Leonhard Christoph Sturm im Netzwerk frühneuzeitlicher Gelehrsamkeit

Virtuelles Labor erschließt Sturms intellektuelle und soziale Biografie in der >res publica litteraria<

(PresseBox) ( Marbach am Neckar, )
Von welchen Autoren und Gedanken der Theologe und Mathematiker Leonhard Christoph Sturm sich beeinflussen ließ, was ihn prägte und mit welchen Zeitgenossen er in Kontakt stand, zeigt das neue virtuelle Labor ›Leonhard Christoph Sturm im Netzwerk der frühneuzeitlichen Gelehrsamkeit‹, das im Virtuellen Forschungsraum (VFR) des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel veröffentlicht wurde. Unter den Rubriken »Privatbibliothek«, »Ausleihen« und »Korrespondenz« werden die persönlichen Bücher Sturms und seine entliehenen Titel aus der herzoglichen Bibliothek in Wolfenbüttel sowie ausgesuchte Briefkontakte präsentiert. Dazu wurden bibliographische und bibliometrische Daten mit LibReTo erschlossen. Das Open Source-Tool LibReTo (Library Reconstruction Tool) wurde an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel entwickelt und ermöglicht es, strukturierte Bestandsordnungen abzubilden. Die darin erschlossenen Daten und die sozialen Relationen, wie sie Sturms Briefe zeigen, werden mit Hilfe eines multimodalen netzwerkanalytischen Ansatz untersucht – die Auswertung dauert an.

In der Projektlaufzeit werden die Datensätze angereichert und vervollständigt. Anhand von Sturms (möglicher) konsultierter Literatur, der Diskurse, in denen er sich zu Wort meldete und der Personen, mit denen er sich austauschte, sollen die Koordinaten bestimmt werden, die das intellektuelle, akademische, religiöse und soziale Profil dieses Mannes angeben.

Mit seinen Arbeiten zur Architekturtheorie gelangte Leonhard Christoph Sturm (1669–1719) im ausgehenden 17. und 18. Jahrhundert zu großem Ansehen. Acht Jahre unterrichtete der studierte Theologe und Mathematiker als Professor ›matheseos publicus‹ an der Ritterakademie Rudolph-Antoniana in Wolfenbüttel den adligen Nachwuchs, neun weitere wirkte er an der brandenburgischen Landesuniversität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Daneben kommentierte und veröffentlichte Sturm die umfangreiche Civilbaukunst (1699) von Nikolaus Goldmann und verfasste eigene Werke zur Architektur und Mathematik, später theologische Schriften.

Das Labor ›Leonhard Christoph Sturm im Netzwerk der frühneuzeitlichen Gelehrsamkeit‹ ist über folgenden Link zugänglich: https://vfr.mww-forschung.de/web/leonhard-christoph-sturm
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