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Pressemitteilung BoxID: 433593 (Fraunhofer Institut LBF)
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Nora Exel erhält Otto-Kienzle-Preis

Der Industrieverband Massivumformung e.V. vergibt Preis an Nachwuchsforscherin des Fraunhofer LBF

(PresseBox) (Darmstadt, ) Am 1. Juli überreichte der Vorstandsvorsitzende des Industrieverbands Massivumformung bei dessen Jahrestagung den Otto-Kienzle-Forschungspreis an Nora Exel vom Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt. Der Preis wird an Nachwuchskräfte verliehen, die durch ihre Mitarbeit in der Gemeinschaftsforschung in besonderem Maße zur Erarbeitung von Ergebnissen und deren praxisgerechter Umsetzung beigetragen haben. Er ist mit einem Preisgeld von 5.000 Euro verbunden.

Nora Exel wurde für Ihre Arbeit im Forschungsprojekt "Faserverlauf in AFP-Stählen" ausgezeichnet. Die bei dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden ein verbessertes, werkstoffgerechtes Design von Schmiedebauteilen ermöglichen. Konstrukteure können zukünftig den Faserverlauf bei der betriebsfesten Bemessung und Bauteiloptimierung einsetzen.

AFP-Stähle erfordern keine zusätzliche Wärmebehandlung und gestatten daher einen wirtschaftlichen Fertigungsprozess. Vor allem in der Fahrzeugindustrie erlangen AFP-Stähle deshalb eine steigende Bedeutung. Allerdings orientieren sich nichtmetallische Einschlüsse bei der Umformung der Stähle entsprechend dem Materialfluss. Dieser Faserverlauf bewirkt eine Richtungsabhängigkeit der Schwingfestigkeit.

Dank der Ergebnisse des Forschungsprojekts ist es nun möglich, den Einfluss des Faserverlaufs auf die Schwingfestigkeit bereits in die rechnerische Vorauslegung von Schmiedeteilen einzubeziehen. Dies führt in der Praxis zu einer zuverlässigeren und werkstoffgerechteren Bewertung von Bauteilen aus AFP-Stahl.

Zur Person:

Nora Exel wurde1981 in Darmstadt geboren. Nach dem Abitur studierte sie an der TU Darmstadt Bauingenieurwesen und war im Rahmen eines DAAD-Stipendiums für zwei Semester an der University of California in Berkeley. In den letzten beiden Studienjahren legte sie den Schwerpunkt auf den Bereich Stahlbau und insbesondere auf die Werkstoffmechanik. Nach dem Abschluss Anfang 2007 ist sie der Schwingfestigkeit und ihren Fragestellungen durch ihre Arbeit am Fraunhofer LBF treu geblieben.

Fraunhofer Institut LBF

Mit ganzheitlicher Kompetenz in Betriebsfestigkeit, Adaptronik und Systemzuverlässigkeit entwickelt, bewertet und realisiert das Fraunhofer LBF unter Leitung von Professor Holger Hanselka gemeinsam mit dem assoziierten Fachgebiet Systemzuverlässigkeit und Maschinenakustik SzM an der TU Darmstadt im Team von rund 350 Mitarbeitern maßgeschneiderte Lösungen für alle Sicherheitsbauteile - vom Werkstoff bis zum System, von der Idee bis zum Produkt. Automobil- und Nutzfahrzeugbau, Schienenverkehrstechnik, Schiffbau, Maschinen- und Anlagenbau, Luftfahrt, Energietechnik und andere Branchen nutzen die ausgewiesene Expertise und modernste Technologie auf mehr als 17000 Quadratmeter Labor- und Versuchsfläche.