EHLEBRACHT-Konzern: Konjunkturelle Abschwächung in der Kunststoff-Technik dämpft gute Unternehmensentwicklung

Zwischenmitteilung gem. § 37 WpHG / Geschäftsverlauf Januar bis März 2012

(PresseBox) ( Enger, )
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-Möbelfunktions-Technik mit einem Geschäftsvolumen von 7 Millionen Euro konstant auf gutem Vorjahresniveau
-Absatzschwaches Geschäft der Haushaltsgerätehersteller in Südeuropa belastet die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoff-Technik: Umsatzrückgang von 1,1 Millionen Euro oder rund 12,5 Prozent in Q1 2012 gegenüber Vorjahresquartal
-Konzernumsatz liegt mit 19,7 Millionen Euro leicht unter Vorjahreszeitraum (Vorjahr: 20,2 Millionen Euro)
-Konzern-Gesamtleistung erreicht 20,3 Millionen Euro (Vorjahr: 21,5 Millionen Euro)
-Ausbau des China-Engagements mit zweitem EHLEBRACHT-Standort der EIC in China im Plan
-Zusätzlicher Aufwand bei der Elektra Industrial China belastet erwartungsgemäß Ergebnis des Konzerns mit 0,3 bis 0,4 Millionen Euro im 1. Quartal
-Konzern-Ergebnis vor Steuern (EBT) mit 0,4 Millionen Euro unter dem Ergebnis der Vorjahresperiode von 1,0 Millionen Euro
-Konzern erwirtschaftet Dreimonatsergebnis nach Steuern von 0,2 Millionen Euro (Vorjahr: 0,8 Millionen Euro)
-Konzern-Auftragsvolumen Ende April 2012 mit 32 Millionen Euro auf hohem Niveau (Vorjahresvergleichswert: rund 36 Millionen Euro)
-Erreichen des prognostizierten Zielkorridors beim Konzernumsatz mit 85 bis 88 Millionen Euro und Konzern-EBT von 2,8 bis 3,3 Millionen Euro trotz des schleppenden Geschäftsanlaufs und aktuellen Ausblicks bei wieder anziehendem Geschäft im zweiten Halbjahr derzeit noch möglich

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Situation wird weiterhin durch die Schuldenkrise in der Europäischen Währungsunion und eine verhaltene Entwicklung des Welthandels geprägt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostizierte im April ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent im Jahr 2012. Erneut konnten die Schwellenländer bessere Prognosen erreichen als die Industrienationen. Das größte Wachstum wird weiterhin für China mit rund 8 Prozent erwartet. Allerdings plant die chinesische Regierung, mit politischen Maßnahmen das rasante Wachstum Chinas der letzten Jahre noch weiter abzukühlen und senkte das Wachstumsziel sogar auf 7,5 Prozent.

Die Erwartungen für Deutschland liegen mit plus 0,8 bis 1,0 Prozent Wachstum des Bruttoinlandsproduktes für 2012 deutlich über dem prognostizierten Jahresdurchschnittswert der Europäischen Währungsunion von minus 0,3 Prozent.

Trotz verschiedener negativer Einflüsse schwächte sich die deutsche Wirtschaft bisher nur leicht ab. Aktuell hat sich die Stimmung der deutschen Wirtschaft wieder aufgehellt. Verschiedene Indikatoren weisen darauf hin, dass die Wirtschaft in den nächsten Monaten wieder an Fahrt aufnehmen kann. Aktuell entwickeln sich die Auftragseingänge der deutschen Industrie jedoch noch schwach. Der Arbeitsmarkt setzte seine positive Entwicklung 2012 fort und konnte im März erneut einen Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der Arbeitslosen um 182.000 ab.

Geschäftsentwicklung Januar bis März 2012

EHLEBRACHT schließt erstes Quartal 2012 bei Umsatz und Ergebnis unter Vorjahr

Der starke Wachstumskurs der im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierten EHLEBRACHT AG mit deutlichen Umsatz- und Ergebnisverbesserungen in den letzten Jahren hat sich im ersten Vierteljahr 2012 abgekühlt. Grund waren gegenüber dem Vorjahresquartal rückläufige Umsätze mit Baugruppen für Haushaltsgerätehersteller insbesondere im Bereich der "Weißen Ware", von 1,1 Millionen Euro oder rund 12,5 Prozent. Sie dürften auf rückläufige Absatzmengen der Haushaltsgerätehersteller in Südeuropa aufgrund der Euroschulden- und Immobilienkrise zurückzuführen sein.

