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Pressemitteilung BoxID: 237068 (Fachhochschule Bingen)
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Netzwerk Schule-Hochschule floriert

Schüler aus der Region für Schnuppertag Mathematik und Schülerlabor an der FH Bingen

(PresseBox) (Bingen, ) Das Bemühen der Fachhochschule Bingen um eine stärkere Vernetzung mit den Schulen der Region trifft dort auf rege Resonanz. Vergangene Woche waren 100 Schüler von fünf Berufsoberschulen der Region zum Schnupperkurs Mathematik bei Professor Dr. Dieter Kilsch zu Gast und in dieser Woche werden 24 Schüler des Stefan-George-Gymnasiums (SGG) im Biotech-Labor der FH mit Professorin Dr. Marianne Krefft Versuche zur Gentechnik durchführen. An einem Modellbakterium üben die Schüler die Übertragung eines fremden Gens und erfahren anschließend bei Professorin Dr. Antje Krause, wie in der Bioinformatik die Ergebnisse der Labortests am Computer für Analysen und Diagnosen aufbereitet werden. Diese Verknüpfung von schulischem Lernstoff und praxisrelevanter Umsetzung verfolgt auch Mathematik-Professor Kilsch in seinem Schülerkurs. Er will mit den Schülern schulischen Unterrichtsstoff vertiefen und mit Lösungsansätzen und Anwendungsfeldern der Mathematik Interesse an dieser Schlüsseldisziplin wecken. Noch anwendungsbezogener wird er dann Mitte Februar in seinem Workshop "Seilkurve" mit besonders pfiffigen SGG-Schülern arbeiten. Am Beispiel der Berechnung der Kurve eines durchhängenden Seils wird Theorie - konkret: Differentialgleichungen mit hyperbolischen Funktionen - zur Lösung konkreter Probleme des technischen Alltags angewandt. "Wir wollen mit solchen Aktionstagen für technische und naturwissenschaftliche Studiengänge begeistern und zeigen, wie spannend die von manchen ungeliebte Mathematik sein kann, die ja Grundlage aller technischen Berufe ist", so Kilsch. Nach der positiven Erfahrung aus der Binger Nacht der Wissenschaft arbeitet er nun zum ersten Mal mit Oberstufenschülern.

"Der Ausbau unserer Kontakte zu den Schulen in der Region liegt mir sehr am Herzen", bekennt Professor Dr. Klaus Becker, als FH-Vizepräsident verantwortlich für den Bereich Studium und Lehre. Der regelmäßige Austausch mit den Lehrern und das Interesse an Schnuppertagen für Schüler zeige, dass davon Schüler, Lehrer und die Hochschule profitieren: Schüler entwickeln bei solchen Labortagen ein Gefühl für die praktische Umsetzung des theoretisch erarbeiteten Stoffs unter Laborbedingungen, die es an der Schule nicht gibt. Die FH will Schüler vor Ort zu einem technischen oder naturwissenschaftlichen Studium motivieren und berufliche Perspektiven aufzeigen. Deshalb will Becker künftig solche Angebote noch ausbauen, wenngleich die Durchführung bei knapper Personaldecke und hoher Studentenzahl der FH nur in der vorlesungsfreien Zeit und mit großem Idealismus der eingebundenen Kollegen realisierbar ist.