So macht das Lastenhandling Spaß

STILL-Gabelstapler haben neue elobau-Bedienelemente erhalten

(PresseBox) ( Leutkirch, )
Modernes Design und bewährte Funktionen auf technisch höchstem Niveau - das charakterisiert die neuen Bedienelemente für Schubmast- und Gegengewichtsstapler, die STILL und elobau in enger Partnerschaft entwickelt haben. Die Multifunktionsgriffe liegen gut in der Hand, lassen sich einfach betätigen und steuern sicher die hydraulischen Bewegungen.

Um heutzutage die hohen Anforderungen beim Heben schwerer Lasten oder anspruchsvollen Außeneinsätzen zu erfüllen, ist ein leistungsstarker Stapler unverzichtbar. Auf diesem Sektor ist STILL eine weltweit positionierte Premium-Marke, die sich unter anderem durch ein umfangreiches Fahrzeugprogramm auszeichnet. Und die hohe Qualität der STILL-Stapler kommt nicht von ungefähr: Kontinuierlich wird die Produktpalette auf aktuelles technisches Niveau gebracht. Außerdem ergänzen immer wieder neue Modelle die bewährten Fahrzeugreihen. Auf der CEMAT 2014 stellt STILL zum Beispiel neue Elektrostapler mit bis zu acht Tonnen Traglast sowie die neue Generation der FM-X Schubmaststapler vor.

Neben der Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge ist es vor allem ihre komfortable Bedienbarkeit, die die Anwender begeistert. Denn wer als Fahrer den ganzen Arbeitstag über auf einem Stapler sitzt, weiß eine ergonomisch ausgestattete Kabine zu schätzen. Besondere Beachtung findet die Bedieneinheit für die Lastgabeln und Anbaugeräte. Fast permanent muss der Fahrer damit umgehen, die Paletten senken und heben, neigen oder seitlich verschieben, so dass die einzelnen Steuertasten und Wippen gut zugänglich und leicht zu betätigen sein müssen.

Schon seit vielen Jahren setzt STILL bezüglich dieser Bedieneinheit auf eine Partnerschaft mit elobau, dem Spezialisten für Bedienelemente und Sensorik aus Leutkirch. Das Unternehmen hat schon seit den 80er Jahren einen Geschäftsbereich, der die Entwicklung und Herstellung von Fahrzeugkomponenten umfasst - von Tastern, Schalter und Sensoren über Joysticks bis hin zu kompletten Kontrollpanels. So hat STILL zusammen mit elobau vor etwa acht Jahren einen Multifunktionsgriff entwickelt, der in den Schubmaststaplern der sogenannten FM-X-Baureihe eingesetzt wird. Er enthält als Basiselement den elobau Standard Joystick J5 sowie verschiedene Tasten, ebenfalls aus dem elobau Standardprogramm. Dieser ergonomische Multifunktionsgriff dient der einhändigen Ansteuerung aller hydraulischen Funktionen ohne Umgreifen. Zudem sind Taster für Zusatzhydraulik und eine "spürbare" Fahrtrichtung integriert - und alle Bewegungen können gleichzeitig ausgeführt werden. Als besonders vorteilhaft hat sich über die Jahre der Einsatz der wartungsfreien Sensortechnologie von elobau erwiesen.

Neue Staplerkonstruktion - neue Bedieneinheit

Die zur CEMAT 2014 neu entwickelte Generation der FM-X Schubmaststapler (Begriffserklärung siehe Textkasten) erhielt unter anderem eine neu gestaltete Fahrerkabine - und damit verbunden auch eine neue Bedieneinheit. Um das Design der Stapler kümmerten sich die langjährigen STILL-Partner von TEAMS Design. Sie entwickelten ein äußerst modernes Erscheinungsbild, das nicht nur hohen optischen Ansprüchen genügt, sondern die Anwender vor allem durch Ergonomie und Funktionalität zufrieden stellt. Für die Neugestaltung des Multifunktionsgriffes wandte sich STILL wiederum an elobau, bestärkt durch die gute partnerschaftliche Zusammenarbeit in der Vergangenheit. Die Aufgaben waren klar definiert. Denn auch bei der Bedieneinheit wollte der Staplerhersteller alle Komponenten bis ins Detail auf den neuesten Stand der Technik bringen.

Mario Halwachs, Key Account Manager für den Bereich Materialhandling bei elobau, erinnert sich: "Es ging nicht um eine Anpassung des bisherigen Joysticks. Wir mussten ein komplett neues Produkt entwickeln, das aktuelle Standardelemente in einer neu konstruierten Basis unterbringt." Da STILL diesen Multifunktionsgriff ab sofort auch in seinen Gegengewichtsstaplern einsetzt, galt es beispielsweise, die Griffbasis so zu gestalten, dass sie sich für die beiden unterschiedlichen Einbausituationen eignet.

