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Pressemitteilung BoxID: 238466 (Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel)
  • Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
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"Intelligente-Gebäude-Energie-Systeme": FH und regionale Unternehmen forschen gemeinsam

(PresseBox) (Wolfenbüttel , ) Im Rahmen des gesetzlichen Auftrags von Fachhochschulen zu Forschungsleistungen ist die Förderung von Forschungs- und Entwicklungskooperationen ein zunehmend wichtiger Aspekt. Er trägt zur Stärkung der Wirtschaftskraft insbesondere in der jeweiligen Region bei. Jüngstes Beispiel an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel ist das Forschungsvorhaben "Intelligente-Gebäude-Energie-Systeme (IGES)", das vom Institut energieoptimierte Systeme am Fachbereich Versorgungstechnik durchgeführt wird.

Partner des vom Land Niedersachsen und von der Europäischen Union geförderten EFRE-Projekts (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) an der FH sind die Stadtwerke Wolfenbüttel GmbH und die Firma SOWIWAS - Handels GmbH. Die Kooperationsvereinbarungen sind inzwischen von Projektleiter Prof. Dr. Ekkehard Boggasch und den Geschäftsführern Ulrich Sobotta (Stadtwerke) und Heiko Hilmer (SOWIWAS) unterzeichnet worden. "Ebenfalls beteiligt ist das Institute of Energy and Sustainable Development der renommierten englischen De Montfort University Leicester", berichtet Professor Dr. Boggasch.

Für die Durchführung des Projekts steht eine Fördersumme von 132.930 Euro zur Verfügung. Ziel des Projekts ist die Steigerung der Effizienz eines Verbundbetriebes von regenerativen Mikro-Energieerzeugern für den Gebäudebereich - wie zum Beispiel Stadtwerke, sonstige Lieferanten und Abnehmer regenerativer und erneuerbarer Energien. "Um das Projektziel zu erreichen, werden wir uns intensiv mit den Themen der Energiebereitstellung, der Energiespeicherung, der Regelung sowie der Integration von Mikro-Erzeugern in das Gebäudesystem auseinandersetzen", so Boggasch. Vorrangig soll eine Untersuchung von dezentralen regenerativen Energiesystemen zur Nutzung in Wohngebäuden, größeren Liegenschaften sowie kleinen Siedlungseinheiten erfolgen. Ein anzustrebendes Merkmal solch eines Anlagenverbundes soll der Ausgleich durch den Einsatz von Speichern und die wechselnde Erzeugerleistung der regenerativen Energiequellen sein. Ein Energieaustausch mit dem Versorgungsnetz soll in Kooperation mit dem Energieversorger erfolgen. "Erst wenn ein Bedarf, sei es innerhalb des Gebäudes oder im Versorgungsnetz, entsteht, soll eine definierte Energiemenge ausgetauscht werden. Das Gebäude wäre so auch über weite Zeitbereiche als energieunabhängig anzusehen", erklärt Boggasch. Für die Interaktion ist ein intelligentes Management erforderlich, das die Regelung des Systems übernimmt. Die einzelnen Komponenten des regenerativen Anlagenverbundes sind zu einem verteilten System vernetzt. Dabei wird ein standardisiertes Bussystem aus der Gebäudeautomation eingesetzt, das eine ganzheitliche Betrachtung des Gesamtsystems, eines sogenannten "Intelligenten-Gebäude-Energie-Systems" IGES, ermöglicht. "Unsere gemeinsamen Forschungsaktivitäten unterstreichen die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft", sagt Ulrich Sobotta von den Stadtwerken Wolfenbüttel. Für Heiko Hilmer, SOWIWAS - Handels GmbH, ist ein weiterer Aspekt das Thema Klimawandel: "Es ist höchste Zeit, dass die Nutzung unterschiedlicher Energiequellen sowie die daraus resultierende Versorgung mit fossilen, regenerativen und erneuerbaren Energien aufeinander abgestimmt wird. Hier wird uns das Forschungsprojekt sicherlich weitere, neue Erkenntnisse bringen." Informationen im Internet unter www.fh-wolfenbuettel.de/Aktuelles