Evotec und Harvard erweitern strategische Zusammenarbeit im Bereich Nierenerkrankung

(PresseBox) ( Hamburg, )
Evotec AG (Deutsche Börse: EVT, TecDAX) gab heute eine zweite strategische Vereinbarung mit der Harvard Universität und Brigham and Women's Hospital zur Erforschung und Entwicklung neuer Biomarker und zur Behandlung von Nierenleiden bekannt. Die erste Zusammenarbeit "CureBeta" wurde im März 2011 zur Entwicklung neuer Diabetes-Therapien auf Basis der Regeneration von Beta-Zellen geschlossen und verläuft seither sehr erfolgreich.

In der neuen Allianz verbinden Harvard, Brigham and Women's Hospital und Evotec nun umfassende Expertise und Know-how auf dem Gebiet der Nephrologie, Physiologie und der Nierenerkrankung mit einzigartigen Technologien zur Identifizierung, Validierung und Entwicklung von Zielstrukturen (Targets) und Biomarkern. In der Zusammenarbeit "CureNephron" verfolgen die Kooperationspartner systematische und unvoreingenommene Ansätze zur Identifizierung von Mechanismen, welche für Nierenerkrankungen relevant sind, und verfolgen insbesondere Mechanismen mit dem Potenzial, zu krankheitsmodifizierenden Therapien zu führen. Auf diese Weise sollen neue therapeutische Targets sowie Biomarker gefunden und entwickelt werden, die eine verbesserte Diagnose, Überwachung sowie Behandlung von chronischen und akuten Nierenleiden ermöglichen.

Für die fortgeschrittene chronische Nierenerkrankung und für die schweren Formen von akutem Nierenversagen gibt es derzeit nur sehr begrenzte Behandlungsmöglichkeiten. Daher sind diese Erkrankungen mit hohen Morbiditäts- und Sterberaten verbunden. Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz leiden am vollständigen Verlust der Nierenfunktion und werden mit Dialyse behandelt, eine kostspielige und belastende Behandlungsmethode mit begrenzter Wirksamkeit und generell schlechter Prognose. Neuartige therapeutische Ansätze werden benötigt, die das Potenzial haben, die Funktion wichtiger Nierenzellen zu schützen und wiederherzustellen. Solche Behandlungsmethoden könnten den Krankheitsverlauf der Patienten mit nicht-dialysepflichtiger chronischer Nierenerkrankung und dialysepflichtiger Niereninsuffizienz verlangsamen oder sogar stoppen.

"Wir sind sehr stolz darauf, mit hochkarätigen Wissenschaftlern und Klinikern wie Dr. Andy McMahon und Dr. Ben Humphreys auf diesem spannenden Gebiet zusammen zu arbeiten. Gemeinsam mit unseren Wissenschaftlern werden sie Teil eines einzigartigen funktionsübergreifenden Teams, welches unterschiedliche Disziplinen wie die Nephrologie, Physiologie, das Verständnis für Nierenerkrankungen sowie führende Wirkstoffforschungsexpertise abdeckt. Unsere gemeinsamen Aktivitäten werden zu neuen Erkenntnissen in der Biologie des Nierenleidens führen, um daraus eine Reihe vielversprechender Wirkstoffkandidaten zur Behandlung von akuten und chronischen Nierenleiden zu entwickeln," sagte Dr. Cord Dohrmann, Forschungsvorstand von Evotec.

Dr. Andy McMahon, Professor an der Harvard Universität, sagte: "Die zentralen Ursachen, die Nierenschäden hervorrufen und vorantreiben, sind noch nicht systematisch erforscht. Unser Ziel ist es diese Mechanismen umfassend zu ermitteln. Dazu beobachten wir wie individuelle Nierenzelltypen auf akute und chronische Verletzungen ansprechen, und zwar während verschiedener Stadien der voranschreitenden Krankheit sowie während des Gesundungsprozesses."

Dr. Ben Humphreys, Arzt der Abteilung für Nierenerkrankungen, Brigham and Women's Hospital und Professor an der Harvard Medical School, fügte hinzu: "Chronische Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes nehmen alarmierende Ausmaße an. Es besteht daher ein wachsender Bedarf an neuen Behandlungsmethoden für Diabetes und den damit verbundenen Begleiterkrankungen wie chronischer Niereninsuffizienz. Wir sind begeistert, gemeinsam mit Evotec neue Mechanismen zu identifizieren und zu erforschen, die das Potenzial haben, den Krankheitsverlauf zu verbessern, und so möglicherweise als "first-in-class"- Medikamente zur Behandlung von Nierenleiden an den Markt bringen zu können".

"Wir freuen uns sehr über die Erweiterung unserer Allianz. Dieser Schritt bestätigt die höchst produktive Zusammenarbeit mit Evotec auf dem Gebiet Diabetes.", sagte Isaac T. Kohlberg, Chief Technology Development Officer von Harvard und Leiter ihres Büros für Technologieentwicklung. "Diese neue Kollaboration involviert Wissenschaftler der Harvard Universität, des Brigham and Women's Hospital und von Evotec und ist damit ein großartiges Beispiel dafür, traditionelle akademische und industrielle Kräfte zu vereinen, um führende Grundlagenforschung schneller in das Stadium der translationalen Medizin und zum Nutzen der Patienten voran zu bringen."

Weitere Einzelheiten der Kooperation wurden nicht bekannt gegeben.

Über Harvard University’s Office of Technology Development

Das Harvard Office of Technology Development (OTD) ist verantwortlich für alle Aktivitäten bezüglich Evaluierung, Patentierung und Lizensierung neuer Erfindungen und Entdeckungen, die aus der Universität und der medizinischen Schule von Harvard hervorgehen. Das OTD trägt auch dazu bei Harvard Technologien durch den Abschluss von Forschungskollaborationen mit der Industrie weiterzuentwickeln. Die Aufgabe von OTD ist es öffentliches Gut zu fördern, in dem es Innovation fördert und versucht neue Harvard Erfindungen in nützliche Produkte umzusetzen und so zum Wohl der Allgemeinheit beizutragen.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.