Rollläden und Jalousien richtig motorisieren

Vier Tipps, damit die elektrische Lösung lange Freude bereitet

(PresseBox) ( Beuren, )
Rollladengurte sind out, Automatik ist in: Die Motorisierungsrate bei Rollläden und Jalousien hat sich in den vergangenen 10 Jahren vervierfacht, so eine Studie der ARGE Sonnenschutztechnik. Elektrische Antriebe und Steuerungen machen Handarbeit am Behang überflüssig - genau dieser Komfort überzeugt immer mehr Menschen. Wer gerade eine Motorisierung plant, sollte einige Tipps beherzigen.

1. Was soll motorisiert werden?

Klingt selbstverständlich, wird aber oft vernachlässigt: "Wer schon zu Beginn der Planungen eine Vorstellung davon hat, was genau motorisiert werden soll und was die automatische Lösung können muss, spart bei der Auswahl der Produkte viel Zeit und Nerven", erläutert Dieter Walddörfer, Leiter Technik beim schwäbischen Hersteller elero Antriebstechnik. So gibt es spezielle Antriebe für Rollläden oder Jalousien, die sich exakt an die jeweiligen Anforderungen des Behangs anpassen. Und je nachdem, ob neu motorisiert werden soll oder ob der Nutzer eine Nachrüstung anstrebt, stehen entweder bedrahtete Lösungen (empfohlen für Neubauten) oder Funkvarianten (geeignet für die Nachrüstung) zur Verfügung.

2. Was soll die Motorisierung können?

Eine wichtige Frage, denn es gibt eine Vielzahl an Steuerungsmöglichkeiten. So können Rollladen und Sonnenschutz manuell bedient werden, zum Beispiel über eine Wandsteuerung oder per Funk-Handsender. Wer es noch komfortabler möchte, greift auf eine Automatisierung zurück: Soll sich der Behang jeden Tag selbständig zu Sonnenauf- und Sonnenuntergangszeiten bewegen? Dann empfiehlt sich eine Steuerung mit integrierter Zeitschaltuhr wie etwa die AstroTec. Oder sollen Rollladen und Jalousie auf die Lichtintensität reagieren und bei direkter Sonneneinstrahlung selbsttätig schließen? Hier kommen Sonnensensoren in Frage. Oder sollen mit einer Steuerung mehrere Elemente an verschiedenen Fassaden gleichzeitig angesprochen werden - vielleicht sogar unabhängig voneinander? Dann braucht es eine Gruppensteuerung wie die VarioTec-868, die die speziellen Anforderungen berücksichtigt.

3. Zum Fachhandwerker gehen

Es gibt eine Vielzahl möglicher Varianten für eine Vielzahl möglicher Ansprüche. Doch zum Glück gibt es auch Fachhandwerker, die bei der Auswahl der richtigen Antriebe und Steuerungen kompetent beraten. "Der Rollladen- und Sonnenschutz-Fachbetrieb vor Ort ist der richtige Ansprechpartner. Er hört sich die Wünsche der Bewohner an und übersetzt sie in eine individuelle technische Lösung", erläutert Walddörfer. Zudem realisiert er Montage und Installation und stellt sicher, dass alles so funktioniert, wie es soll. Nicht zuletzt garantiert der Fachhandwerker, dass der Einbau gemäß europäischen Normen erfolgt, um optimale Sicherheit zu gewährleisten. "All das sind Vorteile, die man im Baumarkt nicht bekommt." Wer einen Fachhandwerker in der Nähe sucht, wird zum Beispiel über die Suchfunktion auf www.elero.com fündig.

4. Auf Qualität achten

Grundsätzlich lohnt es sich, auf die Qualität der Produkte zu achten. Angeboten werden unter anderem auch elektronische Gurtwickler, die die Funktionen eines Antriebs und einer Steuerung vereinen und direkt am Gurt des Rollladens angebracht werden. Doch die klassische Lösung - mit Rohrantrieb im Rollladenkasten und separater Steuerung - weist einige Vorteile auf: Die Krafteinwirkung erfolgt direkt im Rollladenkasten und ist damit schonend für den Behang. Zudem gibt es dann keinen Rollladengurt mehr - und damit auch keine Öffnungen in der Wand, durch die Wärme nach draußen entweichen kann bzw. Kaltluft nach innen dringt. Nicht zu vergessen: Lösungen mit Rohrantrieb und separater Steuerung lassen sich später leichter aufrüsten - zum Beispiel mit Sensoren, die den Sonnenschutz automatisch nach der aktuellen Wettersituation bewegen. "Wer gleich zu Beginn auf Qualität achtet, wird an seiner Automatisierung auch langfristig viel Freude haben", so Walddörfer.
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