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Pressemitteilung BoxID: 595294 (Ernst & Young AG)
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Ausländische Investoren schätzen DAX-Unternehmen: DAX-Konzerne mehrheitlich in ausländischem Besitz

Analyse der Aktionärsstruktur der DAX-Konzerne

(PresseBox) (Stuttgart, ) .
Kernergebnisse:

- Mehr als jede zweite Aktie der DAX-Unternehmen (durchschnittlich 55 Prozent) liegt in Depots ausländischer Anleger. Aktionäre aus Deutschland hielten im Geschäftsjahr 2012 durchschnittlich 37 Prozent der Aktien, 8 Prozent konnten keiner Region zugeordnet werden.

- Bei drei DAX-Unternehmen sind sogar mindestens drei Viertel der ausgegebenen Aktien in ausländischer Hand (Deutsche Börse: 81 Prozent, Merck: 77 Prozent, adidas: 75 Prozent). Bei insgesamt 19 Unternehmen kann zumindest die Hälfte der Aktien ausländischen Aktionären zugeordnet werden.

- Der Aktienanteil ausländischer Investoren ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: Bei den Unternehmen, deren Daten den Vergleich mit dem Jahr 2005 zulassen, stieg dieser Anteil von durchschnittlich 44 Prozent auf 58 Prozent im Geschäftsjahr 2012. Im Vergleich zu 2011 ergab sich keine Veränderung.

- Zwischen 2005 und 2012 ist der Auslands-Anteil am Aktienbestand bei neunzehn DAX-Unternehmen gestiegen, bei lediglich fünf Unternehmen ist er gesunken (Commerzbank, Deutsche Börse, BASF, Siemens und Fresenius Medical Care).

- Bei den ausländischen Aktieninhabern sind Investoren aus dem europäischen Ausland am stärksten vertreten: Durchschnittlich jede vierte Aktie der Dax-Unternehmen befindet sich im Besitz europäischer Anleger. Doch auch Aktionäre aus den USA bzw. aus Nordamerika haben großes Interesse an den Dax-Unternehmen: Sie halten durchschnittlich 19 Prozent der von den Konzernen ausgegebenen Aktien.

- Im Vergleich zum Vorjahr 2011 ist der Anteil ausländischer Investoren bei 15 Unternehmen gestiegen. Besonders starke Zuwachsraten verzeichnen Merck und die Deutsche Bank (jeweils plus 7 Prozent). Bei sieben Unternehmen sank der Anteil ausländischer Aktionäre, bei ebenso vielen blieb er konstant.

- Besonders attraktiv sind die Aktien der DAX-Konzerne für institutionelle Anleger. Sie halten im Schnitt mehr als sechs von zehn Aktien (63 Prozent) der größten deutschen Konzerne. Private Investoren sind mit 12 Prozent vertreten, strategische Investoren wie Familien oder Unternehmen halten 18 Prozent der Aktien. Das Engagement des Bundes, der KfW-Bankengruppe sowie eigene Aktien spielen insgesamt kaum eine Rolle.

- Mehrheitlich im Streubesitz: Acht von zehn Aktien (82 Prozent) der deutschen DAX-Unternehmen befinden sich aktuell im Streubesitz. Lediglich 18 Prozent der Wertpapiere sind als Festbesitz Großanlegern zuzuordnen.

- Unternehmen mit einem verhältnismäßig niedrigen Streubesitz sind Volkswagen (37 Prozent), BMW (49 Prozent) und Continental (50 Prozent) - alles Unternehmen aus der Automobilbranche - sowie der Konsumgüterhersteller Beiersdorf (39 Prozent).

Statements Martin Steinbach
(Leiter des Bereichs IPO and Listing Services bei Ernst & Young)

"Trotz anhaltender Eurokrise sind die DAX-Konzerne für Investoren aus dem Ausland weiterhin sehr attraktiv - ihr Anteil an den Aktien der Unternehmen bleibt auf einem hohen Niveau stabil. Und die besondere Attraktivität der deutschen Top-Unternehmen zeigt sich im Mehrjahres-Vergleich: Hier hat sich der Anteil ausländischer Aktionäre deutlich erhöht."

"Das starke Engagement ausländischer Aktionäre beweist, dass die deutschen Konzerne auf dem Weltmarkt sichtbar sind und geschätzt werden. Zudem verdeutlicht es die Internationalität und die Reichweite des deutschen Finanzplatzes. Der Besitz von Aktien beweist vor allem eines: das Vertrauen, dass die die DAX-Konzerne auch morgen weltweit in der obersten Liga mitspielen."

"Die überwiegende Mehrzahl der Aktien befindet sich im Streubesitz. Der Handel mit Anteilen an den DAX-Unternehmen ist demnach relativ volatil. Das kann für die Unternehmen eine Herausforderung sein - es macht sie aber auch unabhängiger von den Entscheidungen einzelner Großanleger."

Anmerkung zur Methode:

Untersucht wurde die Aktionärsstruktur. Der Anteil des Kapitals, der nicht in Aktien einget