Weltraumtechnologie landet in Hannover

(PresseBox) ( Paris, )
Das Vulcain-Triebwerk, das Kraftpaket der Ariane 5, steht für Europas beeindruckende Errungenschaften im Luft- und Raumfahrtbereich. Das riesige Triebwerk wird das Highlight des "ESA Space Apps"-Messestandes auf der diesjährigen Hannover Messe sein, auf dem beeindruckende Technologietransfers aus der Raumfahrt und ihr Potential für irdische Anwendungen gezeigt werden.

Der vom ESA-Büro für Technologietransfer und der deutschen MST Aerospace GmbH organisierte "ESA Space Apps"-Stand wird darstellen, wie offenkundig Produktentwicklungen und innovative Entwicklungen in einer Vielzahl von Bereichen möglich sind, und zwar durch den Transfer von bereits verfügbarer Weltraumtechnologie.

Bei der Eröffnung der Messe am 23. April wird der Gewinner des diesjährigen ESA-Space Spin-off Awards bekanntgegeben. Der Preis geht an Einzelpersonen oder an Organisationen, die einen besonders erfolgreichen Transfer einer Weltraumtechnologie mit bedeutenden wirtschaftlichen Auswirkungen und bemerkenswerten Ergebnissen in einem Nicht-Raumfahrt-Sektor durchgeführt haben.

Die Besucher des "ESA Space Apps"-Messestandes können von Vertretern von MST und der ESA erfahren, wie sie Raumfahrttechnologien in ihren eigenen Bereichen anwenden können.

Unternehmen stellen ihre Spin-offs vor

Das ESA-Büro für Technologietransfer hat einige Industriepartner eingeladen, ihre Produkte und Dienstleistungen vorzustellen, denen Raumfahrttechnologie zugrunde liegt.

Aus der Saturn-Mission Cassini-Huygens hat die Firma Astro- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH eine Technologie für ein seismisches Sensorsystem entwickelt, um geologische Veränderungen vor den Schneidrädern von Tunnelbohrmaschinen vorhersagen zu können. Diese Technik wird nun vom Maschinenhersteller Herrenknecht verwendet.

Die von IABG für das Hitzeschild des Hermes Raumgleiters entwickelte Siliziumkarbid-Technologie wurde von der Firma Brembo SGL Carbon Ceramic Brakes für Hochleistungs-Karbonkeramik-Bremsen übernommen.

Mit Hilfe der Raumfahrttechnik entwickelt Tecnalia Research and Innovation einen Telecare-Sturzsensor und ein intelligentes Assistenzsystem für Bergsteiger und Rettungsdienste.

Die Raumfahrterfahrung von PiMON führte zur Entwicklung einer glasfaserbasierten Überwachungssensorik für Öl- und Gaspipelines. Vibration und andere Veränderungen entlang der Pipelines, wie zum Beispiel Lecks oder illegales Anzapfen, werden sofort entdeckt und an das Servicepersonal weitergegeben.

Spezielle Kugellagerkäfige, die für Weltraum-Missionen wie die Merkursonde BepiColombo entwickelt wurden, werden heute von AAC für Anwendungen auf der Erde angeboten.

"Fire Suppression Inside" nutzt eine Technologie des ESA-Satelliten Proba-2, um Überhitzung und Brand in elektrischen Geräten wie Servern, Schaltern, Stromverteilern und Notstromgeneratoren zu verhindern.

"mobile life" entwickelt ein GPS / Galileo-basiertes, hochgenaues Ortungssystem mit drahtlosen Telemetriesensoren für eine leichte Ortung und Überwachung von Menschen, Tieren und Fracht.

"Europas Raumfahrtprogramme sind wichtige Wachstumsmotoren, auch wenn Spitzentechnologie aus der Raumfahrt in Nicht-Raumfahrtsysteme und Sektoren übertragen wird", erklärt Werner Dupont von MST Aerospace, Co-Organisator des "ESA Space Apps"-Messestandes und Manager des ESA-Technologiebroker-Netzwerks.

"Raumfahrttechnologien ermöglichen in vielen Fällen alltägliche Produkte in Bereichen wie Automobiltechnik, Gesundheit und Haushalt, ohne dass sich die Nutzer und Verbraucher dessen bewusst sind."

Der "ESA Space Apps"-Messestand befindet sich vom 23. bis 27. April auf der Hannover Messe in Halle 2, Stand 56.

Die ESA präsentiert sich darüber hinaus mit ihrem Karriere-Infostand in Halle 6, Stand J24/40.

ESA-Büro für Technologietransfer

Die Hauptaufgabe des ESA-Büros für Technologietransfer besteht darin, die Nutzung von Raumfahrttechnologien und Systemen im Nicht-Raumfahrtsektor zu erleichtern, damit dieser von den europäischen Investitionen in die Raumfahrtforschung und Entwicklung profitieren kann und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie gestärkt wird. Gleichzeitig wird den Bürgern der Nutzen des europäischen Raumfahrtprogramms aufgezeigt.

Das Büro legt das umfassende Konzept und die Strategie für den Transfer von Raumfahrttechnologien und Systemen fest, darunter die Inkubation von Start-up-Unternehmen bei den ESA Business Incubation Centres (BIC) und damit verbundene Förderungen.

Zusammen mit dem Netzwerk von Technologiebrokern hat das Büro seit Beginn des Programms über 260 Technologien transferiert und unterstützt dieses Jahr etwa 100 neue Start-ups.

Es hat auch als beschränkt haftender Partner den Open Sky Technology Fonds mit gegründet, ein 100 Millionen Euro Risikokapitalfonds zur Förderung von Start-ups, die Raumfahrttechnologie nutzen.
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