhofer FOKUS erforscht die Digitale Vernetzung und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Technologie. Seit 1988 unterstützt es Wirtschaftsunternehmen und öffentliche Verwaltung in der Gestaltung und Umsetzung des digitalen Wandels.

Dazu bietet Fraunhofer FOKUS Forschungsleistungen von der Anforderungsanalyse über Beratung, Machbarkeitsstudien, Technologieentwicklung bis hin zu Prototypen und Piloten in den Geschäftsbereichen Digital Public Services, Future Applications and Media, Quality Engineering, Smart Mobility, Software-based Networks, Vernetzte Sicherheit, Visual Computing und Analytics an.

Mit rund 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Berlin und einem jährlichen Budget von 30 Millionen Euro ist Fraunhofer FOKUS das größte IKT-Institut der Fraunhofer-Gesellschaft. Es erwirtschaftet rund 70 Prozent seines Budgets aus Aufträgen der Industrie und der öffentlichen Hand.

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