PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 337652 (Europäisches Cyberknife Center München-Großhadern)
  • Europäisches Cyberknife Center München-Großhadern
  • Max Lebsche Platz 31
  • 81377 München
  • https://www.cyber-knife.net
  • Ansprechpartner
  • Alexander Muacevic
  • +49 (89) 4523360

Cyberknife ist laut neuer Studie eine gute Behandlungsoption bei Patienten mit Lebermetastasen des Kolorektalen Carzinoms

(PresseBox) (München, ) Die Ergebnisse einer neuen Studie zur Behandlung von Metastasen in der Leber ausgehend von einem Primärtumor im Darm zeigen, dass Cyberknife eine weitere Behandlungsoption darstellt. Diese kann in Ergänzung zur Chemotherapie erfolgen oder auch bei inoperablen Metastasen im Allgemeinen.

Für die Studie, die jetzt im European Journal of Cancer online publiziert wird (Stintzing et al.), haben Mediziner des LMU-Universitätsklinikums und dem Europäischen Cyberknife-Zentrum in München-Großhadern Patienten mit kolorektalen Metastasen untersucht und behandelt. Das Durchschnittsalter beträgt 65 Jahre, die Patienten wurden über einen durchschnittlichen Zeitraum von 16,8 Monaten beobachtet. Davon überlebten 87 % das erste Jahr nach Behandlung, durchschnittlich verlängerte sich die Überlebenszeit um 9,2 Monate. Damit steht den behandelnden Ärzten in den ohnehin meist interdisziplinären Teams eine weitere Option zur Behandlung von Metastasen in der Leber aufgrund eines Darmkarzinoms zur Verfügung. Weitere Studien mit einem größeren Patientenkollektiv über einen längeren Zeitraum sind derzeit in der Planung.

Bei der Cyberknife-Technologie handelt es sich um die derzeit innovativste Photonentherapie. Die wichtigste Aufgabe der Strahlenchirurgie ist die hoch präzise Bestrahlung eines exakt festgelegten Zielvolumens. Dabei sollen die gesunden Körperteile in der Tumorumgebung so wenig wie möglich von Strahlen getroffen werden. Um dies zu erreichen, wird zuerst ein Bestrahlungsgerät mit geeigneter Strahlenart und Energie gewählt und die Tumorregion aus verschiedenen Richtungen bestrahlt. Bei der flexiblen Cyberknife Technologie rotiert die Bestrahlungseinheit um den Patienten - typisch sind bis zu 150 (aus 1400 möglichen) Einstrahlrichtungen pro Behandlung. das Spektrum aufgrund publizierter wissenschaftlicher Studien und darin nachgewiesener Wirksamkeit reicht derzeit von der Bestrahlung von Tumoren im Gehirn, am Auge, an der Wirbelsäule und am Becken sowie in Lunge, Leber und zum Teil auch an der Prostata.

Europäisches Cyberknife Center München-Großhadern

Das erste Cyberknife Zentrum in Deutschland wurde am 1. Juli 2005 in Kooperation mit dem Klinikum der Universität München (LMU) eröffnet. Mit Hilfe einer bildgeführten Robotersteuerung kann hochpräzise eine Tumor zerstörende Strahlendosis auf ein genau definiertes Zielvolumen gerichtet werden, wobei die umliegenden, gesunden Strukturen geschont werden. Bei der Behandlung überschneiden sich schwache Strahlenbündel aus vielen verschiedenen Richtungen im Tumor, wo sie sich zur Gesamtdosis aufsummieren. Durch die Entwicklung der Cyberknife Technologie mit einer Kombination aus integrierter Bildführung und Robotersteuerung zeichnet sich eine völlig neue, nichtinvasive Behandlungsmöglichkeit. Mittlerweile sind in München über 2.500 Patienten mit dieser Methode behandelt worden.

Privatdozent Dr. med. Alexander Muacevic, der gemeinsam mit Prof. Dr. med. Berndt Wowra das Europäische Cyberknife-Zentrum in München-Großhadern leitet, ist zudem designierter Präsident des internationalen Cyberknife-Aufsichtsrates. Im Bereich der Behandlungen von Patienten mit Erkrankungen im Bereich des Gehirns liegen die Münchner Radiochirurgen weltweit an erster Stelle. Über alle Erkrankungsbereiche hinweg nehmen sie Rang 3 ein, bei insgesamt weltweit 190 Cyberknife-Zentren.