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Pressemitteilung BoxID: 592592 (Fachhochschule Aachen)
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Gleichberechtigt? Selbstverständlich. Lesung mit Lore Maria Peschel-Gutzeit

(PresseBox) (Aachen, ) Ist die Gleichberechtigung eine Selbstverständlichkeit? Ja. Und das ist auch ihr Verdienst: Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit hat in ihrer Laufbahn als Richterin, Justizsenatorin und Mitglied der Verfassungskommission mit dafür gesorgt, dass die Rechte der Frauen nicht nur in Gesetzen und Verordnungen, sondern auch in der Lebenswirklichkeit angekommen sind. In ihrem Buch "Selbstverständlich gleichberechtigt" schildert sie, welche Hürden dabei zu überspringen, welche Gräben zuzuschütten waren. Am Dienstag, 7. Mai, 19.30 Uhr liest sie an der FH Aachen, Eupener Straße 70, Großer Hörsaal, aus ihrem Buch.

Ist die Gleichberechtigung eine Selbstverständlichkeit? Nein. Noch immer ist der Anteil weiblicher Führungskräfte verschwindend gering, noch immer werden Frauen bei gleicher Arbeit schlechter bezahlt als Männer. Viele Frauen bleiben trotz hoher Qualifikation im Berufsleben auf der Strecke. Das ist nicht nur beklagenswert für sie selbst - "es ist eine wirtschaftliche und soziale Bankrotterklärung", sagt die Autorin.

Sachlich und klar, selbstbewusst und mutig, dabei niemals unhöflich: So kämpft Lore Maria Peschel-Gutzeit seit vielen Jahren dafür, dass Frauen eine gleichberechtigte Stellung in der Gesellschaft zukommt. Der Grundstein dazu wird in der Erziehung gelegt: "Man muss sie ermutigen, ermutigen, ermutigen; ihnen Zuversicht, Selbstbewusstsein und ein gesundes Selbstwertgefühl einimpfen - damit wir eines Tages endlich in einer Gesellschaft leben, in der sich jeder der Gleichwertigkeit aller Menschen und beider Geschlechter bewusst ist, und damit Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen herrscht."

In den Sechzigern brachte Dr. Peschel-Gutzeit ein Gesetz mit auf den Weg, das die Einführung von Teilzeitarbeit und Familienurlaub für Beamte und Beamtinnen - und damit die Möglichkeit, Familie und Beruf zu kombinieren - möglich machte. In die deutsche Rechtsgeschichte ging das Gesetz als "Lex Peschel" ein. Im Rückblick sagt sie: "Mein Weg ist eher die stille, aber unbeirrte Revolution, deshalb bin ich wohl keine Feministin im Sinne der Frauenbewegung der siebziger Jahre." Ihre persönliche Geschichte ist auch die Geschichte eines Nachkriegsdeutschlands, das sich aus den Trümmern aufgerappelt hat und einen großen gesellschaftlichen Wandel durchlaufen hat.