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Pressemitteilung BoxID: 116117 (Fachverband Biogas e.V.)
  • Fachverband Biogas e.V.
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Entwurf zum EEG Erfahrungsbericht 2007 setzt falsches Signal für Biogasvergütung

(PresseBox) (Freising, ) Mit Erstaunen reagierte der Präsident des Fachverbandes Biogas e.V., Josef Pellmeyer, auf die Empfehlungen des vom Bundesumweltministerium am Donnerstag vorgelegten Erfahrungsberichts zum EEG: „Die Gutachter analysieren die Situation der Branche weitgehend realistisch. Es ist aber nicht nachvollziehbar, warum vom Bundesumweltministerium empfohlen wird, die Vergütung durch Absenkung der Grundvergütung faktisch zu reduzieren. Wie kann es sein, dass diese und andere Studien die wirtschaftliche Situation der Biogasanlagenbetreiber aufgrund der drastisch gestiegenen Rohstoffpreise als kritisch einstufen, das Umweltministerium aber jetzt vorschlägt, die Jahresvergütung einer durchschnittlichen Biogasanlage um rund 10.000 Euro zu kürzen. Das ist das völlig falsche Signal für die noch junge Branche“

Ausdrücklich begrüßt der Fachverband Biogas e.V. die vorgesehene Erweiterung des Anwendungsbereichs des „Kraft-Wärme-Kopplungs“- (KWK) Bonus auf die sogenannten Altanlagen wie auch dessen dringend notwendige Aufstockung. Diese kann allerdings selbst in sehr günstigen Situationen die Kürzung der Grundvergütung nicht kompensieren. Als positiv bewertet der Verband außerdem die vorgesehenen Präzisierungen in Bezug auf die Nutzwärme und eine verbindliche Positiv- und Negativliste, wie Sie vom Fachverband Biogas e.V. bereits erarbeitet wurde und sich in der Praxis bewährt hat.

„Die generell positive Bewertung der Biogasnutzung im Erfahrungsbericht und die nach erster Durchsicht realistische Analyse der Branchensituation ist erfreulich“, meint der Geschäftsführer des Biogas-Verbandes, Claudius da Costa Gomez. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass der volkswirtschaftliche Nutzen des EEG schon heute die Kosten deutlich übersteigt. Umso unverständlicher ist daher die geradezu zwanghafte Vorgabe, so da Costa Gomez weiter, alle vermeintlichen Mehrkosten durch Senkungen an anderer Stelle im Gesetz zu kompensieren. Dieses Vorgehen stehe im klaren Gegensatz zu den politischen Zielsetzungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien, die noch in dieser Woche auf dem Energiegipfel der Bundeskanzlerin bekräftigt wurden.

Das novellierte EEG soll voraussichtlich Anfang 2009 in Kraft treten. Eine lebhafte Diskussion vieler Detailfragen ist in den nächsten Monaten zu erwarten.

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