IT-Outsourcingmarkt 2010 - wieder Wachstum erwartet

(PresseBox) ( Ismaning, )
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- Zufriedenstellendes Marktumfeld für IT-Outsourcing
- Zunahme der Anzahl Deals erwartet bei abnehmendem Volumen und kürzeren Laufzeiten
- Zuwendung zur Auslagerung von einzelnen Funktionen

Der deutsche IT-Outsourcing-Markt muss im laufenden Jahr 2009 Einbußen hinnehmen. Um knapp ein Prozent schrumpft der Markt nun auf knapp 17 Mrd. Euro. Aber schon in 2010 ist wieder mit einem Wachstum zu rechnen, wenn auch nur in geringem Umfang. Begünstigt ist dieser Markt durch die zunehmend offenere Haltung vieler Unternehmen gegenüber der Auslagerung von IT, aber auch dem weiteren Zwang, Kosten einzusparen. Dies gilt in vielen Unternehmen immer noch als wichtiger Aspekt, das Thema IT-Outsourcing erstmalig anzugehen.

Wie schon in 2008 ist die aktuelle Situation im Outsourcing-Markt durch eine hohe Zahl an Neuverträgen und Renewals und durch eine hohe Angebotsvielfalt geprägt, beobachtet Andreas Burau, Research Director bei der Experton Group. Die Anzahl der Vertragsabschlüsse in Deutschland für 2009 kann auf ca. 800 Deals taxiert werden. Der Fertigungs- und der Finanzsektor sind dabei am häufigsten vertreten. Die Anzahl der Abschlüsse der Banken und Finanzdienstleister haben sich in 2009 allerdings aufgrund der wirtschaftlichen Situation fast halbiert. Ansonsten verteilen sich die Abschlüsse mittlerweile auf alle Branchen in einem einstelligen Prozentbereich, d.h. IT-Outsourcing ist in Unternehmen aller Branchen angekommen. Auch die Verteilung nach Umsatzvolumen fällt relativ gleichmäßig aus, allerdings vornehmlich in den unteren Umsatzklassen. Verträge bzw. Abschlüsse mit mehr als 100 Mio. Euro oder gar über 1 Mrd. Euro sind nur ganz vereinzelt bzw. gar nicht festzustellen gewesen. Hinsichtlich der einzelnen Segmente dominieren klar die Bereiche Infrastruktur-Outsourcing und Applikations-Management. Der BPO-Markt hingegen ist 2009 stark eingebrochen. Nur wenige Unternehmen haben die komplette Auslagerung von Personal-, Finanz-, Beschaffungs- oder anderen Prozessen in Angriff genommen.

Für 2010 erwartet die Experton Group wieder ein leichtes Wachstum von 2,5 Prozent für den deutschen Outsourcing-Markt. Diese Annahmen basieren zum einen auf den konkreten Planungsabsichten der Anwenderunternehmen, die Experton Group regelmäßig befragt, zum anderen auf der Beobachtung, dass die Zurückhaltung dem Thema gegenüber zunehmend nachlässt und der anhaltende Kostendruck die Option Outsourcing in den Fokus vieler Geschäfts- und Finanzleitungen rückt. "Ebenfalls ist das Renewal-Geschäft sehr stabil, knapp 90 Prozent der Unternehmen führen ihre Verträge weiter bzw. bauen sie aus, 70 Prozent mit demselben Dienstleister", weiß Heinz Schick, Senior Vice President Outsourcing der Experton Group, zu berichten. Doch dieses sollte nicht ungeprüft geschehen! So entwickelt sich das Outsourcing-Business kontinuierlich weiter und bestehende Verträge, SLAs und auch Preise müssen zumindest bei der Neuverhandlung überprüft werden. "Besonders vorsichtig sollte man sein, wenn ein Outsourcer eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit deutlich günstigeren Preisen anbietet - da ist dann meistens etwas faul!", pointiert Berater Schick die Praxis einiger Outsourcer. Die Experton Group kann hier mit wirklich neutraler Beratung, startend mit Scoping Workshops, über Outsourcing Readiness Assessments bis hin zu Coaching bei Vertragsverhandlungen und Preis-/Leistungs-Benchmarks, helfen.

Konkret erwartet die Experton Group für 2010 in Deutschland ca. 350 Neuabschlüsse bzw. Erstverträge und ca. 550 Erweiterungsverträge und Renewals. Damit kann der Markt in Sachen Dealanzahl um mehr als 100 Abschlüsse zulegen. Es ist allerdings zu bedenken, dass der Trend zu kleineren Umsatzgrößen und zu kürzeren Vertragslaufzeiten einem größeren Zuwachs des Gesamtumsatzes des Outsourcing-Marktes entgegenwirkt.

Der BPO Markt wird 2010 wieder mehr Abschlüsse gegenüber dem Vorjahr verzeichnen können. Allerdings werden Unternehmen immer weniger komplette Prozesse bzw. Prozessketten auslagern, sondern einzelne Funktionen, z.B. die Spesenabrechnung im Bereich Personalwesen oder einzelne Finanzfunktionen.

Die Auslagerung der Infrastruktur und der Applikationen wird sich dagegen weiterhin auf hohem Niveau bewegen, sowohl die Absicht Erstverträge als auch Erweiterungsdeals abzuschließen, werden bereits beobachtet.

IT as a Service oder Cloud Computing spielt im Zusammenhang mit Outsourcing bislang noch eine untergeordnete Rolle, wird aber mit zunehmender Reife des Marktes in den nächsten Jahren immer wichtiger werden und sich als eine weitere Alternative für den Fremdbezug von IT-Dienstleistungen etablieren.
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