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Pressemitteilung BoxID: 290928 (Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT)
  • Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
  • Steinbachstr. 15
  • 52074 Aachen
  • http://www.ilt.fraunhofer.de
  • Ansprechpartner
  • Axel Bauer
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Bearbeitungszelle INTAKT: wirtschaftliche Automatisierung in der Lasermaterialbearbeitung auch für Kleinserien

(PresseBox) (Aachen, ) Auf der Weltleitmesse für innovative Elektronikfertigung Productronica stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT eine innovative Anlage zum Laserstrahlschweißen für Leistungselektronik-Module vor. Sie ermöglicht eine umfangreiche Automatisierung der Prozesskette sämtlicher Montage- und Fertigungsschritte und eignet sich insbesondere für Kleinserien. Zudem wird die kompakte Schweißstation TWISTER für das Schweißen von Kunststoffen präsentiert. Auf Stand 145 in Halle B3 der diesjährigen Productronica (10. - 13. November 2009, Messe München) stellt das Fraunhofer ILT eine flexible Montagezelle mit automatisierten Laserfügeverfahren vor. Die innovative INTAKT-Bearbeitungszelle ermöglicht durch ihren modularen Aufbau automatisiertes Laserstrahlschweißen. Bei manueller Be- und Entladung verkettet sie weitere Prüf- und Montageprozesse miteinander. Die schnelle Umkonfigurierbarkeit der Prozessmodule, eine flexible Spanntechnik und die Einbindung innovativer Bildverarbeitungsverfahren zur Reduzierung des Vorrichtungsbaus stehen dabei im Vordergrund. Die Bearbeitungszelle realisiert Taktzeiten von bis zu 1 Sekunde pro Bauteil. Dank der weitgehenden Automatisierung von Montage- und Fertigungsprozessen kann auch bei Kleinserien reproduzierbar und kostengünstig produziert werden. Großserienprozesse lassen sich mit der innovativen Montagezelle unter seriennahen Bedingungen qualifizieren. Die INTAKT-Bearbeitungszelle kommt in der Feinwerktechnik, der Aufbau- und Verbindungstechnik sowie in der Elektronik und Elektrotechnik zum Einsatz.

Ein weiteres Highlight stellt die kompakte Schweißstation TWISTER dar. Mit dem TWIST®-Verfahren haben die Aachener Forscher ein neuartiges, kompaktes und industrietaugliches Anlagenkonzept zum Laserschweißen von Kunststoffen entwickelt und qualifiziert. Es zeichnet sich im Gegensatz zu konventionellen Fügeverfahren durch seine höhere Prozessgeschwindigkeit und Flexibilität bei der Gestaltung von Schweißkonturen aus. Besonders eignet es sich daher für Klein- und Mittelserien, die einer schnellen Umrüstung bedürfen. Ein wichtiges Einsatzgebiet dieses Verfahrens ist die Mikrofluidik und die Medizintechnik, zum Beispiel für die Bearbeitung von Mikrotiterplatten und medizinischen Einwegprodukten. Zudem können sich Besucher eingehend über laserstrahlbasierte Prozesse für die Mikrostrukturierung, die Oberflächenfunktionalisierung sowie das Mikroauftragschweißen informieren.