Evolva gibt das Finanzergebnis für 2012 bekannt

Jørgen Hansen tritt die Nachfolge von Jutta Heim an und wird neuer CSO / Jutta Heim wird für den Verwaltungsrat nominiert

(PresseBox) ( Reinach, Schweiz, )
Die Evolva Holding AG (SIX: EVE) gab heute die Finanzergebnisse für das Jahr 2012 bekannt. Der Geschäftsbericht von Evolva steht auf der Website des Unternehmens als Download zur Verfügung.

Wichtigste Highlights von 2012 und Anfang 2013:


Neue Partnerschaften mit IFF und Roquette
Meilensteine für BASF und Roquette
Akquisition unseres ersten vermarkteten Produkts: Resveratrol
Eine wichtige Zusammenarbeit mit Cargill bei unserem Stevia-Produkt
Eine Zusammenarbeit mit Ajinomoto zum Einsatz unserer Technologie in neuen Körperpflegeanwendungen
Der Eintritt unseres Vanillin-Produkts in die Vorproduktionsphase in Zusammenarbeit mit IFF


Wichtigste Finanzkennzahlen:


Geringerer Barmittelabfluss als in den Vorjahren
Gesamtbestand an liquiden Mitteln per 31. Dezember 2012: CHF 9,1 Mio. (exklusive beschränkt verfügbare Barmittel in Höhe von CHF 1 Mio.)
Erfolgreiche Kapitalerhöhung im März 2013 mit einem Bruttoerlös von CHF 31,3 Mio.


Neil Goldsmith, CEO von Evolva, sagte: "Die strategische Neuausrichtung, die wir vor rund drei Jahren eingeleitet haben, hat 2012 und vor allem auch Anfang 2013 konkrete Ergebnisse gezeigt. Unsere Produkte erzielen enorme Fortschritte, und der grosse Erfolg unserer jüngsten Aktienemission zeigt, dass die Anleger zunehmend den Wert unserer Strategie erkennen. Wir bedauern, dass sich Jutta Heim, unser Chief Scientific Officer, entschieden hat, von ihrer Führungsfunktion zurückzutreten. Gleichzeitig freuen wir uns jedoch sehr, dass sie uns als Beraterin erhalten bleiben wird und bereit ist, in den Verwaltungsrat einzutreten. Wir danken ihr herzlich für ihren wichtigen Beitrag zu unseren Forschungserfolgen. Vor diesem Hintergrund sind wir sicher, in Jørgen Hansen einen hervorragenden Nachfolger gefunden zu haben. Er hatte bislang die Gesamtverantwortung für unsere Vanillin- und Stevia-Projekte inne und war dabei sehr erfolgreich. Seit ihrer Gründung im Jahre 2004 hat sich Evolva sehr verändert. Der Beginn der Vermarktung unserer Produkte wird uns vor zahlreiche neue Herausforderungen stellen, die wir gerne annehmen."

CFO Jakob Dynnes Hansen kommentierte: "Die Verschiebung hin zu Ingredienzien für Gesundheits-, Ernährungs- und Wellness-Produkte schlägt sich immer stärker in unseren Finanzzahlen nieder. 2012 haben sich die Kosten für die klinische Entwicklung beträchtlich verringert. Das hat uns geholfen, unsere liquiden Mittel zu schonen. Gleichzeitig bilden die Umsätze aus den neuen F&E-Partnerschaften und der Pipeline neuer Produkte eine gute Basis für eine erfolgreiche Zukunft."

Überblick über die Geschäftstätigkeit

Produkte

Evolva verfügt über eine unternehmenseigene fermentationsbasierte Plattform, die dem Unternehmen radikal neue Ansätze bei der Produktion von Ingredienzien für den Lebensmittel-, Getränke- und Consumer-Bereich ermöglicht.

