Lieferung von 29 COBRA-Systemen an Deutschland, Frankreich und Großbritannien abgeschlossen

München, (PresseBox) - Das Euro-Art-Konsortium meldete heute die Übergabe des letzten der insgesamt 29 Artillerieortungsradare vom Typ COBRA (COunter Battery RAdar) an die Bundesregierung – damit sind nunmehr 10 Systeme nach Frankreich, 12 nach Deutschland und 7 nach Großbritannien geliefert. Der Vertrag im Gesamtwert von ca. 500 Mio. Euro umfasst neben den Radarlieferungen auch die logistische Betreuung und Service-Leistungen.

Das derzeit vom Euro-Art-Konsortium produzierte COBRA-System ist ein hoch mobiles Waffenlokalisierungsradar, das sämtlichen NATO-Anforderungen entspricht. Mit COBRA hat Euro-Art das weltweit erste multifunktionale Artillerieortungsradar mit einer aktiven phasengesteuerten Antenne entwickelt. Das System wird inzwischen auch auf den weltweiten Exportmärkten angeboten. Die deutsche Bundesregierung hat bereits zwei ihrer Systeme in einer entsprechend angepassten Version an die Türkei verkauft.

Beschreibung des COBRA-Systems

COBRA ist auf die Detektion von Zielen mit kleinem Radarquerschnitt auf dem gesamten Gefechtsfeld ausgelegt und zur Klassifizierung der Munitionstypen – wie Raketen, Mörser oder Haubitzen – und der Abschussart – zum Beispiel Rakete, Schwarm, Salve usw. – in der Lage. Eine vollkommene Verfolgungsgenauigkeit in Verbindung mit einer höchst effizienten Störresistenz gewährleisten die hochpräzise Ortung feindlicher Geschützstellungen und die Vorhersage der Einschlagstellen innerhalb kürzester Zeit. In weniger als zwei Minuten können über 40 mit sechs Geschützen bestückte Batterien geortet und entsprechende Meldungen an einen höheren Führungsstab gemacht werden. Gleichzeitig zu der Artillerieortung können mit COBRA durch die Erfassung und Verfolgung der eigenen Geschosse Korrekturparameter berechnet und übermittelt werden.

Das COBRA-System, welches aus der Bedienerkabine und der darauf angebrachten Antenne besteht, ist auf einem geländegängigen Radfahrzeug installiert. Ein Trägheitsnavigationssystem liefert höchst genaue dreidimensionale Lageinformationen und Angaben zur Antennenausrichtung. Der softwaregestützte Ausgleich von Geländeunebenheiten und Störungen durch Wind oder Granatenexplosionen ermöglicht einen Einsatz des Radars ohne zusätzliche Abstützelemente. Die sich aus dieser Konfiguration ergebende Autonomie und Eigenständigkeit sichern höchste Mobilität durch einen minimalen Zeitaufwand für die Herstellung der Einsatzbereitschaft sowie für einen Ortswechsel. Herzstück des Systems ist eine aktive Antenne aus Halbleiterbauelementen in Modulbauweise, die aus rund 3.000 Galliumarsenid (GaAs) basierten Sende-/Empfangs-Modulen besteht. Die Phasensteuerung wird in Azimut und Höhenwinkel angewendet und die Signalstärke der Nebenkeulen wird kontrolliert, indem die Sende-/Empfangscharakteristika des Systems – auf Befehl – optimiert werden. Die Kalibrierung der Antennengruppen erfolgt automatisch, und die auf Halbleitermodulen basierende Architektur sorgt für eine hohe Zuverlässigkeit und Systemverfügbarkeit.

In der Bedienerkabine sind der Empfänger, der Signalprozessor, das Datenverarbeitungssystem, die Radarbedienungskonsole, die Führungssystem- und Kommunikationskonsole sowie die mit dem Fahrerhaus verbundene Gegensprechanlage untergebracht. Die Bedienerkabine ist darüber hinaus mit einer Panzerung gegen leichten Beschuss bzw. Granatsplitter versehen und mit einem Schutz gegen atomare/ biologische/chemische Waffen und elektromagnetische Impulse ausgestattet. Der Detektionsradius ist groß genug, um einen effizienten Betrieb des Systems auch außerhalb der Reichweite feindlicher Geschütze zu gewährleisten. Zu den Einrichtungen zur Sicherstellung der Überlebensfähigkeit des Systems gehören sehr kurze Übertragungszeiten, eine hohe Flexibilität aufgrund des breiten Frequenzbandes sowie andere hochentwickelte elektronische Schutzmaßnahmen.

In Frankreich ist COBRA für den Ein-Mann-Betrieb konfiguriert, während die deutschen und britischen Varianten zwei Bediener vorsehen, wodurch das Radar zusätzlich auch als Kommandoposten fungieren kann.

Einsatzstatus

In Meppen und im französischen Canjuers wurden mit drei COBRA-Systemen intensive Versuche im Rahmen von Schießübungen durchgeführt. Das Euro-Art-Konsortium hat eine vom Kunden abgenommene Qualifikationstestserie mit COBRA unter rauen Umgebungsbedingungen in den Wüstenregionen der Vereinigten Arabischen Emirate mit Erfolg abgeschlossen. Darüber hinaus wird COBRA bei verschiedenen Operationen außerhalb des NATO-Vertragsgebiets eingesetzt, unter anderem auch im Rahmen von UN-Missionen: Deutsche Systeme sind bei der DAMA-Initiative zur Verteidigung gegen Mörserangriffe („Defence Against Mortar Attacks“), die Teil des NATO-Arbeitsprogramms zur Terrorismusabwehr der Konferenz der Nationalen Rüstungsdirektoren ist, involviert.
Französische Systeme werden im Libanon, britische im Irak eingesetzt.

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