Umfrage: Deutsche Mittelständler sehen viel Potenzial in Online-Finanzierungen

(PresseBox) (Berlin, )
Rund 90 % deutscher mittelständischer Unternehmen sind bei ihrer Finanzierung auf die Hausbank angewiesen
Fast die Hälfte sucht aktiv nach alternativen Finanzierungsquellen
60 % der Unternehmer sehen Online-Finanzierungen als innovative Form zukünftiger Unternehmensfinanzierungen, insbesondere auch aufgrund „eingebauter“ Marketing-Effekte
Allerdings ist das Wissen um Online-Finanzierungen noch nicht sehr breit



Der Bankkredit ist nicht genug: Die Mehrheit der deutschen Mittelständler ist an zusätzlichen, neuen Finanzierungsmöglichkeiten interessiert und rund die Hälfte sogar aktiv auf der Suche danach. Das ergab eine Studie der Online-Finanzierungsplattform Finnest.com, die sich auf Fundings für mittelständische Unternehmen spezialisiert hat. Bei der Umfrage in Zusammenarbeit mit Gapfish wurden Führungskräfte von mehr als 50 Unternehmen befragt, klassische Mittelständler, die jeweils Jahresumsätze im höheren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich aufweisen und über gute Bonitätsratings verfügen.

Wenig überraschend: Rund 78 Prozent aller befragten Unternehmen gaben an, innerhalb der letzten 5 Jahre Fremdkapital aufgenommen zu haben. Mit rund 90% ist der klassische Bankkredit dabei noch die dominierende Finanzierungsform. Gleichzeitig sind aktuell drei Viertel an weiteren, insbesondere neuen Finanzierungsquellen interessiert. 45 Prozent der Unternehmer sind sogar aktiv auf der Suche. „Das Ergebnis ist eindeutig: Der Bankkredit allein befriedigt den Kapitalbedarf und die geänderten Bedürfnisse zahlreicher Mittelständler nicht mehr “, erläutert Joerg Bartussek, ex-eBay Manager und Mitgründer von Finnest.com.

Ein Hauptgrund dafür: Etablierte Unternehmen empfinden die Abhängigkeit von den Banken inzwischen als zu groß. „So wie führende Unternehmen selbstverständlich bei Produktportfolios und Zulieferern differenzieren, so wollen sie verstärkt auch bei ihrer Finanzierung Alternativen nutzen und sind deshalb für neue Wege der Kapitalbeschaffung offen“, kommentiert Günther Lindenlaub, ex-Banker und der zweite Finnest.com-Gründer, das Ergebnis der Studie. Zu diesen neuen Finanzierungs-Standbeinen gehören verstärkt auch Online-Plattformen.

Beispiel Finnest.com: Die Plattform bringt gezielt etablierte, erfolgreiche Unternehmen mit Anlegern zusammen, wie kürzlich die Voelkel GmbH, den Marktführer bei Säften im Biohandel. „Die Finnest-Finanzierung von rund 1,5 Millionen Euro durch Kunden und Partner des Unternehmens ergänzt die bestehenden Kredite von Voelkel perfekt“, erklären die Finnest-Gründer. „Die Bilanzstruktur wird gestärkt und macht zukünftige Kredite einfacher.“

Online-Finanzierungen werden als innovative Form der Unternehmensfinanzierung wahrgenommen

Doch so offen die Mittelständler per se auch sind: Auf der Suche nach möglichen Finanzierungsalternativen wird Crowdinvesting als Option für etablierte Unternehmen bisher noch oft übersehen. Die Hälfte der Befragten geht nach wie vor davon aus, dass Finanzierungsplattformen eher etwas für Startups seien. Die Branche ist jedoch mittlerweile erwachsen geworden. „Unternehmen und Investoren erkennen, dass Crowdinvesting zunehmend zu einer seriösen und langfristig erfolgreichen Option für etablierte Mittelständler wird“, so Bartussek von Finnest.com.

Die Ergebnisse der Studie bestätigen das: Rund 60 Prozent der befragten Führungskräfte sehen in Online-Finanzierungen generell eine „innovative Form der Unternehmensfinanzierung“. Und immerhin 38 Prozent stimmen der Aussage zu: Eine Online-Finanzierung passt in den Finanzierungsmix größerer Unternehmen. Doch der Aufklärungsbedarf ist noch groß.