Resveratrol

Evolva hat ihr Resveratrol-Produkt im November 2012 von Fluxome Sciences A/S (Dänemark) («Fluxome») erworben. Das Produkt ist in den USA seit 2010 auf dem Markt, hat jedoch insbesondere aufgrund der hohen Produktionskosten von Fluxome keine grossen Umsätze generiert. Es hat in den USA den GRAS-Status (Generally Recognized as Safe) erhalten und wurde von der Europäischen Kommission im Januar 2012 im Rahmen eines Mitteilungsverfahrens als «Novel Food» (neuartiges Lebensmittel) zugelassen. Evolva möchte ihre Technologieplattform nutzen, um die Produktionskosten ihres Resveratrol- Produkts zu reduzieren und dadurch seine Wettbewerbsposition weiter zu verbessern. Das Produkt wird von spezialisierten Drittherstellern produziert.

Evolva geht davon aus, dass das Unternehmen die Herstellungskosten auf ein wirtschaftlich tragfähiges Niveau herunterschrauben kann und Resveratrol bis 2014 einen positiven Cashflow generieren wird. Evolva möchte keine umfangreiche Vertriebs- und Marketingorganisation für Resveratrol aufbauen, sondern eher mit Vertriebsgesellschaften und wichtigen Konsumgüterunternehmen zusammenarbeiten, um den Absatz des Produkts zu fördern, sobald die Herstellungskosten ein wirtschaftlich tragfähiges Niveau erreichen.

Stevia - natürlicher Süssstoff ohne Kalorien

Am 5. März 2013 ging Evolva ein Produktpartnerschaft mit Cargill ein, um durch Fermentation hergestellte Steviolglykoside gemeinsam zu entwickeln und zu vermarkten. Cargill ist hierbei für die Vermarktung verantwortlich und hat CHF 4,5 Mio. (ca. USD 4,8 Mio.) in eine Beteiligung an Evolva investiert. Evolva erhält darüber hinaus Meilensteinzahlungen in Höhe von bis zu USD 7,5 Mio. und besitzt das Anrecht auf eine Beteiligung in Höhe von 45% am resultierenden Geschäft. Sollte Evolva diese Option nicht wahrnehmen, erhält sie Lizenzgebühren aus dem weltweiten Verkauf des gemeinsam entwickelten Steviolglykosid-Produkts. Diese Gebühren liegen abhängig vom Gesamtverkaufsvolumen und von anderen Parametern im mittleren einstelligen bis unteren zweistelligen Prozentbereich. Gemäss Vertrags-bedingungen der Partnerschaft besitzt Cargill die Exklusivrechte für die Vermarktung der durch Fermentation hergestellten Steviolglykoside, die im Rahmen dieser Partnerschaft entwickelt werden. Das Steviolglykosid-Produkt dürfte im Jahr 2014 in die Pilotphase eintreten. Ausgehend vom gegenwärtigen Stand der Planung und Prognosen ist die Markteinführung des ersten durch Fermentation hergestellten Steviolglykosid-Produkts von Evolva für 2015/ 2016 zu erwarten.

Vanille - ein nachhaltiger Produktionsweg

Im Januar 2011 schloss Evolva eine Produktpartnerschaft mit IFF zur Zusammenarbeit bei der Realisierung eines wirtschaftlich tragfähigen Biosynthesewegs zur Herstellung von Vanillin ab. Gemäss Vertragsbedingungen der Partnerschaft besitzt IFF in bestimmten Marktsegmenten die Exklusivrechte für die Vermarktung des durch Fermentation hergestellten Vanillin-Produkts, das im Rahmen dieser Partnerschaft entwickelt wird.

Evolva hat einen Produktionsweg für die Herstellung von Vanillin gefunden und eine Reihe von Patentanträgen für diesen Herstellungsansatz eingereicht (einige davon wurden bereits genehmigt). Im Februar 2013 hat Evolva die Ausbeute, den Titer (d.h. die Konzentration) und die Produktivität erreicht, die eine kommerzielle Einführung ihres Vanillin-Produkts ermöglichen. Evolva sucht weiter nach Möglichkeiten, den Produktionsprozess zu optimieren, um die Herstellungskosten im Laufe der Zeit zu senken.

