Metallhandwerk vom Abwärtstrend erfasst

(PresseBox) ( Essen, )
Das nordrhein-westfälische Metallhandwerks kann sich vom allgemeinen Wirtschaftstrend nicht abkoppeln - das ist die zentrale Erkenntnis aus den Ergebnissen des Konjunkturblitzlichtes zum Ende des dritten Quartals 2012. Mit einem Rückgang von 10 Prozentpunkten schätzte nunmehr nicht einmal die Hälfte der Unternehmen ihre aktuelle wirtschaftliche Situation als gut oder besser ein. Zugenommen um diese 10 Prozentpunkte haben diejenigen, die lediglich nicht einmal mehr von einer befriedigenden Situation sprechen.

Dieser sich schon zum Halbjahr ankündigende Trend geht einher mit einem sich weiter verschärfenden Preiswettbewerb, dessen Preisniveau jetzt wieder mehr als 50 % der Metaller als nicht mehr befriedigend bezeichnen. Jedes sechste Unternehmen spricht mittlerweile wieder von einem ruinösen Preiswettbewerb mit ungenügenden Preisen. Die schwierige Preissituation in den Absatzmärkten ist jedoch nur ein Ausdruck eines sich entwickelnden Absatzrückgangs. Jedes dritte Unternehmen befürchtet einen neu entstehenden Auftragsmangel, mittlerweise dreimal mehr als diejenigen, die eine Kreditklemme befürchten. Trotzdem sehen immer noch knapp 45 % der Metaller die Gefahr eines entstehenden Fachkräftemangels. Zu dem insgesamt durchwachsenen Konjunkturbild passen auch die Sorgen um steigende Lieferantenpreise (35,51 %) und weiter sinkende Kundenpreise (knapp 59 %).

Auch die Aussichten auf das Schlussquartal und darüber hinaus geben kaum Anlass, an eine schnelle Erholung zu glauben. Die Anzahl derjenigen, die eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation erwarten, hat sich auf annähernd 35 % fast verdoppelt. Nur noch jedes zehnte Unternehmen glaubt an eine Verbesserung. Das spiegelt sich auch in den Investitionsabsichten wieder. Nicht einmal mehr 40% der metallhandwerklichen Unternehmen planen für 2013 größere Investitionen - zum Ende des Vorquartals waren das immerhin noch fast 45 %.

"Das Metallhandwerk befindet sich zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich noch nicht in einer umfassenden Krise. Aber es ist den Unternehmen auch nicht gelungen, sich vom allgemeinen Trend der Wirtschaft abzusetzen. Wir erwarten, dass wir im Metallhandwerk noch ein gutes Jahr 2012 realisieren können - die Aussichten sind jedoch eher abwärts gerichtet. Es bleibt nur zu hoffen, dass es den Unternehmen in den letzten Jahren gelungen ist, die Folgen der letzten Krise zu überwinden und sich ausreichend finanzielle Spielräume für eine erneute Durststrecke zugelegt zu haben", kommentiert Stephan Lohmann, betriebswirtschaftlicher Berater beim Fachverband Metall NW die Ergebnisse des Konjunkturblitzlichtes.
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