HBW Jahrespressekonferenz: Zur Lage des Einzelhandels in Baden-Württemberg

(PresseBox) ( Stuttgart, )

Geschäftslage des Handels: Verhalten positive Jahresprognose
Handel in BW kämpft für bessere Mobilitätslösungen – Erreichbarkeit der Standorte laut Händler-Umfrage größte Herausforderung
Exklusive Konsumentenbefragung von HBW & DHBW Stuttgart:

Kunden: Erreichbarkeit & Preise sind beim Einkaufen entscheidend!
Gutes Weihnachtsgeschäft erwartet: Bis zu 600 € / Person für Geschenke geplant




Die Händlerinnen und Händler in Baden-Württemberg blicken nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2018 verhalten positiv in die Zukunft. Sowohl die Entwicklung der Geschäftslage im vergangenen Halbjahr, als auch die Prognose für das 2. Halbjahr fallen laut der aktuellen Konjunkturumfrage in Baden-Württemberg besser aus als im Vorjahreszeitraum. Ein Grund: Die Konsumstimmung, die deutschlandweit relativ stabil auf dem positiven Niveau der Vormonate bleibt. Hermann Hutter, Präsident des Handelsverbands Baden-Württemberg: „Der private Konsum dürfte in den kommenden Monaten die Stütze der schwächelnden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bleiben. Derzeit gehen wir nicht davon aus, dass die Kurzarbeit in einzelnen Branchen direkte Auswirkungen auf den Handel in Baden-Württemberg haben wird.“

Von Januar bis August 2019 setzte der Einzelhandel in Baden-Württemberg preisbereinigt 2,5 % mehr um als im Vorjahreszeitraum [Quelle: Statistisches Landesamt]. Daher geht der Handelsverband, auch in Erwartung eines guten Weihnachtsgeschäfts, für das Gesamtjahr weiter von einem Umsatzplus von rund 2 % aus.

„Die positive Umsatzentwicklung ist eine gute Nachricht, aber gerade im ländlichen Raum und auch in vielen Innenstädten hat der Handel schwer zu kämpfen – für 2019 erwarten immer noch 37 % unserer Händler einen Umsatzrückgang. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen aus dem Dialogprojekt „Handel 2030“ schnell und unbürokratisch umzusetzen“, sagte Hermann Hutter bei der Pressekonferenz in Stuttgart.

Mobilität als Schlüssel für attraktive Innenstädte & einen starken Handel

Das Thema „Mobilität“ beschäftigt die Händler in Baden-Württemberg intensiv. In der exklusiven HBW-Mitgliederumfrage „Zusammen die Zukunft gestalten!“ landete „Erreichbarkeit & Mobilität“ knapp vor „Attraktivitätsverlust Innenstädte & Frequenzrückgang“ auf Platz 1 der größten Herausforderungen für den Handel. Die Händler beweisen damit ein gutes Gespür für ihre Kunden, denn für 95,8 % der Konsumenten ist „gute Erreichbarkeit“ wichtig – wie die repräsentative Weihnachtsumfrage von HBW und DHBW Stuttgart ergab. Zum Vergleich: Unterjährig sind den Bürgern nur noch die Preise (98,8 %) wichtiger als die Erreichbarkeit.

Für Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des HBW, sind die Umfrage-Ergebnisse keine Überraschung: „Der Handel sorgt für belebte Städte und sichert die Nahversorgung im Land. Neben tollen Waren, gutem Service und attraktiven Preisen erwarten die Kunden, ihren Einkauf schnell und einfach erledigen zu können. Egal ob auf dem Land oder in der Stadt, wir brauchen Konzepte und Angebote, die unabhängig vom Verkehrsmittel allen Gruppen eine nachhaltige Mobilität ermöglichen. Die Erreichbarkeit der Geschäfte und damit deren Attraktivität für die Konsumenten ist gerade in der Konkurrenz mit dem Online-Handel die größte Herausforderung für die Zukunft des Handels, der Gastronomie und der Städte selbst.“

Im Bereich der Mobilität als gesamtgesellschaftliche Herausforderung ist im besten Fall mittelfristig mit positiven Effekten für Kunden, Gewerbetreibende und Städte zu rechnen. Gerade vor dem Hintergrund der hohen gesellschaftlichen Kosten der Mobilitätswende, müsse das Potential des Bürokratieabbaus genutzt werden, sagte Sabine Hagmann bei der Pressekonferenz. „Schon mit einer Reduzierung von unnötiger Bürokratie hat die Politik auf Landes- und Bundesebene ein hervorragendes Instrument, um den Mittelstand und damit auch den Handel zu unterstützen - schnell, effektiv und ohne Mehrkosten für die Steuerzahler, eine ganz klare Win-Win-Situation“, führte sie weiter aus. Der Normenkontrollrat Baden-Württemberg, 2018 auch auf Drängen des Handelsverbands gegründet,  leistet hier mit seinen Analysen und Empfehlungen bereits eine sehr gute Vorarbeit.

Handel überzeugt auch im Weihnachtsgeschäft mit Qualität

Gerade wegen der schwierigen Rahmenbedingungen vertraut der Handel auf die eigenen Stärken. Mehr als jeder dritte Händler sieht in Beratung, Service und der Gestaltung des Einkaufs als Erlebnis die größten Chancen für die Zukunft. Und diese Qualitäten überzeugen schon heute. Denn laut der aktuellen und exklusiv in Baden-Württemberg durchgeführten Konsumentenbefragung von HBW und DHBW Stuttgart, planen die Baden-Württemberger mit bis zu 600 € für die Weihnachtseinkäufe und geben rund Dreiviertel dieses Budgets vor Ort im stationären Handel aus. Auch, weil gerade in der Weihnachtszeit und beim Beschenken der Liebsten Beratung und Produktqualität den Unterschied machen.

Hochwertige Geschenke: Während jeder Fünfte mehr ausgeben will als im Vorjahr, planen nur 14 % mehr Menschen zu beschenken, d.h. die Ausgaben pro Geschenk steigen leicht. Bei der Auswahl stehen weiter die Klassiker hoch im Kurs: Am beliebtesten sind Kosmetik, Parfüm, Schokolade und Spirituosen. Übrigens: Auch statistisch ist an manchen Klischees etwas dran – knapp jeder zweite Mann (46 %) erledigt den Weihnachtseinkauf erst in der letzten Woche.
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