Am 5. Februar 2013 gaben Evolva und IFF bekannt, dass sie in die Vorproduktionsphase eingetreten sind. In dieser Phase soll durch Fermentation hergestelltes Vanillin auf kosteneffiziente, natürliche und nachhaltige Weise für die kommerzielle Anwendung entwickelt und mithilfe eines Dritten ein Scale-up vorgenommen werden. Die beiden Unternehmen arbeiten daran, die Skalierbarkeit und die angestrebte Ausbeute über einen auf der Hefefermentation basierenden Herstellungsprozess zu bestätigen.

Auf der Grundlage des aktuellen Stands der Planung und Prognosen rechnet Evolva damit, ihr durch Fermentation hergestelltes Vanillin 2014 auf den Markt bringen zu können.

Safran - Farbe, Geschmack und Duft

Die Safranforschung von Evolva wird primär am Standort Chennai durchgeführt. Nach der Identifizierung von Synthesewegen und der Einreichung mehrerer Patentanträge hat Evolva nun die Biosynthesewege in Hefestämmen konstruiert und die wichtigsten Safrankomponenten, die für die drei Haupteigenschaften von Safran - Geschmack, Duft und Farbe- verantwortlich sind, getrennt hergestellt.

Das Unternehmen optimiert derzeit den Produktionsprozess, um die kommerzielle Produktion dieser Safrankomponenten zu ermöglichen. Evolva rechnet damit, 2016 durch Fermentation hergestellten Safran auf den Markt bringen zu können. Sie möchte ihr Safran-Produkt derzeit soweit wie möglich für die Herstellung und Vermarktung entwickeln, bevor sie eine Produktpartnerschaft für dieses Produkt in Erwägung zieht.

Pomecin(TM) - natürliches Breitband-Antimykotikum

PomecinsTM sind unternehmenseigene Verbindungen pflanzlichen Ursprungs, die als Breitband-Antimykotikum in den Bereichen Pflanzenschutz, Körperpflege, Lebensmittelkonservierung sowie Consumer Healthcare Anwendung finden könnten.

Evolva hat mit zwei PomecinTM-Verbindungen Feldstudien vor und nach der Ernte durchgeführt, die bei verschiedenen Pflanzenbeständen eine potenzielle Schutzwirkung gegen Pilzbefall erkennen lassen. Das Unternehmen hat zudem eine innovative Formulierung von PomecinTM für die topische Behandlung von Onychomykose (Nagelpilz) entwickelt. Eine Patentfamilie wurde bereits erteilt und ist in Kraft; verwandte Bereiche werden durch derzeit anhängige Patentanträge abgedeckt.

Evolva hat beschlossen, die Familie der antimykotisch wirksamen PomecinsTM in Zusammenarbeit mit Partnern auszuschöpfen. Dabei wird Evolva nur begrenzte zusätzliche Investitionen in die Entwicklung über den jetzigen Stand hinaus vornehmen.

Legacy-Produkte

Bis 2010 lag der Schwerpunkt der Aktivitäten von Evolva vor allem auf der Erforschung und klinischen Entwicklung neuartiger pharmazeutischer Produkte. Evolva hat ihre Strategie seither jedoch allmählich auf die Erforschung, Entwicklung und Herstellung innovativer Ingredienzien zur Anwendung in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Wellness ausgerichtet. Die wenigen Pharma-Produktkandidaten von Evolva, die sich noch in der präklinischen oder klinischen Entwicklungsphase befinden, werden infolge der Neuausrichtung der Strategie als «Legacy-Produkte» betrachtet.

