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Pressemitteilung BoxID: 335390 (EWE Aktiengesellschaft)
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Offshore-Windpark Riffgat: EWE und Siemens schließen Liefervertrag über 30 Windkraftanlagen der Multi-Megawatt-Klasse ab

(PresseBox) (Oldenburg/Erlangen, ) Der Oldenburger Energieversorger EWE und sein Partner, die Unternehmensgruppe ENOVA, beauftragen den Windenergieanlagen-Hersteller Siemens damit, 30 Windkraftanlagen mit einer Leistung von je 3,6 Megawatt (MW) für den Offshore-Windpark Riffgat zu liefern. Der Auftrag ist ein wichtiger Schritt zur Realisierung des Meereswindparks, der 15 Kilometer nordwestlich der ostfriesischen Insel Borkum entstehen soll. Die ersten Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im kommenden Jahr. Ende 2012 sollen die auf einer Fläche von sechs Quadratkilometern (umgerechnet rund 850 Fußballfelder) aufgestellten Windenergieanlagen genug Strom für zirka 100.000 Haushalte produzieren.

"Die Vertragsunterzeichnung über die Lieferung der Windkraftanlagen ist ein zentraler Baustein zur Umsetzung des Meereswindparks Riffgat. Mit der Errichtung des ersten deutschen Offshore-Windparks alpha ventus hat EWE der Energieerzeugung auf hoher See in Deutschland den Weg geebnet, nun wollen wir die Früchte unserer Pionierarbeit mit Riffgat ernten", erklärt Dr. Thomas Neuber, EWE-Vorstand Beschaffung und Produktion. Mit dem Bau und Betrieb von Riffgat möchten EWE und ENOVA eine neue Qualität der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette ermöglichen. Dadurch sollen wichtige Erkenntnisse erzielt werden, die dabei helfen, dass Windkraftwerke künftig Strom zu ähnlichen Kosten wie konventionelle Erzeuger produzieren und eine aktive Rolle im Energieversorgungssystem einnehmen.

Mit einer installierten Offshore-Leistung von mehr als 1.000 MW ist Siemens der führende Hersteller von Windenergieanlagen für den Einsatz auf dem Meer. "Die Offshore-Windenergie gewinnt endlich auch in Deutschland an Fahrt", sagt René Umlauft, CEO der Division Renewable Energy bei Siemens. "Riffgat wird eines der ersten kommerziellen Windkraftwerke in deutschen Gewässern sein. Gemeinsam mit EWE und ENOVA bringen wir Deutschland einen großen Schritt voran beim Aufbau einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Energieversorgung."

Das Großprojekt ist technisch sehr anspruchsvoll: Die Windenergieanlagen werden mit so genannten Monopiles, also auf einem Pfahl, im Meeresboden verankert. Bisher wird diese Gründungsvariante in Nord- und Ostsee zwar schon häufig eingesetzt, nicht jedoch wie hier geplant. Im Windpark Riffgat soll eine besondere Art des Überganges zwischen Gründung und Windanlage getestet werden. Mit der Errichtung von Riffgat möchten EWE und ENOVA dieses Konzept erproben und damit eine umweltschonende Art der Gründung installieren.

Die Vorgenehmigung für den Offshore-Windpark Riffgat ist erteilt. Den Antrag auf Bau- und Betriebsgenehmigung von Riffgat haben EWE und ENOVA eingereicht und erwarten die Genehmigung in der zweiten Jahreshälfte.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Energieerzeugung, übertragung und verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2009 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 25,8 Mrd. Euro und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 30 Mrd. Euro. Das Ergebnis betrug 3,3 Mrd. Euro. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2009 über 85.100 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: www.siemens.de/energy.

EWE Aktiengesellschaft

EWE mit Hauptsitz in Oldenburg ist eines der größten Energieunternehmen in Deutschland. Das Leistungsspektrum des Konzerns umfasst Strom-, Gas- und Wasserversorgung, Energie- und Umwelttechnik, Gastransport und handel sowie Telekommunikation und Informationstechnologie. Damit bietet EWE klassische und innovative Dienstleistungen aus einer Hand. Die Netz-Infrastruktur von EWE zeichnet sich aus durch hohe technische Qualität, Versorgungssicherheit und wirtschaftlich effizienten Betrieb. Frühzeitig hat EWE seine Kernkompetenzen zum Betreiben komplexer Netze und sein umfassendes Knowhow an Fernwirk- und Regeltechnik zu einem zukunftsorientierten Multi-Service-Angebot ausgebaut. Über das angestammte Geschäftsgebiet in Norddeutschland hinaus ist EWE auch in den neuen Bundesländern, Polen und in der Türkei erfolgreich tätig. Der EWE-Konzern beschäftigte 2008 rund 5.300 Mitarbeiter und setzte 5,3 Mrd. Euro um.