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Pressemitteilung BoxID: 438462 (Fraunhofer Institut LBF)
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Studenten im Rennfieber

Fraunhofer LBF unterstützt Team in der "Formula Student"

(PresseBox) (Darmstadt, ) Wo sonst Formel 1-Boliden ihre schnellen Runden drehen, kämpft auch der wissenschaftliche Nachwuchs um Meriten. Auf dem Hockenheimring gastiert vom 2. bis 7. August die Formula Student Germany. Mit am Start ist das Racetech Racing Team der TU Bergakademie Freiberg e.V., mit technischem Know-how unterstützt vom Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF.

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses steht weit oben auf der Agenda des Fraunhofer LBF. Das Racetech-Team aus Freiberg will theoretisches Wissen aus dem Studium praktisch anwenden und technisches Know-how erarbeiten. Für eine Steifigkeitsbewertung baten sie daher das Fraunhofer LBF, bei der Messung an unterschiedlichen Ausführungen von Radträgern mitzuwirken. Für das Racetech-Team applizierte das Institut an ausgewählten Stellen Dehnungsmessstreifen-Rosetten. Mittels einer nachfolgenden Messung in einem weiteren Institut konnten die Studenten einen Abgleich zwischen Berechnungs- und Messergebnissen vornehmen und damit eine zuverlässigere Auslegung späterer Radträger erreichen. In früheren Jahren hatte das Fraunhofer LBF bereits Studenten aus Darmstadt bei der Konstruktion ihres Fahrzeugs für die Rennen der Formula Student unterstützt.

Mit dem RTo5 genannten Fahrzeug geht in der Saison 2011 bereits der fünfte Freiberger Rennwagen bei drei Rennen der Formula Student an den Start. Eine Gruppe von 45 Studenten verschiedener Fachrichtungen, unter anderem aus Fahrzeugbau, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen, hat den Formelrennwagen RT05 seit Oktober 2010 selbstständig entwickelt. Bei der Entwicklung aller bisherigen Fahrzeuge legten die Studenten ein besonderes Augenmerk auf den Einsatz innovativer Werkstoffe. Alle Boliden besitzen als Innovationsträger und weltweites Alleinstellungsmerkmal eine aus Magnesiumblechen gefertigte Außenhaut.

Racetech Racing Team TU Bergakademie Freiberg e.V.

Gegründet wurde das Racetech Racingteam 2005. Nach zwei Jahren Entwicklungszeit nahm das erste Fahrzeug an der Rennserie Formula Student teil. In den Folgejahren brachten mehrfache Gewichtsreduzierungen, stark verbesserte Fahragilität und Motorleistung sowie gesteigerte Traktion immer bessere Ergebnisse. So wurde das Team 2008 mit dem DEKRA-Award für das am besten vorbereitete Auto für die technische Abnahme ausgezeichnet.

In der Saison 2010 mit der erstmaligen Teilnahme an drei Rennevents erreichte der RT04 mit dem neunten Platz der Gesamtwertung und dem ersten Platz bei der Businessplanpräsentation von 76 Teams die bisher besten Ergebnisse. In Österreich fuhr der RT04 auf den sechsten Platz von 22 Teams und in Italien platzierte er sich auf Rang sechs von 44 Teams. In der Weltrangliste gelangte das Team damit auf den 14. Platz von 477 internationalen Teams.

Das beste Konzept gewinnt

2010 nahmen 91 Teams aus 19 Nationen mit über 2000 Studenten an der "Formula Student Germany" teil. Wer bei dieser Rennserie gewinnen will, muss mehr bieten, als Schnelligkeit. Studentische Teams aus aller Welt konstruieren innerhalb eines Jahres nach einem vorgegebenen Reglement ihre eigenen Rennwagen, um dann in drei statischen und fünf dynamischen Disziplinen gegeneinander anzutreten. Eine Fachjury aus Motorsport sowie Automobil- und Zulieferindustrie beurteilt Konstruktion und Rennperformance, die Finanzplanung und die Verkaufsargumente. Gewonnen hat das Team mit dem besten Gesamtkonzept.

Fraunhofer Institut LBF

Mit ganzheitlicher Kompetenz in Betriebsfestigkeit, Adaptronik und Systemzuverlässigkeit entwickelt, bewertet und realisiert das Fraunhofer LBF unter Leitung von Professor Holger Hanselka gemeinsam mit dem assoziierten Fachgebiet Systemzuverlässigkeit und Maschinenakustik SzM an der TU Darmstadt im Team von rund 350 Mitarbeitern maßgeschneiderte Lösungen für alle Sicherheitsbauteile - vom Werkstoff bis zum System, von der Idee bis zum Produkt. Automobil- und Nutzfahrzeugbau, Schienenverkehrstechnik, Schiffbau, Maschinen- und Anlagenbau, Luftfahrt, Energietechnik und andere Branchen nutzen die ausgewiesene Expertise und modernste Technologie auf mehr als 17 000 Quadratmeter Labor- und Versuchsfläche.