Internet und Discounter sind keine Alternative

eurocom-Geschäftsführer Dr. Ernst Pohlen plädiert für Hilfsmittelversorgung durch Fachhandel

(PresseBox) ( Düren/Leipzig, )
Bandagen aus dem Drogeriemarkt, medizinische Kompressionsstrümpfe aus dem Internet oder Orthesen vom Discounter - das ist heutzutage durchaus Realität. Aber ist das auch wünschenswert? Ist eine Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln auch außerhalb von Sanitätshaus, orthopädietechnischem oder orthopädieschuhtechnischem Fachbetrieb oder Apotheke überhaupt möglich? Auf diesen Fragen hat Dr. Ernst Pohlen, Geschäftsführer des Industrieverbandes eurocom, anlässlich der diesjährigen OTWorld in Leipzig eine klare Antwort: "Nein!"

In seinem Vortrag im Rahmen des Symposiums "OT & Fachkompetenz - Hochwertige Versorgung vs. Billigversorgung" am 15. Mai 2014 stellt Dr. Pohlen klar, dass es zu einem Vertrieb medizinischer Hilfsmittel durch den Fachhandel keine wirkliche Alternative gibt. "Wer medizinische Hilfsmittel zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung an Patienten abgeben will, muss nachweisen, dass er die hierfür notwendigen Voraussetzungen erfüllt. Diese sind im so genannten Präqualifizierungsverfahren niedergelegt. Und dazu zählen unter anderem die Anforderungen an den fachlichen Leiter hinsichtlich seiner beruflichen Qualifikation. Es versteht sich von selbst, dass diese sehr umfangreichen Kriterien wohl letztlich nur von Fachbetrieben und in etwas geringerem Umfang von Apotheken erfüllt werden können", betont Dr. Pohlen. "Weder Drogeriemärkte, noch Discounter oder gar ein Internetversand können diese Voraussetzungen erfüllen - und sind somit auch keine Alternative zum bestehenden System aus Fachhandel und Apotheken." Dabei machte Dr. Pohlen deutlich, dass auch die Apotheken nicht die Expertise hätten, um alle Hilfsmittelversorgungen vornehmen zu können. Dieser Vertriebsweg sei aber dennoch äußerst wichtig, um eine flächendeckende Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln, unter anderem mit medizinischen Kompressionsstrümpfen und Bandagen, sicherzustellen.

Ziel sei in jedem Fall, dass der Patient eine hochwertige Hilfsmittelversorgung erhalte. Und dazu gehöre neben dem eigentlichen Produkt vor allem auch die entsprechende, auf jahrelanger Erfahrung beruhende Dienstleistung aus Anpassung und Auswahl des geeigneten Hilfsmittels sowie Einweisung in seine Handhabung. Denn nur dies würde den Erfolg der Behandlung und damit die Genesung des Patienten garantieren, wie Dr. Pohlen an einigen Beispielen anschaulich erläuterte.

Die eurocom trete daher gemeinsam mit dem Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik und dem Zentralverband für Orthopädieschuhtechnik für eine Stärkung der Fachhandelsebene ein.

Der Weltkongress und die Internationale Fachmesse OTWorld wenden sich an Orthopädie-Techniker, Orthopädieschuhmacher, Reha-Techniker, Therapeuten und Ärzte, Ingenieure, den medizinischen Fachhandel und Mitarbeiter der Kostenträger. Die diesjährige OTWorld findet vom 13. bis 16. Mai 2014 in Leipzig statt.
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