Obwohl das Unternehmen EV-077 und EV-035, d.h. die beiden pharmazeutischen Produktfamilien, die das Legacy-Produktportfolio bilden, als potenziell sehr attraktiv und werthaltig erachtet, würde jegliche Weiterentwicklung dieser Produkte entweder über eine Auslizenzierung oder Ausgliederung erfolgen. Evolva plant, in Bezug auf diese Produkte keine weiteren wesentlichen Investitionen vorzunehmen, mit Ausnahme gewisser kleinerer Investitionen, um den Wert der Produkte zu erhalten.

Partnerschaften

Evolva unterhält und pflegt mehrere Partnerschaften im Technologie- und Forschungsbereich. Mithilfe unserer Technologie verschaffen wir Partnerunternehmen einen Wettbewerbsvorteil und partizipieren gleichzeitig an ihren entsprechenden Erfolg. 2012 schlossen wir weitere Partnerschaften im Bereich Nahrungsmittel ab und erzielten bei bestehenden Projekten gute Fortschritte. Das 1. Quartal 2013 brachte bereits mehrere Durchbrüche in unserem Partnerschaftsportfolio mit sich.

Evolva hat ihre bisherigen Umsätze bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten (F&E) mit Partnern in den USA, in Europa und in Asien erzielt. Bei diesen F&E-Partnerschaften kommt unsere Technologieplattform zum Einsatz, über die wir neue Produkte und Produktionsprozesse für neue und bestehende Produkte entwickeln, die für unsere Partner von Interesse sind. Wir gehen davon aus, dass diese F&E-Partnerschaften mindestens noch in den nächsten zwei bis drei Jahren den überwiegenden Teil der Umsätze von Evolva generieren werden. Es ist jedoch ein zentraler Bestandteil der Strategie von Evolva, sich allmählich durch die Vermarktung der eigenen Produkte mit oder ohne Partner eine zusätzliche und auf längere Sicht vorrangige Einkommensbasis aufzubauen.

Weitere Informationen über unsere bestehenden Partnerschaften enthalten der Geschäftsbericht 2012 und der vorige Abschnitt "Produkte".

Personal

Zum 31. Dezember 2012 belief sich der Gesamtpersonalbestand von Evolva auf 82 Vollzeitbeschäftigte (2011: 86). Davon waren 61 (2011: 62) direkt in der F&E tätig, während das übrige Personal im Management sowie im kommerziellen und administrativen Bereich tätig war.

Im Februar 2013 gab Evolva bekannt, dass Chief Medical Officer Norbert Bender ab 1. Juni 2013 in die Dienste eines anderen Unternehmens treten wird. Da sich Evolva derzeit auf Ingredienzien für Gesundheits-, Wellness- und Ernährungsprodukte konzentriert, wird die freie Stelle vorläufig nicht besetzt.

Jutta Heim gab kürzlich ihre Entscheidung bekannt, von ihrer Funktion als Chief Scientific Officer zurückzutreten. Gleichwohl wird sie uns als Beraterin erhalten bleiben und ist darüber hinaus bereit, Mitglied im Verwaltungsrat zu werden. Der Verwaltungsrat wird sie bei der Generalversammlung am 7. Mai 2013 zur Wahl vorschlagen. Ihre Nachfolge wird Jørgen Hansen antreten. Er hat in den letzten acht Jahren das dänische Forschungsteam von Evolva geleitet und war in dieser Zeit insbesondere für die Vanillin- und Stevia-Projekte verantwortlich.

Die Evolva-Aktie

Der Kurs der Evolva-Aktie betrug Ende 2012 CHF 0,36, gegenüber CHF 0,54 Ende 2011. Diese Performance lag im Rahmen des Negativtrends, dem sich auch andere im Bereich der synthetischen Biologie tätige Unternehmen nicht entziehen konnten. Im Durchschnitt wurden im Jahr 2012 täglich rund 202 000 (2011: 98 000) Evolva-Aktien gehandelt.

