Welttag des Meeres am 8. Juni / "PET-Flaschen gehören nicht ins Meer! Effiziente Abfallentsorgung und Recyclingsysteme können Meeresverschmutzung reduzieren"

Das Forum PET tritt für die Ausweitung von Sammel- und Verwertungssystemen ein

Bad Homburg, (PresseBox) -
 Hauptaufgabe: Verhinderung des unkontrollierten Wegwerfens
 Bewusstsein für Problematik weltweit weiter stärken


Mit dem Welttag des Meeres machen die Vereinten Nationen am 8. Juni auf die Herausforderung des Schutzes der Ozeane aufmerksam – insbesondere auch auf die Vermüllung. Sinnbildlich für die Verschmutzung der Meere steht vielfach die PET-Flasche. Das Forum PET in der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. ist sich dieser globalen Problematik bewusst. Ein Lösungsansatz für die Verschmutzung durch PET-Flaschen sind funktionierende weltweite Sammel- und Recyclingsysteme.

„Effiziente Sammel- und Recyclingsysteme können das Littering reduzieren und sind damit eine Strategie gegen die Meeresverschmutzung", sagt Dr. Isabell Schmidt, IK-Referentin für Umwelt und Nachhaltigkeit im Forum PET. Dies sei aber bei weitem nicht die alleinige Lösung für das höchst komplexe Problem. Denn wenngleich PET-Flaschen auf Bildern besonders häufig zu sehen sind, stammt die Belastung in den Meeren aus den unterschiedlichsten Quellen – von ausgedienten Fangnetzen der Fischereiwirtschaft bis zum Abrieb von Autoreifen. So komplex die Ursachen sind, so vielschichtig müssen auch die Lösungen sein. Bei PET-Getränkeflaschen gilt es, den Materialkreislauf durch die Sammlung und das Recycling von PET-Getränkeflaschen weltweit weiter zu schließen.

In Deutschland zeigt die hohe Rückführungs- und Recyclingquote von PET-Flaschen, wie dem Littering entgegengewirkt werden kann: 98,8 Prozent der pfandpflichtigen PET-Getränkeverpackungen werden laut GVM-Studie1 von der Wertstoffsammlung erfasst, die meisten davon wirft der Verbraucher in die Pfandautomaten ein. Im Durchschnitt aller PET-Getränkeflaschen werden 95,7 Prozent getrennt vom Hausmüll gesammelt. Die Quote von recycelten PET-Flaschen liegt entsprechend hoch und beläuft sich insgesamt auf 93,5 Prozent. Die bepfandeten PET-Einwegflaschen weisen sogar einen Wert von 97,9 Prozent auf – ein Spitzenwert im internationalen Vergleich. Der Rest verbleibt nicht in der Landschaft oder auf Deponien, sondern wird energetisch verwertet. An der Ausweitung des Recyclings auf bisher schwer zu recycelnde PET-Verpackungen, wie Schalen und farbige PET-Flaschen, wird auf europäischer Ebene bereits mit Hochdruck gearbeitet.

Durch das hochwertige Recycling hierzulande steht wieder ein wertvoller Sekundärrohstoff zur Verfügung, der unter anderem auch für neue Flaschen gebraucht wird. Während das Recycling technisch problemlos möglich ist, stellen vor allem das Sammeln der Flaschen sowie die Bewusstseinsbildung viele Länder vor eine größere Herausforderung. Laut Studien gelangen nämlich etwa 80 Prozent aller Meeresabfälle vom Land ins Wasser. Mehr als die Hälfte dieser Abfälle produzieren allein fünf asiatische Länder.2 Mindestens drei Milliarden Menschen weltweit haben zugleich keinen Zugang zu kontrollierter Müllentsorgung.3

In Deutschland hat aus Sicht des Forum PET die Verabschiedung des neuen Verpackungsgesetzes durch den Bundestag im Mai ein positives Signal gesetzt. Die beschlossene Pfandpflicht für weitere Getränkearten sowie steigende Recyclingvorgaben für Verpackungsabfälle setzen wichtige Impulse zur Schließung der Wertstoffkreisläufe. Deshalb betont das Forum PET am Welttag des Meeres die Wichtigkeit effizienter Sammel- und Recyclingsysteme.

1 „Aufkommen und Recycling von PET-Getränkeflaschen in Deutschland 2015", GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH

2 Die fünf Länder sind: China, Indonesien, den Philippinen, Thailand, Vietnam / Stemming the Tide: Land-based strategies for a plastic - free ocean, S. 7, Ocean Conservancy and the McKinsey Center for Business and Environment

3 ISWA (2015): Global Waste Management Outlook, p. 52

Weitere Informationen unter: www.forum-pet.de

Forum PET im IK Industrieverband Kunststoffverpackungen e.V.

Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. (IK) vertritt als Bundesverband die Interessen der Hersteller von Kunststoffverpackungen und Folien in Deutschland und Europa. Das Forum PET in der IK informiert über Anwendungsspektrum, Eigenschaften, ökologische Optimierung und Recycling des Werkstoffs PET. Zu den Mitgliedern des Forums zählen international operierende Unternehmen aus der gesamten Wertschöpfungskette: PET-Hersteller, Preform- und Flaschenhersteller, Maschinenbauer, Verschlusshersteller, Getränkeabfüller und Recycler.

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