Scandlines: Gewerkschaften kritisieren "Zerschlagung auf Raten"

(PresseBox) ( Berlin, )
Die Gewerkschaften EVG und NGG üben scharfe Kritik an dem geplanten Verkauf von Frachtlinien durch die Reederei Scandlines. Das Unternehmen werde auf Raten zerschlagen. Zusätzlich soll es Umstrukturierungsmaßnahmen in anderen Bereichen geben. Davon sind insgesamt bis zu 600 Arbeitsplätze betroffen. Damit werde ein wichtiger Standort- und Imagefaktor für Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zerstört.

Die Gewerkschaften EVG und NGG haben scharfe Kritik an dem geplanten Verkauf von Frachtlinien durch die Reederei Scandlines geübt. "Mit dem Verkauf der Frachtrouten wird Scandlines praktisch halbiert und wir befürchten, dass das der Anfang vom Ende ist", erklärten die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und die Gewerkschaft Nahrung-Genussmittel-Gaststätten (NGG). "Werden die Maßnahmen umgesetzt, dann verschwindet Scandlines in Mecklenburg-Vorpommern praktisch von der Landkarte." Die konkreten Auswirkungen auf den Standort in Schleswig-Holstein und seine Beschäftigten seien heute noch nicht abzuschätzen.

Das Unternehmen plant, die Routen von Rostock nach Trelleborg (Schweden) und Hanko (Finnland), von Sassnitz nach Hanko und von Travemünde nach Klaipeda (Litauen) zu verkaufen. Davon sind bis zu 400 Arbeitsplätze betroffen. Daneben werden Umstrukturierungsmaßnahmen im administrativen Bereich und im Einkauf vorbereitet. Dies wird zu einem Abbau von weiteren 175 Stellen führen.

Es sei bitter, dass ein erfolgreiches Unternehmen auf Raten zerschlagen werden soll, so die Gewerkschaften. Scandlines sei ein wichtiger Standort- und Imagefaktor für Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. "180 Millionen Gewinn im Jahr sind allerdings aus Sicht von Finanzinvestoren offenbar zu wenig." Scandlines gehört den Finanzinvestoren 3i und Capital Partners.

Über das Gesamtpaket erwarten Gewerkschaften und Betriebsräte von der Geschäftsführung jetzt eine ehrliche Information gegenüber den Beschäftigten. "Es kann nicht sein, dass die Mitarbeiter aus der Zeitung erfahren, was mit ihren Arbeitsplätzen geschehen soll."
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