Epigenomics schließt erfolgreich größere klinische Studie zur Früherkennung von Lungenkrebs ab

Panel mit zwei Biomarkern bestätigt robuste Leistung in einer größeren Studie auf Blutplasma

(PresseBox) ( Berlin, Germany, und Seattle, WA, USA, )
Die Epigenomics AG (Frankfurt Prime Standard: ECX), ein Molekulardiagnostik-Unternehmen mit Schwerpunkt auf der Entwicklung und Vermarktung von Produkten für die Krebsfrüherkennung basierend auf DNA-Methylierung, veröffentlicht heute den erfolgreichen Abschluss einer größeren medizinischen Studie im Rahmen seines Lungenkrebsprogramms. Die Studie wurde in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Christian Witt und Dr. Bernd Schmidt von der Charité - Universitätsmedizin Berlin durchgeführt.

Die Studie mit 256 Patientenproben bestätigte, dass ein Panel aus zwei Biomarkern zwei Drittel aller Lungenkrebsfälle in Blutplasma korrekt identifiziert (66% Sensitivität). Die Rate der falsch-positiven Messungen betrug 12% (88% Spezifität). Hervorzuheben ist, dass ungefähr zwei Drittel der in der Studie gemessenen Blutproben von Patienten stammen, in denen sich der Lungenkrebs noch in den Frühstadien I und II befindet. Die Sensitivität des Biomarkerpanels bei den Lungenkrebs-Patienten in Stadium II erreichte 73%. Patienten mit frühen Krankheitsstadien werden in der derzeit gängigen Praxis meist nicht identifiziert. Gerade diese Patienten könnten jedoch von einer frühzeitigen Therapie am meisten profitieren.

Diese neuesten Ergebnisse sind eine unabhängige Bestätigung von Daten einer viel kleineren Pilotstudie aus dem Vorjahr. Diese Studie enthielt eine Vielzahl von Patienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium, was die ungünstige Verteilung der Krankheitsstadien in der aktuellen Diagnostik widerspiegelte.

"Heutzutage ist die Mehrzahl der an Lungenkrebs erkrankten Patienten symptomatisch oder die Krankheit wird zufällig entdeckt, wenn sie bereits lokal fortgeschritten oder metastasiert ist, was die schlechte Prognose erklärt. Im Gegensatz dazu können bei Diagnose und Behandlung in frühen Stadien ermutigende Ergebnisse mit 5 Jahres-Überlebensraten von bis zu 60% oder 70% erzielt werden. Biomarker, die in der Lage sind, Lungenkrebs in einer einfachen Blutprobe zu erkennen, sind ein viel versprechender erster Schritt in der Entwicklung eines Früherkennungstests für diese tödliche Krankheit," sagt Prof. Dr.

Christian Witt, Chef der Pneumologie der Charité Berlin.

Die Biomarkerkandidaten wurden im Rahmen von Epigenomics Programm zur Entdeckung neuer Biomarker mit Hilfe der patentgeschützten DMH-Technologie (Differenzielle Methylierungshybridisierung) identifiziert und waren ausführlich auf Gewebeproben validiert worden, bevor sie auf Blutplasma getestet wurden.

"Aufgrund des Anstiegs der durchschnittlichen Lebenserwartung werden immer mehr Krebserkrankungen diagnostiziert. Anfang der Woche stellte die deutsche Bundesregierung ihren nationalen Krebsplan vor. Ähnliche öffentliche Initiativen werden auch in den USA und anderen Ländern verfolgt. Sie alle zielen darauf ab, die Sterberate bei Krebserkrankungen zu verringern und erkennen an, dass eine verbesserte bevölkerungsweite Krebsvorsorge dabei von grundlegender Bedeutung ist.

Es ist unser Ziel, mit unseren einfach zu handhabenden Tests für Lungen-, Darm- und Prostatakrebs, signifikant zu diesen Bemühungen beizutragen, für die betroffenen Menschen etwas zu bewegen und gleichzeitig die gesundheitsökonomischen Effekte der Krebsversorgung zu verbessern." kommentierte Geert Nygaard, Vorstandsvorsitzender von Epigenomics.

Daten aus Epigenomics Programm für Lungenkrebs werden auf der International Lung Cancer Conference in Liverpool, UK, 9. -- 12. Juli 2008, und dem Jahreskongress der European Respiratory Society in Berlin, 4. -- 8. Oktober 2008, vorgestellt.

Über Lungenkrebs

Mit etwa 386.300 neuen Fällen in der EU und über 174.000 neuen Fällen in den USA im Jahre 2006 ist Lungenkrebs eine der häufigsten Krebserkrankungen und für einen von drei Krebstoten in den Vereinigten Staaten verantwortlich.

Die derzeitigen Früherkennungsrichtlinien empfehlen keine Maßnahmen zur systematischen Früherkennung von Lungenkrebs. Die Diagnose basiert im Allgemeinen auf bildgebenden Verfahren wie Röntgenaufnahmen, Computer-Tomographien (CT) oder Positronen-Emissions-Tomographien und invasiver Bronchoskopie, die Sicherung erfolgt durch histologische Begutachtung. Lungenkrebspatienten weisen zum Zeitpunkt der Diagnose in der Regel bereits Symptome auf oder die Geschwüre werden zufällig entdeckt. Die Erkrankung ist dann meist bereits im fortgeschrittenen Stadium. Die mittlere 5-Jahres-Überlebensrate aller Stadien liegt bei etwa 15%, ist die Krankheit jedoch noch lokal begrenzt beträgt sie ungefähr 49%.

Ein Therapiebeginn in frühen Krankheitsstadien ist der derzeit vielversprechendste Ansatz die Überlebenschancen bei Lungenkrebs zu verbessern. Allerdings werden derzeit nur etwa16% der Lungenkrebsfälle in solch einem frühen Stadium erkannt, da die Symptome meist erst spät auftreten, kommt in der Mehrheit der Krebsfälle die Diagnose für eine effektive Behandlung zu spät. Es besteht ein hoher Bedarf an nicht- oder minimal-invasiven Früherkennungstest für Lungenkrebs mit hoher Sensitivität und Spezifität, die in großen Zielgruppen patientenfreundlich, sicher und kosteneffizient angewendet werden können.

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