Neue Testtechnologie LBF Rad-Straßensimulator erstmals vorgestellt

(PresseBox) ( Darmstadt, )
Im Rahmen der „8th International Users Conference on Biaxial Wheel Fatigue Testing” am 19.09.2007 in Darmstadt stellt das Fraunhofer LBF erstmals den neu entwickelten LBF Rad-Straßensimulator vor. Mit Hilfe des neuartigen Prüfstandskonzeptes können die Sicherheit und Lebensdauer von drehenden Fahrzeugkomponenten wie Räder, Naben und Lagern überprüft und bewertet werden. Die Neuerungen des Prüfstandes dienen vor allem der Optimierung neuer Konstruktionen, Werkstoffe, Fertigungsverfahren und Verbindungstechnologien unter Berücksichtigung mechanischer und thermischer Belastungsprofile.

„Mit dieser neuen Generation von Radprüfstand, die ganz in der Tradition der patentierten ZWARP-Prüfstände steht, können wir unseren Kunden eine weiter verbesserte Güte der Laborsimulation bieten.", sagt Rüdiger Heim, Leiter des Kompetenzcenters Rad, Nabe, Welle am Fraunhofer LBF. Der neue Rad-Straßensimulator zeichnet sich durch ein modulares Baugruppenkonzept, mit den Hauptmodulen Fahrwerk, Aktorik, vier lastgesteuerten Freiheitsgrade sowie variabel einstellbarem Radsturzwinkel aus.

Um Neuentwicklungen im Markt für Prüf- und Testtechnologien zu erörtern, bietet das Fraunhofer-Institut Kraft- und Nutzfahrzeughersteller sowie Zulieferern seit sechzehn Jahren ein Forum, um Trends in den Test- und Fertigungstechnologien mit Experten aus Europa, den USA und Südamerika zu diskutieren. Die Vorträge thematisieren unter anderem die Entwicklung von Lastprogrammen, die aktuellen Trends bei Fertigungsverfahren von reibschweißgefertigten und hochdruckgegossenen Rädern sowie auch kohlefaserverstärkten Kunststoffrädern.

Das Fraunhofer LBF gilt als Pionier des mehraxialen Lebensdauernachweis von Fahrzeugrädern und verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Betrieb von Prüfständen wie der „Zweiaxialen Rad/Naben-Versuchseinrichtung ZWARP“. Diese Art der Radprüfung ist heute, neben den für die Zulassung von Rädern teilweise gültigen Standardverfahren wie Roll- und Biegeumlaufprüfung, mittlerweile in die Werksnormen von Herstellern sowie Empfehlungen von Vereinigungen aufgenommen. Damit zählt es als Verfahren mit quasi-normativem Charakter, das weltweit bekannt und akzeptiert wird und sich zunehmend als internationaler Standard für mehr Sicherheit im Fahrzeugbau etabliert.
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