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Pressemitteilung BoxID: 521327 (Ernst & Young AG)
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Börsenranking: US-Unternehmen bauen Vorherrschaft an den Weltbörsen aus

Analyse der Marktkapitalisierung der höchstbewerteten Unternehmen weltweit

(PresseBox) (Düsseldorf, ) .
- Apple, Exxon und Petrochina sind die teuersten Unternehmen der Welt
- Facebook auf Rang 75
- Deutschland stabil: Vier deutsche Unternehmen unter den Top 100
- Siemens teuerstes Unternehmen Deutschlands

Vier der fünf teuersten Unternehmen der Welt stammen aus den USA. Und mit Apple und Exxon sind die beiden Spitzenreiter des Börsenrankings US-Konzerne: Die Vereinigten Staaten dominieren zur Jahresmitte das Ranking der teuersten Unternehmen der Welt. Europa hingegen verliert weiter stark an Gewicht: In den Top 10 ist Europa nur noch mit einem Unternehmen vertreten (Royal Dutch Shell aus den Niederlanden), und im Ranking der 100 teuersten Unternehmen der Welt ist der Anteil Europas im Verlauf der vergangenen 18 Monate von 36 auf 32 zurückgegangen. Immerhin: Mit vier Konzernen unter den Top 100 bleibt Deutschlands Anteil stabil.

Das sind Ergebnisse einer Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young, die die Marktkapitalisierung der am höchsten bewerteten Unternehmen weltweit untersucht.

Wie im Vorjahr konnten sich vier deutsche Unternehmen unter den Top 100 platzieren: Siemens (Rang 71), SAP (77), Volkswagen (80), und BASF (97). Damit liegt Deutschland im Länderranking gemeinsam mit Australien, Frankreich und Japan auf dem vierten Platz. Die vorderen Plätze belegen die USA (43 Unternehmen), Großbritannien (11) und China (10).

Die sinkende Bedeutung Europas im (in US-Dollar erstellten) Ranking ist zum Teil auf den schwachen Euro zurückzuführen, hauptsächlich aber auf die Schuldenkrise in der Eurozone und die daraus resultierenden Unsicherheiten über die weitere Entwicklung in Europa. "Die Schuldenkrise schwebt derzeit wie ein Damoklesschwert über Europa", kommentiert Thomas Harms, Partner bei Ernst & Young. "Die Verunsicherung ist groß: Bei den Anlegern, die mit Investments in europäische Unternehmen besonders zurückhaltend sind, aber auch bei den Unternehmen selbst, die angesichts der schwachen Konjunkturentwicklung ihre Investitionen zurückfahren".

Aufstieg der US-Wirtschaft hält an

Von der Schwäche der europäischen Unternehmen profitieren in erster Linie die Vereinigten Staaten: Ihr Anteil im Top-100-Ranking stieg allein in den vergangenen sechs Monaten von 40 auf 43. Zum Vergleich: Im Vorkrisenjahr 2007 zählten nur 32 US-Unternehmen zu den 100 wertvollsten Unternehmen der Welt. "Die US-Wirtschaft hat sich in diesem Jahr relativ gut entwickelt, und immer wieder schaffen es die USA, Unternehmen hervorzubringen, die sich binnen relativ kurzer Zeit in die Weltspitze hocharbeiten. Diese Innovationskraft ist die große Stärke der amerikanischen Wirtschaft, die sich auch im Ranking wiederspiegelt", stellt Harms fest.

"Europa hingegen kämpft um den Klassenerhalt", kommentiert Harms. Sollte es den europäischen Regierungen nicht gelingen, die Probleme in Europa zu lösen, drohe den europäischen Ländern ein verlorenes Jahrzehnt, warnt Harms: "Europa muss seine Probleme schnell lösen - auch wenn das von allen Beteiligten schmerzhafte Zugeständnisse erfordert. Denn wenn die aktuelle Hängepartie noch lang anhält, verlieren Anleger wie Unternehmen jegliches Vertrauen". Im Hinblick auf Deutschland betont Harms: "Noch kann sich Deutschland dank eines starken privaten Konsums und des hohen Internationalisierungsgrads der Unternehmen weitgehend von der Krise der Problemländer abkoppeln. Aber das wird nicht mehr lange gut gehen: Deutschland ist keine Teflon-Wirtschaft, sondern eng verbunden mit den europäischen Nachbarländern. Wenn Europa stürzt, strauchelt auch Deutschland".

Im Jahr 2010 konnten sich noch 16 Unternehmen aus der Eurozone unter den Top-100 platzieren, Ende 2011 waren es 15, derzeit liegt der Anteil nur noch bei 14. Betroffen waren vor allem französische Unternehmen: Die Zahl der französischen Konzerne im Top-100-Ranking sank in den vergangenen eineinhalb Jahren von sechs auf vier.

Apple ist das teuerste Unternehmen der Welt

Angeführt wird das Firmenranking von zwei US-Unternehmen. Apple und Exxon. Der Börsenwert des Computerherstellers Apple stieg in sechs Monaten um knapp 170 Milliarden US-Dollar bzw. 45 Prozent auf nun 546 Milliarden Dollar. Damit überholte Apple den zweitplatzierten Energieriesen Exxon, der derzeit circa 400 Milliarden US-Dollar wert ist - 1,5 Prozent weniger als zu Jahresbeginn. Der chinesische Ölkonzern Petrochina erreichte mit einem Börsenwert von 258 Milliarden US-Dollar (minus 7 Prozent) ebenfalls einen Platz auf dem Siegertreppchen. Unter den Top 100 finden sich außerdem prominente Neulinge: Der Internet-Konzern Facebook belegt Rang 75 unter den wertvollsten Unternehmen der Welt - und liegt damit nur knapp hinter dem bestplatzierten deutschen Unternehmen, Siemens (Platz 71).

Von den weltweit stark eingetrübten Konjunkturaussichten profitieren Produzenten von Basiskonsumgütern wie Kosmetik, Pharma und Lebensmitteln: Im Top 100 Ranking liegt ihr Anteil bei 23. Zweitplatzierte Branchen sind der Energiesektor und die Finanzbranche (jeweils 19 Unternehmen). "Nichtzyklische Konsumgüter werden auch in Krisenzeiten gekauft", so Harms. "Solche Unternehmen erscheinen daher derzeit als relativ sichere Anlagen".

Ernst & Young AG

Ernst & Young* ist eine der drei großen deutschen Prüfungs- und Beratungsorganisationen. In der Steuerberatung ist Ernst & Young deutscher Marktführer. Ernst & Young beschäftigt rund 7.000 Mitarbeiter an 22 Standorten und erzielte im Geschäftsjahr 2010/2011 einen Umsatz von 1,14 Milliarden Euro. Gemeinsam mit den 152.000 Mitarbeitern der internationalen Ernst & Young-Organisation betreut Ernst & Young Mandanten überall auf der Welt.

Ernst & Young bietet sowohl großen als auch mittelständischen Unternehmen ein umfangreiches Portfolio von Dienstleistungen an: Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung, Transaktionsberatung, Advisory Services und Immobilienberatung.

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