Konjunkturumfrage Frühjahr 2013: Unveränderter Fachkräfteengpass

Den Fachbetrieben im baden-württembergischen E-Handwerk gelingt es weiterhin nur sehr schwer, ihren bestehenden Fachkräftebedarf durch die Einstellung von Personal auszugleichen

(PresseBox) ( Stuttgart, )
Die Konjunkturumfrage des Fachverbandes Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg aus dem Frühjahr 2013 zeigt, dass aktuell 38,1 Prozent (Vorjahr: 39,2 %) der Betriebe entsprechende offene Stellen anbieten. 18,3 Prozent der Betriebe konnten in den vergangenen sechs Monaten über Einstellungen ihre Belegschaft aufstocken (Vorjahr: 20,3 %).

Gegenwärtige wirtschaftliche Situation

Die E-Fachbetriebe in Baden-Württemberg schätzen ihre gegenwärtige wirtschaftliche Lage noch überwiegend positiv ein. Rund 90 Prozent der Betriebe bewerten die gegenwärtige wirtschaftliche Lage mit gut oder befriedigend (Vorjahr 93,8 %). Festzustellen ist jedoch, dass knapp jeder 10. Betrieb die wirtschaftliche Situation als schlecht bewertet (Vorjahr: 6,2 %). Ins Bild passen auch die Angaben zur Umsatzentwicklung. 14,5 Prozent der Betriebe (Vorjahr: 12,5 %) berichten für den Handwerksbereich und 32,5 Prozent (Vorjahr: 21,5 %) für den Handelsbereich von rückläufigen Umsätzen. Auch im Zusammenhang mit dem vom statistischen Landesamt für das Jahr 2012 für die Branche ausgewiesenen deutlichen Umsatzrückgang (minus vier Prozent für das Elektrotechniker-Handwerk (Vorjahr: minus 1,4 %)) ist die leichte Eintrübung nachvollziehbar. Sicherlich spielen bei der Bewertung auch die im Südwesten bis in den Frühling anhaltenden winterlichen Witterungsbedingungen eine Rolle.

Auslastung der Betriebe

Ließen die Ergebnisse der Umfragen zum Auftragsbestand in der jüngeren Vergangenheit weitgehend auf gut ausgelastete Betriebe mit prallen Auftragsbüchern schließen, trifft diese Aussage im Frühjahr 2013 nicht mehr grundsätzlich zu. So verfügen 18,5 Prozent (Vorjahr: 14 %) der Betriebe nur noch über einen Auftragsbestand von bis zu zwei Wochen. Die Betriebe vermelden sowohl von Privat- als auch von Gewerbekunden spürbar rückläufige Auftragseingänge. Auch aus dem Bereich der öffentlichen Auftraggeber gilt es erneut Auftragsrückgänge 37,4 Prozent (Vorjahr 26,9 %) zu verzeichnen.

Einkaufspreise gestiegen

Weiterhin ungünstig für die E-Handwerksbetriebe ist die Situation bei den Einkaufspreisen. So verweisen aktuell 80 Prozent der befragten Unternehmen auf gestiegene Preise (Frühjahr 2012: 75,6 %). Unverändert ist es den Betrieben überwiegend nicht möglich, die gestiegenen Einkaufspreise unmittelbar an den Markt weiterzugeben, lediglich 30,9 Prozent (Vorjahr: 33,9 %) der Betriebe gelingt dies durch höhere Angebots-/Verkaufspreise.

Dies dürfte sich zweifellos auch bei der Bewertung der wirtschaftlichen Ergebnisse der Betriebe am Jahresende negativ bemerkbar machen.

Ausblick

Die Prognosen der Betriebe für das Jahr 2013 sind verhalten optimistisch. 75,1 Prozent der Betriebe (Frühjahr 2012: 75,4 %) gehen von einer gleichbleibenden Geschäftslage aus, 15 Prozent (Frühjahr 2012: 15,9 %) erwarten Verbesserungen. Für die Beschäftigtensituation zeichnet sich allerdings eine etwas pessimistischere Einschätzung gegenüber dem Vorjahr ab - so rechnen 8,1 Prozent der Betriebe mit sinkenden Beschäftigtenzahlen, was fast eine Verdopplung des Vorjahreswertes bedeutet (4,8 %).
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