Erfolgsrechnung

Im Jahresverlauf 2012 schloss das Unternehmen die Verschiebung seiner Einkommensbasis von Projekten für das US-Verteidigungsministerium (Umsatzanteil von 2% im Jahr 2012, gegenüber 51% im Jahr 2011 und 80% im Jahr 2010) hin zu Firmenkunden wie IFF, Roquette und Roche ab. 2012 entfielen 90% des Gesamtumsatzes auf diese Kunden. Rund 10% der 2012 erzielten Umsätze stammten aus Forschungsbeiträgen von Institutionen.

Der Betriebsaufwand sank von CHF 37,0 Mio. auf insgesamt CHF 27,1 Mio. Das ist ein Rückgang um CHF 9,9 Mio., wovon CHF 1,8 Mio. auf die niedrigere Belastung für das Aktienoptionsprogramm des Unternehmens entfielen. Die Technologie- und Forschungsaufwendungen (exkl. Aufwendungen für das Mitarbeiteroptionsprogramm) sanken von CHF 17,7 Mio. auf CHF 15,0 Mio. Zurückzuführen war dies hauptsächlich auf den planmässig per Anfang 2012 erfolgten Abschluss eines Biodefence-Projekts.

Dies führte im März 2012 zur Schliessung der Tochtergesellschaft des Unternehmens in Palo Alto, Kalifornien. Der Entwicklungsaufwand (exkl. Aufwendungen für das Mitarbeiteroptionsprogramm) fiel auf CHF 3,5 Mio., nachdem er 2011 bei CHF 8,2 Mio. gelegen hatte. Dieser Rückgang erklärt sich teils durch den Abschluss eines grösseren Biodefence-Projekts im Jahr 2011 und teils durch die nicht wiederkehrende Art der grösseren Aufwendungen für die klinische Entwicklung von EV-077, aber auch durch eine Reduktion der Ausgaben für Entwicklungsmitarbeiter im Jahr 2012.

2012 verbuchte das Unternehmen hinsichtlich seines Aktienoptionsplans nicht liquiditätswirksame Belastungen von CHF 3,3 Mio., gegenüber CHF 5,0 Mio. im Jahr 2011.

Sowohl der Finanzertrag als auch der Finanzaufwand gingen 2012 zurück. Der Hauptgrund dafür waren die im Vergleich zu 2011 deutlich geringeren Währungsfluktuationen in der Berichtsperiode.

Aus der Auflösung der bedingten Kaufpreisentschädigung zugunsten der ehemaligen Aktionäre der Abunda, verbuchte Evolva einen Gewinn von CHF 2,6 Mio.

Der Verwaltungsaufwand (exkl. Aufwendungen für das Mitarbeiteroptionsprogramm) verringerte sich von CHF 7,1 Mio. auf CHF 5,7 Mio. Dieser Rückgang widerspiegelt zum Teil die 2011 angefallenen Transaktionskosten im Zusammenhang mit der Akquisition von Abunda und der SEDA-Vereinbarung, zum Teil aber auch eine allgemeine Senkung der Anlagen- und Verwaltungskosten in der gesamten Evolva-Gruppe.

Bilanz und liquide Mittel

Die liquiden Mittel von Evolva verringerten sich von CHF 22,7 Mio. per Ende 2011 auf CHF 9,1 Mio. per Ende 2012. Unter Berücksichtigung der zum Jahresende 2012 beschränkt verfügbaren Barmittel in Höhe von CHF 1 Mio. belief sich der gesamte Nettobarmittelabfluss im Jahr 2012 auf CHF 12,6 Mio. Damit lag er CHF 2,4 Mio. bzw. 16% unter dem Vorjahresniveau. Der Barmittelabfluss durch Geschäftstätigkeiten verringerte sich von CHF 17,4 Mio. auf CHF 13,4 Mio., was den geringeren Aufwendungen in allen wesentlichen Aufwandskategorien zuzuschreiben war. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit ging von CHF 3,5 Mio. im Jahr 2011 (als die Einnahmen aus der Akquisition von Abunda den Hauptanteil ausmachten) auf CHF 1,5 Mio. (vor Zuweisung an die beschränkt verfügbaren Barmittel) zurück. Die Einnahmen aus der SEDA-Finanzierung betrugen im Berichtsjahr CHF 1,9 Mio. (2011: CHF 0,8 Mio.).

