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Pressemitteilung BoxID: 588859 (Fachverband Metall NW)
  • Fachverband Metall NW
  • Ruhrallee 12
  • 45138 Essen
  • https://www.metallhandwerk-nrw.de

Wirtschaftliche Lage verschlechtert sich weiter

(PresseBox) (Essen, ) Das Metallhandwerk kommt nicht heraus aus dem Tal der Tränen. Nach einem maßgeblichen Rückgang bereits zum Jahreswechsel hat sich die aktuelle wirtschaftliche Lage in den unterschiedlichen Bereichen des Metallhandwerks weiter eingetrübt.

Lediglich die Hälfte der Metallbauer und nur noch knapp 70% der Feinwerkmechaniker beurteilen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als befriedigend oder besser. Das sind jeweils zwanzig Prozentpunkte weniger als noch zu Beginn dieses Jahres. Hinzu kommt, dass sich auch der Auftragsbestand leicht verschlechtert hat, zum 31. März betrug dieser lediglich noch 8 Wochen. Zu diesen Ergebnissen passt die Einschätzung der Unternehmen, die annähernd zur Hälfte (knapp 47 %) eine Verschlechterung ihrer Situation konstatieren. Nur jedes fünfte Unternehmen konnte sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres verbessern. Auch sieht sich das Metallhandwerk einem sich verschärfenden Preiswettbewerb ausgesetzt. Gerade bei den feinwerkmechanischen Unternehmen hat sich der Anteil derjenigen Unternehmen nahezu halbiert, die von auskömmlichen bis guten Markpreisen berichten können. Im Metallbau ist die Lage stabiler.

Dieser Entwicklung zum Trotze, sind die Aussichten optimistisch: Mehr als die Hälfte der Metallbauer und immerhin noch jedes vierte feinwerkmechanische Unternehmen rechnen mit einer Verbesserung, während lediglich jeder zehnte Metallbauer und nur jeder zwanzigste Feinwerkmechaniker mit einer weiteren Verschlechterung der eigenen wirtschaftlichen Lage rechnen.

Nahezu unverändert ist die Investitionsneigung: Jeweils über 44 % der Metallbauer und Feinwerkmechaniker planen für das aktuelle Jahr. Investitionen in neue Maschinen, die EDV und den Fuhrpark stehen dabei ebenso auf der Agenda, wie Qualifizierungen des Betriebes und der Mitarbeiter.

Die gesamtwirtschaftliche Eintrübung spüren auch die Metaller, deren Befürchtungen bezüglich steigender Preise bei den Vorprodukten um fast 15 % zurückgegangen sind. Im Gegenzug sind jedoch die erkannten Herausforderungen auf den eigenen Absatzmärkten um 17% gestiegen. Hinzu kommt ein sich weiter verschärfender Preiswettbewerb, den immerhin zwei Drittel der Metaller als die zentrale Herausforderung für die kommenden Monate identifiziert haben. Trotz der Diskussion um den EURO und die jetzt gültigen Eigenkapitalregeln nach dem Basel III Abkommen, erwarten lediglich gut ein Zehntel der Metaller hier größere Probleme.

"Der lange Winter und die Eintrübung der Gesamtwirtschaft haben auch den Unternehmen des Metallhandwerks im ersten Quartal dieses Jahres zugesetzt. Bei vielen Unternehmen herrscht jetzt Erleichterung darüber, dass die vergangenen zwei Jahre die gerissenen Lücken aus der Wirtschaftskrise 2009 / 2010 wieder aufgefüllt haben, so dass die jetzt zum Teil anstehende Durststrecke gemeistert werden kann. Nichts desto trotz zeigt die aktuelle Umfrage erstmalig, dass gerade Investitionen in die betrieblichen Qualifizierungen - Stichworte sind hier natürlich die DIN EN 1090 für die Metallbauer und die DIN EN ISO 9001 für die feinwerkmechanischen Unternehmen - maßgeblich in die betrieblichen Investitionspläne aufgenommen wurden. Als Fachverband Metall NW halten wir zu beiden Themenblöcken ausreichend Unterstützungskapazitäten vor, sodass unsere Mitglieder hier voll auf die Unterstützung ihres Verbandes zählen können", kommentiert Stephan Lohmann, betriebswirtschaftlicher Berater beim Fachverband Metall NW, die Ergebnisse und insbesondere die Verschiebungen in den Investitionsplänen metallhandwerklicher Unternehmen.

Fachverband Metall NW

Der Fachverband Metall NW vertritt als Arbeitgeberverband in Nordrhein-Westfalen mehr als 3.400 mittelständische Unternehmen des Metallhandwerks. Mit rund 58.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund 6,3 Mrd. €, erwirtschaften die Unternehmen für annähernd 150.000 Menschen in NRW den Lebensunterhalt.