Forschungsstandort Magdeburg ist nicht untergegangen. 16. IFF-Wissenschaftstage finden statt

Trotz Hochwasserkatastrophe:

(PresseBox) ( Magdeburg, )
Der Wissenschaftsstandort Magdeburg hat gekämpft. Tagelang hielten die Fluten der Elbe die Stadt in Atem. Noch ist die Gefahr nicht vorüber, doch die ersten Aufräumarbeiten beginnen bereits. Die Magdeburger Forschungseinrichtungen blicken nach vorn. Auch die Forscher des Fraunhofer IFF kehren in ihre Gebäude zurück und haben beschlossen: Die für den 18. bis 20. Juni geplanten IFF-Wissenschaftstage finden statt.

Das Hochwasser hat viele Regionen in Ost-, Süd- und Norddeutschland massiv getroffen. Besonders die Stadt Magdeburg war durch den historischen Höchststand der Elbe mit 7,48 Meter stark betroffen. Auch viele Forschungseinrichtungen, unter ihnen die Otto-von-Guericke-Universität und das Galileo-Testfeld-Sachsen-Anhalt, die Fachhochschule Magdeburg-Stendal, das Institut für Automation und Kommunikation ifak und das Fraunhofer IFF und sein »Virtual Training and Development Centre« (VDTC) im Magdeburger Wissenschaftshafen wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Doch trotz der starken Überschwemmungen ist die Wissenschaft in Magdeburg nicht untergegangen. Zu verdanken ist das nicht zuletzt den vielen Tausend freiwilligen Helfern und dem Einsatz der Feuerwehr, der Bundeswehr und des THW, die viele Tage bis zur Erschöpfung für die Verteidigung der Stadt gegen das Hochwasser gekämpft haben. Unter ihnen waren auch viele Studierende und Mitarbeiter der Magdeburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Ihnen allen gilt größter Dank.

Professor Jens Strackeljan, Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg: »Es war beeindruckend, mit welchem Einsatz und Engagement sowohl die Studierenden als auch die Mitarbeiter der Uni Magdeburg rund um die Uhr zur Stelle waren, um zu helfen, vor allem auch im Wissenschaftshafen, um größere Schäden an den dortigen Forschungsgebäuden zu verhindern. Es zeigt doch: die enge Kooperationen zwischen unseren Einrichtungen - bisher und hauptsächlich ja eher akademischer Natur - halten also auch Krisensituationen wie einem Hochwasser stand. Und das meine ich - angesichts der aktuellen Finanzdebatte um den Wissenschaftsstandort Sachsen-Anhalts - durchaus auch im übertragenen Sinne.«

Wissenschaftstage finden statt

Nach dem Abklingen des Flutscheitels und dem Sinken des Wasserpegels haben die ersten Aufräumarbeiten begonnen. Auch das vom Hochwasser umschlossene VDTC, einer der Veranstaltungsorte der vom 18. bis 20. Juni 2013 geplanten großen Wissenschaftskonferenz, den 16. IFF-Wissenschaftstagen, ist inzwischen wieder nutzbar. An der Beseitigung entstandener Schäden wird mit Hochdruck gearbeitet, um die reibungslose Durchführung der Fachkonferenz und sämtlicher Teilveranstaltungen sicherzustellen.

Als erste große wissenschaftliche Veranstaltung nach der Flutkatastrophe werden die IFF-Wissenschaftstage somit wie geplant stattfinden. Der mehrtägige Kongress wird u.a. in Kooperation mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg durchgeführt. Die Magdeburger Universität und das Fraunhofer IFF veranstalten gemeinsam die integrierte Fachtagung »Magdeburger Logistiktage«.

Professor Michael Schenk, Leiter des Fraunhofer IFF: »Nach einer wohl der größten Überschwemmungen, die Magdeburg je erlebt hat, steht die Zukunftssicherung heute an erster Stelle. Die Durchführung der IFF-Wissenschaftstage ist dafür ein wichtiges Zeichen. Forschung und Wissenschaft sind ein zentraler Bestandteil und das moderne Aushängeschild dieser Stadt, die sich in den letzten Jahrzehnten von einem anerkannten Industrie- zu einem international wahrgenommenen Forschungsstandort entwickelt hat. Das gilt es nun zu beweisen.«

Die Fachveranstaltungen der Konferenz widmen sich 2013 zentralen Forschungsfragen der Logistik, des Digital Engineering, der Mensch-Roboter-Kooperation und der modellbasierten Montageassistenz. Im Mittelpunkt stehen neue Lösungen und Entwicklungen, die besonders anwendungsnah sind. Der Blick der Veranstaltungen richtet sich dabei genauso auf innovative Zukunftsprojekte wie auf aktuelle Best-Practice-Beispiele. Über einhundert Vorträge und Workshops zeigen aktuelle Forschungsvorhaben und Projekte, die von Wissenschaftlern und Industriepartnern gemeinsam umgesetzt werden. Zu den insgesamt drei Fachtagungen der Wissenschaftskonferenz sowie den weiteren Workshops und Ausstellungen werden bis zu 500 Gäste und Referenten erwartet.
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