Das Eigenkapital des Unternehmens sank von CHF 73,2 Mio. auf CHF 61,3 Mio. per Ende 2012, was hauptsächlich dem im Berichtsjahr verzeichneten Nettoverlust zuzuschreiben war.

Kapitalerhöhung im März 2013

Durch das Bezugsrechtsangebot an bestehende Anleger nahm Evolva im März 2013 erfolgreich neues Kapital auf. Aufgrund der grossen Nachfrage durch institutionelle Anleger, gelang es Evolva, anstelle der im August 2012 geschätzten CHF 10-20 Mio., insgesamt CHF 31.3 Mio frisches Kapital aufzunehmen. Als Teil der Zusammenarbeit mit Evolva auf dem Gebiet der Steviolglykoside investierte Cargill, Inc. CHF 4,5 Mio. in die Finanzierung. Auf der Grundlage des 3:10-Bezugsverhältnisses ergab sich eine maximale Anzahl auszugebender Aktien von 52,2 Mio. Bei einem Bezugspreis von CHF 0,60 pro Aktie ergab sich ein Bruttoerlös von CHF 31,3 Mio. Die Bezugsfrist dauerte vom 12. bis zum 19. März. Die Bezugsrechte waren nicht handelbar.

Die bestehenden Aktionäre erwarben 24,2 Mio. Aktien, was 46,3% der insgesamt 52,2 Mio. Aktien entspricht, die in der Emission verfügbar waren. Nach der Ausübung der Rechte von bestehenden Aktionären wurden 28,0 Mio. neue Aktien bei Cargill, Inc. und institutionellen Anlegern platziert.

Wie am 6. März 2013 berichtet, hatten Cargill, institutionelle Anleger sowie Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung von Evolva zugesagt, 47,4 Mio. Aktien (CHF 28,5 Mio.) zu zeichnen. Deshalb konnten nicht alle Zeichnungszusagen neuer Anleger in der Zuteilung erfüllt werden. Nach Aufwendungen beläuft sich der Nettoerlös auf etwa CHF 28,3 Mio.

Die Kapitalerhöhung umfasste auch die Emission von 14 Mio. neuen Aktien, die als eigene Aktien gehalten werden und Evolva dazu dienen, ihren Verpflichtungen gegenüber APIDC/Ventureast und YA Global nachzukommen.

Ausblick 2013

Evolva erwartet wegen neuer F&E-Partnerschaften, einschliesslich der Vereinbarung mit Ajinomoto (Abschluss im Januar 2013), einen Umsatzanstieg auf CHF 10-13 Mio. (2012: CHF 7 Mio.). Die bestehenden F&E-Partnerschaften dürften im laufenden Jahr fortgesetzt werden.

Der Betriebsaufwand wird wegen der neuen F&E-Partnerschaften, zusätzlicher Investitionen in interne Projekte (einschliesslich des Stevia-Projekts in Partnerschaft mit Cargill) und der Finanzierungskosten voraussichtlich zunehmen. Die Netto-Geldflüsse aus Investitions- und betrieblicher Tätigkeit dürften sich auf ca. CHF 12-15 Mio. belaufen.

Evolva führte im März 2013 eine Eigenkapitalfinanzierung durch, in deren Rahmen dem Unternehmen ein Nettoerlös in Höhe von ca. CHF 28,3 Mio. zufloss. Unter Berücksichtigung der flüssigen Mittel vor der Transaktion und des erwarteten Geldflusses aus betrieblicher Tätigkeit werden sich die flüssigen Mittel per Ende 2013 voraussichtlich auf mindestens CHF 25 Mio. belaufen.

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