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Pressemitteilung BoxID: 590490 (Fachhochschule Aachen)
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Praktisch vorprogrammiert - FH nimmt am RoboCup 2013 teil

(PresseBox) (Aachen, ) Völlig autonom holt sich einer der Roboter einen roten Puck, ein sogenanntes Halbzeug, manövriert ihn von einer "Maschine" zur nächsten und gibt ihn schließlich am Ausgang wieder ab. Was vom Bild her einem überdimensional großen Kicker ähnelt, ist in Wahrheit das Spielfeld für ein Logistik-Szenario, einer Liga des RoboCups. Spielidee ist, die Roboter verschiedene Logistik-Aufgaben in einem Produktionsprozess lösen zu lassen. Vom 26. bis 28. April geht es in Magdeburg bei den RoboCup German Open in die nächste Wettkampfrunde. Eine Gruppe aus FH- und RWTH-Studierenden hat in den letzten Wochen und Monaten die Vorbereitungen für eine Teilnahme an der Logistik-Liga getroffen.

"Der RoboCup ist eine Zukunftswerkstatt", erklärt Prof. Dr. Alexander Ferrein, der am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der FH Aachen unter anderem die Robotik lehrt und selbst schon viele Mal mit einem studentischen Team an diesem Wettbewerb teilgenommen hat. "Studierende programmieren Roboter, die in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten. Dabei geht es vor allem darum, Lösungen für Probleme zu finden, die auf die echte Welt, also auf die Industrie übertragbar sind." Die Logistik-Liga wurde mithilfe des Unternehmens Festo in Süddeutschland als neue Disziplin in den RoboCup integriert. Ende Februar hatten die Studierenden bereits die Möglichkeit, dieses Szenario eine Woche lang in den Hallen von Festo zu testen. Mit dabei waren die beiden FH-Studenten Florian Nolden und Tobias Neumann. "Es macht Spaß, das ganze System praktisch auszuprobieren", sagt Nolden, der derzeit seinen Master in Informatik macht. "Wir programmieren etwas und erhalten sofort eine Rückmeldung, ob es geklappt hat oder nicht." "Dadurch sind Erfolgserlebnisse praktisch schon vorprogrammiert", ergänzt sein Kommilitone schmunzelnd. Die Studierenden sammeln so spielerisch wertvolle Berufserfahrung. "Wir erleben die Vierte Industrielle Revolution", sagt Prof. Ferrein. "In der Industrie geht es nicht mehr um Massenproduktion, vielmehr werden Produkte auf den Kunden zugeschnitten und nach seinen Wünschen entwickelt." Für nahezu jedes Teil, das man heute fertigt, müsse eine eigene Maschine gebaut werden. Die mobile Robotik sei daher ein großer Zukunftssektor mit besten Berufsaussichten.

Nach den German Open im April findet in der letzten Juni Woche der eigentliche RoboCup 2013 statt. 4000 Teilnehmer aus über 40 Nationen werden dann nach Eindhoven kommen, um in der Logistik-Liga oder in den Ligen Service- und Humanoide Robotik gegeneinander anzutreten. Zur Einstimmung auf dieses Ereignis möchte das RoboCup-Team der Uni Eindhoven im Mai nach Aachen kommen und das Können ihrer Roboter der Öffentlichkeit demonstrieren.