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Pressemitteilung BoxID: 608857 (Fachverband Elektro- und Informationstechnik)
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Sind 2015 alle Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet?

(PresseBox) (Stuttgart, ) Sind 2015 alle Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet? Seit Langem schon setzt sich der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg (FV EIT BW) im Land für eine Rauchmelderpflicht auch in Privatwohnungen ein.

Bereits 2005 hatte der Fachverband zusammen mit dem Innenministerium, dem Landesfeuerwehrverband und der Sparkassenversicherung eine Rauchmelderaktion durchgeführt. Ziel der Aktion war neben der Brandvermeidung insbesondere privaten Endkunden Qualität von Produkten und Dienstleistung wie sie vom E-Handwerk angeboten werden, ins Bewusstsein zu bringen. Seither hat der Fachverband immer wieder auf die Gefahren bei Bränden hingewiesen. Deshalb wurde die von Grünen und SPD in den Landtag eingebrachte Änderung der Landesbauordnung nachdrücklich begrüßt.

Danach sollen beim Wohnungsbau Rauchmelder für Schlafzimmer und Flure schon bald zur Pflicht werden. Während es für Neubauten keine Übergangsfrist geben wird, wurde im Landtag bei der öffentlichen Anhörung zum Gesetzentwurf über mögliche Übergangsfristen für bestehende Wohnungen heftig debattiert. „Kurze Übergangsfristen sind vernünftig. Denn hier geht Sicherheit klar vor Bestandsschutz – zumal die Installation von Rauchmeldern kein Hexenwerk ist und auch den Geldbeutel nicht überlastet“, so Landesinnungsmeister Thomas Bürkle zu der von Fachverbandsvertretern beobachteten Sitzung.

Wie „Sonntag aktuell“ am 23. Juni 2013 vermeldete, haben sich die grün-roten Koalitionsvertreter mittlerweile auf eine Übergangsfrist bis 31. Dezember 2014 verständigt. Die Rauchmelderpflicht würde in Baden-Württemberg somit ab 2015 gelten. Der Landtagsausschuss für Verkehr und Infrastruktur will auf der Sitzung am 3. Juli 2013 die Änderung am Gesetzentwurf beschließen. Danach könnte das Gesetz vom Landesparlament endgültig beschlossen werden und zum 1. August in Kraft treten.

Für den Einbau der Warngeräte soll der Eigentümer verantwortlich sein und für die Betriebsbereitschaft der Mieter. Kontrollen oder Bußgelder bei Verstößen sind nach Zeitungsangaben nicht vorgesehen, ähnlich wie bei der Räum- und Streupflicht für Gehwege im Winter.

Auch wenn seit August 2008 nur noch zertifizierte Rauchmelder nach DIN EN 14 604 verkauft werden dürfen, sollte bei Erwerb eines Rauchmelders darauf geachtet werden, dass dieser neben dem CE-Kennzeichen zusätzlich mit einem VdS-Prüfzeichen versehen ist. Diese Geräte sind auf Funktions- und Störsicherheit geprüft und darüber hinaus ausreichend gegen Falschalarme durch Insekten und Lichteinfall geschützt. Zu beachten ist auch, dass Rauchmelder nur dann zuverlässig schützen können, wenn sie richtig installiert und gewartet wurden.

Den Einsatz höherwertiger Rauchmelder empfiehlt der Fachverband von Anfang an: Bei Billigprodukten aus dem Baumarkt müssen die Batterien regelmäßig kontrolliert werden, sonst ist die gewonnene Sicherheit schnell wieder verloren. Wohnungsinhabern rät Bürkle daher zu geprüften Geräten aus dem Fachhandel. Für große Wohnungen oder Häuser mit mehreren Etagen empfiehlt er zudem vernetzte Rauchmelder, die gemeinsam Alarm schlagen, sobald einer von ihnen Rauch wahrnimmt. Dadurch ließen sich zum Beispiel auch Dachgeschoss oder Keller mit überwachen.

Bezüglich der Installation und Wartung regelt die Deutsche Industrie-Norm DIN 14676 klar, welche Art von Meldern wo zu montieren sind und in welcher Weise eine Wartung des Gerätes erfolgen sollte. Die Einhaltung der Normen ist im E-Handwerk üblich und wird von uns auch nicht anders empfohlen."Sicherheit entsteht nur durch fachmännische Arbeit. Deshalb sind hier ganz klar die Fachbetriebe der E-Handwerke mit ihren qualifizierten Fachkräften gefragt – wer denn sonst?" so Bürkle.

Nebenbei generiert eine Rauchmelderpflicht in Baden-Württemberg rund 150 Millionen Euro an Umsatzvolumen im Südwesten. Auch wenn asiatische Produkte dabei einen Anteil von rund 50 Prozent ausmachen, kann dadurch Wirtschaft und Beschäftigung kräftig belebt werden.

Fachverband Elektro- und Informationstechnik

Der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg ist die Dachorganisation der 37 Elektro- bzw. Informationstechniker-Innungen im Land und vertritt als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband die Interessen von annähernd 7.500 Handwerksunternehmen der Elektrotechnik, der Informationstechnik und des Elektromaschinenbaus.

Die knapp 60.000 Beschäftigten der Branche erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von mehr als 8 Mrd. Euro.

Rund 4.330 junge Menschen werden derzeit in einem der attraktiven Ausbildungsberufe im Bereich Elektroniker/-in mit den Fachrichtungen "Energie- und Gebäudetechnik", "Automatisierungstechnik" und "Informations- und Telekommunikationstechnik", im Bereich Systemelektroniker/-in, im Bereich Elektroniker/-in für Maschinen und Antriebstechnik sowie im Bereich Informationselektroniker/-in mit den Schwerpunkten "Geräte- und Systemtechnik" bzw. "Bürosystemtechnik" zum Facharbeiter ausgebildet.

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