Hohes Marketing-Potenzial von Online-Finanzierungen noch nicht überall bekannt

„Online-Finanzierungen – wenn sie richtig gemacht sind – stärken nicht nur die Bilanzstruktur, sondern bieten zusätzliche Vorteile, die ein Bankkredit nicht leisten kann“, berichtet Joerg Bartussek. Dieser Meinung ist auch die Mehrheit der befragten Unternehmer: 78 Prozent der Geschäftsführer und Finanzverantwortlichen deutscher Mittelständler erkennen in Online-Finanzierungen wirksame Marketing-Effekte. Und 73 Prozent sagen, dass die Einbindung von Kunden (z.B. via Crowdinvesting) für sie ein „wichtiges oder sehr wichtiges“ Kundenbindungs-Tool ist.

Allerdings fehlt es noch an Erfahrung mit dieser innovativen Finanzierungsform. 22 Prozent der Führungskräfte geben an, nicht zu wissen, wie ihr Unternehmen Online-Finanzierungen auch zu Marketing-Zwecken nutzen kann. „Es ist wie damals mit dem Online-Banking“, sagt Finnest.com Co-Gründer Günther Lindenlaub. „Zuerst waren die Leute skeptisch. Heute kann man sich eine Welt ohne Online-Banking gar nicht mehr vorstellen.“

Doch immer mehr Leuchtturmprojekte zeigen, wie diese innovativen Finanzierungen auch zum hocheffektiven Marketinginstrument werden können. Es ist schlicht eine Frage der Zeit, bis auch traditionelle Unternehmen diese Kombination ganz selbstverständlich nutzen. Bartussek: „Schon jetzt kommen 60 Prozent einer Finanzierung bei uns aus dem Umkreis des Unternehmens, von Kunden, Geschäftspartnern oder Mitarbeitern. Diese wiederum berichten ihrem Umfeld von ‚ihrer’ Firma. Das ist modernes Word-of-Mouth Marketing“, so Bartussek. Darauf zu verzichten, sei ineffektiv. „Wenn ein Unternehmen seinen Anleger dann auch noch spezielle Konditionen auf Kundenkarten bucht, wird das richtig spannend“, berichtet der Finnest.com Mitgründer.

Große Investments bei Unternehmen beliebt, doch der Gesetzgeber zieht Grenzen

Die Studie zeigt auch, dass die Mehrheit der Unternehmer keinen Bedarf an kleinteiligen Transaktionen hat: Die Hälfte der Befragten gibt an, dass einzelne Investoren mindestens 1.000 Euro investieren sollten. Rund 42 Prozent setzen die Mindestanlage sogar bei 10.000 Euro an.

Die realen Zahlen stützen die Ergebnisse der Umfrage: Auf der Plattform Finnest.com beträgt aktuell der Durchschnitt 7.000 Euro pro Einzel-Investment. Eine wesentliche Einschränkung kommt dabei allerdings von gesetzlicher Seite: 10.000 Euro pro Einzel-Investment ist die gesetzliche Obergrenze. Hier herrscht eventuell ein Nachregulierungsbedarf.

Fazit: Viel ungenutztes Potenzial in der Online-Finanzierung

Die Nachfrage nach Alternativen zum klassischen Bankkredit ist im deutschen Mittelstand hoch. Online-Finanzierungen sind eine attraktive Lösung, da sie nicht nur die Bilanzstruktur stärken, sondern dank „integrierter“ Marketing-Effekte auch Nutzen über die reine Finanzierung hinaus schaffen. Dass diese Form der Finanzierung von etablierten Unternehmen noch nicht regelmäßig genutzt wird, liegt an ihrem innovativen Charakter. „Der Wunsch nach neuen Finanzierungslösungen ist da“, betont Joerg Bartussek, Co-Founder von Finnest.com.

Die aktuell erhobenen Daten zeigen aber, dass es den Unternehmen an Erfahrungswerten in diesem neuen, innovativen Bereich der Unternehmensfinanzierung fehlt. Der Finnest.com Gründer optimistisch: „Sobald sich ein breiteres Wissen um die umfangreichen Vorteile dieser Finanzierungsform durchgesetzt hat, wird sie schnell zu einem Standard im Finanzierungsmix mittelständischer Unternehmen werden. Dann sind Unternehmensfinanzierungen übers Internet so normal wie das Online-Banking.“

Finnest GmbH

Die Finnest GmbH mit Sitz in Wien ist ein in der gesamten DACH-Region tätiges Fintech-Unternehmen, das auf sechs Jahrzehnte Banking- sowie 25 Jahre Online-Erfahrung verweisen kann. Finnest bietet erfolgreichen mittelständischen Unternehmen eine attraktive Art der Finanzierung. Über Finnest.com, eine der modernsten Finanzierungsplattformen im deutschsprachigen Raum, sammeln Unternehmen regelmäßig hohe sechsstellige Summen ein. Das Durchschnittsinvestment pro Anleger beträgt aktuell rund 7.000 Euro.

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