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Pressemitteilung BoxID: 589040 (Fachhochschule Aachen)
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Projekt pro8: Ein roter Faden für eine ausgezeichnete Lehre

(PresseBox) (Aachen, ) Im jüngsten Ranking der Wirtschaftswoche landet die FH Aachen im Fach Maschinenbau auf dem ersten Platz unter den deutschen Fachhochschulen. Jetzt will der Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik einen weiteren Schritt hin zu einer Verbesserung der Lehre machen.

Am Freitag wurden die Sieger im Studierendenwettbewerb pro8 ermittelt. Hatten die Teams in den Vorjahren noch eine Aufgabenstellung aus der Industrie bekommen, so fungierte diesmal der Fachbereich selbst als Auftraggeber: Gesucht wurde ein Produkt, das sich zukünftig wie ein roter Faden durch die Curricula der Studiengänge ziehen soll. In gemeinsamer Arbeit von Professorinnen und Professoren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Studierenden soll ein verbindendes Element geschaffen werden - das gilt für die grundständigen Fächer wie Mathematik, Physik oder Mechanik, aber auch für Werkstoffkunde, Datenverarbeitung oder Betriebswirtschaft.

Dabei waren die Vorschläge der 18 Studierenden- und drei Schülerteams, wie solch ein Fachbereichsprodukt aussehen könnte, durchaus unterschiedlich. Die Sieger, das Team von Karen Barrios Büchel, Andreas Hoven, Niklas Loosen, Lucas Moeller, Markus Zimmer, Wolfram Sykora und Wolfgang Lübbering, entwickelte den PathCrawler, einen Expeditionsroboter, der an eine Spinne erinnert. Mit sechs Beinen und zwei Armen ausgestattet, könnte er etwa in Erdbebengebieten zum Einsatz kommen, um Verletzte und Verschüttete aufzuspüren. In seiner Präsentation verwies das Team darauf, dass man anhand dieses Produkts auch komplexe technische Zusammenhänge erarbeiten könne. Das siegreiche Schülerteam - Sunny Singh, Jessica Wintz, Dominik Lopez Rodriguez, Niklas Schuster, Henning Neumann, Anne Clemens und Marco Judisch - hatte mit seinem "Triple E-Bug" eine ähnliche Idee verfolgt. Weitere Ideen waren ein elektrounterstütztes Fahrrad, eine Cocktailmaschine oder ein 3D-Drucker.

"Wir bieten pro8 jetzt zum sechsten Mal an", sagt die Koordinatorin des Projekts, Prof. Dr. Martina Klocke, "es ist ein wichtiger Bestandteil des Studiums, weil es die Teamfähigkeit und die Problemlösungskompetenz fördert". Das beginnt schon bei der Aufgabenstellung, denn die Teilnehmer müssen in einem ersten Schritt Pflichtenhefte erstellen - es geht also darum, die verschiedenen Aspekte der Aufgabe zu erfassen und sich realistische Ziele zu setzen. Es folgt klassische Entwicklungsarbeit, wobei die Teilnehmer auch hier die Umsetzbarkeit und das Projektmanagement immer im Auge behalten müssen. Der letzte Schritt ist schließlich die öffentliche Präsentation. Damit wird im Projekt pro8 ein Produktionsprozess realitätsnah abgebildet - von der Konzeption über die Entwicklung bis hin zum Vertrieb, immer mit Blick auf das Interesse des Auftraggebers, immer mit Sinn für das Machbare.

Die Teilnehmer hatten eine Woche Zeit, um die Aufgabe zu lösen. Insgesamt traten 21 Teams an, neben 18 Studierendenteams waren auch drei Gruppen mit Schülern aus sieben Schulen in der Aachener Region dabei. Jedes Team bestand aus sechs bis acht Teilnehmern. Die Studierenden stammen aus den Studiengängen Maschinenbau und Mechatronik (jeweils 4. Semester) sowie Wirtschaftsingenieurwesen (6. Semester). Alle Gruppen wurden von einem Tandem aus je einem Fach- und Teamcoach betreut. "Die Aufgabe der Coaches ist es, die Arbeit der Teams zu beobachten und bei Bedarf zu beraten", erklärt Prof. Klocke. Die Fachcoaches stammen aus dem Fachbereich, die Teamcoaches sind Sozialpädagogen von der Katholischen Hochschule NRW in Aachen. Letztere sollten vor allem ein Auge auf die Zusammenarbeit der Studierenden im Team haben. "Wir haben darauf geachtet, dass die Teams ausgewogen besetzt sind", sagt die Koordinatorin. Aufgabe der Coaches sei es, den Mitgliedern einen Weg aufzuzeigen, wie sie ihre unterschiedliche Stärken und Begabungen zum Wohle des Teams einsetzen könnten.