Die Projektleitung auf Seiten von elobau übernahm Stefan Höß. Er betont die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit STILL: "Es ist schon etwas Besonderes, wenn man gemeinsam so intensiv an Lösungen arbeitet, wie es bei diesem Projekt geschehen ist. Über die ganzen zwei Jahre wurde ein regelmäßiger Austausch gepflegt. Nur so konnten wir ein Ergebnis erzielen, von dem wir sicher sind, dass es auch die Anwender begeistert."

Das Ergebnis ist ein Bedienelement, das sich ergonomisch in die Hand fügt und durch softe Kunststoffelemente angenehm anfühlt. Wie das Vorgängermodell enthält der Griff je eine Wippe für Fahrtrichtung und Neigen, den linearen Querschub-Schieber sowie eine Funktions- und eine Hupentaste. STILL-Fachpressesprecher Jürgen Wrusch ergänzt: "Auf Wunsch lassen sich die einzelnen Wippen und Tasten auch anders belegen, so dass der Anwender seine Anbaugeräte nach Einsatzfall optimiert bedienen kann." Er weist darauf hin, dass für STILL der Anwender im Mittelpunkt steht und daher der elobau-Joystick so ausgeführt ist, dass er sich beim Mieteinsatz des Staplers oder einem veränderten Anwendungsfall auch nachträglich als komplette Bedieneinheit gegenüber anderen Optionen wie zum Beispiel Fingertip-Schalter ein- und auswechseln lässt. Für den Einsatz des neuen elobau-Griffs sprechen jedoch zahlreiche Stärken, wie Jürgen Wrusch hervorhebt: "Der Griff erlaubt der Bedienhand eine angenehme Ruhelage und schont das Handgelenk. Zudem erhält der Bediener ein haptisches Feedback auf ausgeführte Funktionen. Da der Joystick mit einem Handschuh bedient werden kann, eignet er sich für Arbeiten in Kühlhäusern und durch seine Dichtheit nach IP55 auch für nasse Umgebungen. Verschiedene Testpiloten haben ihn jedenfalls sehr positiv bewertet."

Auf die inneren Werte kommt es an

Für diese Leistungsstärke haben zahlreiche konstruktive Veränderungen im Inneren des Griffs stattgefunden. Zum Beispiel verfügt der neue Joystick JV über einen Sockel aus hochtechnischem Kunststoff, einem Polyamid mit 50 prozentigem Glasfaseranteil. Damit orientiert sich elobau am hohen Niveau der Automobilindustrie, die das stabile und langlebige Material vielfach verwendet, zum Beispiel für Komponenten im Motorraum oder auch im Fahrwerks- und Antriebsbereich. Stefan Höß erklärt: "elobau hat den Vorteil, dass die komplette Prozesskette vom Werkzeugbau bis zum Spritzguss inhouse abgedeckt wird. Auf Grund unseres dadurch vorhandenen Know-hows konnten wir diesem Wunsch von STILL nachkommen. Das könnte ein ausschlaggebendes Kriterium gewesen sein, mit dem elobau gegenüber anderen Anbietern punkten konnte", mutmaßt der elobau-Projektleiter.

Für den Einbau in die Armlehne des Gegengewichtsstaplers musste zudem die Einbauhöhe des Griffs minimiert werden - was elobau mit verschiedenen Details gelungen ist. Zum Beispiel wurde das CAN-Modul, über das die Kommunikation mit dem Fahrzeug stattfindet, neu konzipiert. Während es bisher unten am Joystick angebracht war, wird es nun an die Seite gesetzt.

Alles für die Sicherheit

Eine weitere neue Anforderung war, die Signale wegen der Sicherheitsrichtlinien im Fahrzeug durchgängig redundant auszuführen. Um das zu gewährleisten, wechselte elobau die im bisherigen Joystick verbauten Microtasten gegen andere bewährte Standardelemente aus, wie zum Beispiel das analoge Daumenrad. Stefan Höß erklärt: "Wir haben einen speziellen Betätiger entwickelt, der aus der ursprünglich drehenden Bewegung des Rades einen Drucktaster macht. So steckt hinter jeder Wippe jetzt ein solches zuverlässiges Daumenrad. Das analoge Stellelement ist mit zwei Sensoren ausgestattet, die sich gegenseitig überwachen und so ein sicheres Signal liefern."

Auch die Resistenz gegenüber elektromagnetischen Einflüssen ist sichergestellt. Die berührungslos mit einem Magneten angesteuerten elobau-Elemente sind sehr langlebig und zuverlässig, aber natürlich bei dem minimalst definierten Bauraum ein wenig empfindlich gegenüber Fremdmagneteinfluss. Um diesen sicher auszuschließen, entwickelte elobau aus seinem sehr großen Erfahrungsschatz eine passende Lösung: Bei den analogen Stellelementen für Fahrtrichtung, Neigung und Querschub übernimmt ein bei den Standardelementen integrierter Lagerring die magnetische Abschirmung. Bei Hupentaste und Funktionstaste, die sehr nahe unter der Griffoberfläche liegen, wurden zusätzliche Abschirmbleche angebracht

Eine weitere Anforderung von Seiten STILL war, dass die Bedieneinheit komplett gedichtet ist. Es musste gewährleistet werden, dass von außen keine Feuchtigkeit ins Innere der Konsole bzw. des Adapters und somit zur Elektronik eindringen kann. "Diesbezüglich haben wir viel Aufwand betrieben, um alle Komponenten gegeneinander abzudichten", berichtet Stefan Höß. "Ein Highlight ist der neue Faltenbalg des Joysticks, der aus designtechnischen Gründen unsichtbar eingebaut ist. Damit die Dichtigkeit gewährleistet ist, haben wir sogar für die Funktionsbeleuchtung eine spezielle Lösung mit abgedichteter Lichtleitertechnik realisiert."

So lag es an Stefan Höß und seinem Team, nahezu das gesamte Innenleben des Multifunktionsgriffes neu zu konstruieren. Aber auch die Außenhaut verlangte dem elobau-Team einiges ab. Denn am Griff sind sowohl Spritzgussteile mit genarbter Oberfläche zu finden, wie verchromte Kunststoffteile und Bereiche mit Hart/Weich-Haptik.

Weitere Bedienvariante mit kleinen Fingertip-Joysticks

Bis jetzt zum Serienstart der neuen STILL-Fahrzeuge, der pünktlich zur CeMAT stattfinden wird, sind knapp 2 ½ Jahre vergangen. Inzwischen wurde auch der neue Multifunktionsgriff in Feldtests bei ausgewählten Kunden getestet, so dass auf der Messe den Besuchern ein ausgereiftes neues Bedienkonzept präsentiert werden kann. Dieses umfasst nicht nur den beschriebenen Multifunktionsgriff, der zum einen in der Konsole für den FMX-Schubmaststapler und in die Armablage des Gegengewichtsstaplers eingebaut wird, wie elobau Key Account Manager Mario Halwachs erklärt: "Zur Bedienung der FM-X-Stapler hat elobau auch die optionale Vierhebel-Bedienvariante entwickelt, die mit vier neuen Fingertip-Joystick JFT ausgestattet ist, die erst im vergangenen Jahr auf den Markt kamen. Sie deckt im Prinzip die gleichen Funktionen ab, wie der Multifunktions-Joystick."

Für STILL-Fachpressesprecher Jürgen Wrusch steht fest: "Wir haben die Partnerschaft mit elobau als sehr offen und lösungsorientiert wahrgenommen. Vom Ergebnis sind wir begeistert. Mit Sicherheit werden die Besucher unseres Messestands, die den neuen elobau-Joystick in der Hand halten und testen, unsere Begeisterung teilen."

KASTEN 1

Begriffserklärungen

Der Gegengewichtsstapler ist in freitragender Bauweise ausgeführt und nimmt die Last frontseitig außerhalb der Radbasis auf. Seinen Namen hat er von seinem als Gegengewicht ausgebildeten Heck erhalten, das für den Kräfteausgleich gegenüber der Last auf der Gabel sorgt. Da die übliche Fahrtrichtung "Gabel voraus" ist, nennt man den Gegengewichtsstapler auch umgangssprachlich Frontstapler. Der Fahrer sitzt längs zur Fahrtrichtung.

Ein Schubmaststapler ist freitragend und zugleich radarmunterstützt. Das heißt, zur Lastenaufnahme wird der Mast hydraulisch nach vorne geschoben, so dass sich die Gabeln frei vor dem Fahrzeug bewegen lassen. Der Transport der Last erfolgt jedoch bei zurückgezogenem Mast zwischen den Radarmen. Das verbessert die Fahrstabilität und minimiert den Bedarf an Arbeitsgangbreite. Denn die Gesamtlänge aus Fahrzeug und Last ist geringer als bei einem Gegengewichtsstapler, was seine Wendigkeit erhöht. Da man auf diesem Stapler seitlich sitzt, wird auch die Bezeichnung Seitsitzstapler verwendet.

KASTEN 2

Die STILL GmbH

Das 1920 von Hans Still gegründete Unternehmen gehört seit langem zu den führenden Anbietern von Gabelstaplern, Wagen und Schleppern sowie modernsten Intralogistiksystemen. Tragende Sparten des Produktprogramms sind Elektrostapler sowie Gabelstapler mit Verbrennungsmotoren in Diesel- oder Treibgasausführung. Außerdem produziert STILL eigene Lagertechnikfahrzeuge wie elektrische Hubwagen sowie Hochregalkommissioniergeräte und bietet innovative Dienstleistungen und Materialfluss-Systeme an. Durch die Wandlung vom reinen Fertigungsbetrieb zum Anbieter kompletter Intralogistiklösungen eroberte sich STILL eine führende Stellung bei der intelligenten Steuerung von Intralogistikprozessen in Europa. Heute hat die STILL GmbH ihren Hauptsitz in Hamburg und ist Teil der Kion-Gruppe. Sie beschäftigt über 7.000 Mitarbeiter und verfügt über vier Produktionsstätten, 14 Niederlassungen in Deutschland, 20 Tochtergesellschaften im Ausland sowie ein weltweites Händlernetz.
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