Der EHLEBRACHT-Konzern erzielte in den ersten 3 Monaten des Jahres 2012 einen Umsatz von 19,7 Millionen Euro (Vorjahr: 20,2 Millionen Euro). Das ist ein Rückgang der Umsätze um 0,5 Millionen Euro oder 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Während die Konzernumsätze im Inland um 1,1 Millionen Euro oder 9,8 Prozent zurückgingen, konnte das Auslandsgeschäft um 0,6 Millionen Euro zulegen. Es wuchs von 9,0 Millionen Euro im Vorjahr auf 9,6 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung um 6,7 Prozent.

Kunststoff-Technik spürt rückläufiges Marktvolumen von Haushaltsgeräten

Die EHLEBRACHT-Kunststoff-Technik erzielte im Berichtszeitraum einen Umsatz von 12,6 Millionen Euro. Sie blieb damit um 0,5 Millionen Euro oder 3,8 Prozent unter dem Quartalsumsatz des Vorjahres von 13,1 Millionen Euro.

Verantwortlich für diese Entwicklung ist das rückläufige Geschäft mit Haushaltsgeräteherstellern aufgrund der eingangs beschriebenen Effekte.

Das Inlandsgeschäft war davon am meisten betroffen. Es nahm um 1,0 Millionen Euro auf 5,7 Millionen Euro im ersten Quartal 2012 ab. Hingegen expandierte das Auslandsgeschäft der Kunststoff-Technik. Es legte um 0,5 Millionen Euro oder um 7,8 Prozent gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode auf 6,9 Millionen Euro zu. Wachstumstreiber war das Geschäft mit chinesischen Kunden. Infolge der staatlich verordneten Abkühlung des Wirtschaftswachstums war auch in China das Geschäft mit Baugruppen für Produkte der "Weißen Ware" leicht rückläufig. Das Neugeschäft der chinesischen Konzerntochter Elektra Industrial China Co. Ltd. konnte diese Entwicklung jedoch überkompensieren.

Möbelfunktions-Technik konstant auf gutem Niveau

Die Möbelfunktions-Technik konnte im ersten Quartal 2012 an ihre Vorjahreswerte anknüpfen. Das Geschäftsvolumen blieb im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konstant bei 7,0 Millionen Euro. Dabei war eine leichte Verschiebung um 0,1 Millionen Euro zum Auslandsgeschäft zu verzeichnen.

Wesentliche Umsatzveränderungen gegenüber dem Vorjahr haben sich in den Geschäftsfeldern der Möbelfunktions-Technik nicht ergeben. Die Erlöse des umsatzstärksten Geschäftsfelds "Lichtsysteme Möbel" erhöhte sich leicht um 0,1 Millionen Euro von 4,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 5,0 Millionen Euro. Das Geschäftsfeld "Lichtsysteme Objekt / Ladenbau" schloss mit 1,1 Millionen Euro rund 0,1 Millionen Euro unter dem Vorjahr ab. Das Geschäftsvolumen des Geschäftsfelds "Industriekunden" erreichte mit 0,9 Millionen Euro exakt das Vorjahresniveau. Insgesamt ist festzustellen, dass das Produktportfolio mit LED-Leuchtensystemen in allen Geschäftsfeldern weiter an Bedeutung gewonnen hat. Der Umsatzanteil von LED-Produkten nahm auch im Berichtszeitraum weiter zu.

Ergebnissituation

Geringere Gesamtleistung und erwarteter Aufwand für den Ausbau des China-Engagements mit zweitem Standort in Suzhou führen zur Ergebnisentwicklung unter Vorjahr

Geringere Umsatzerlöse von 0,5 Millionen Euro und der Abbau von Beständen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von rund 0,7 Millionen Euro haben im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr zu einer Verringerung der Gesamtleistung des Konzerns um 1,2 Millionen Euro auf 20,3 Millionen Euro geführt. Infolge günstigerer Wareneinsatzquoten im Berichtszeitraum konnte die geringere Leistung im Rohertrag bis auf 0,1 Millionen Euro kompensiert werden. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftete einen Rohertrag von 8,0 Millionen Euro (Vorjahr: 8,1 Millionen Euro). In allen Kostengruppen ergaben sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr erwartungsgemäß zusätzliche Aufwendungen von 0,3 bis 0,4 Millionen Euro für den Ausbau des China-Engagements mit dem zweiten EHLEBRACHT-Standort der ELEKTRA Industrial China Co. Ltd. in Suzhou in Ostchina. Sie betrafen höhere Löhne und Gehälter sowie Einarbeitungsaufwand für neu eingestelltes Personal, gestiegene Abschreibungen und Fremdfinanzierungsaufwand für die Erweiterungsinvestitionen sowie höhere Fixkosten u.a. für die Anmietung des neuen Betriebsgebäudes. Der Konzern betrachtet 2012 als Übergangsjahr in China, hin zu weiterem profitablem Wachstum in den Folgejahren.

Infolge der oben beschriebenen Effekte aus rückläufiger Gesamtleistung und im Wesentlichen aufgrund gestiegener Aufwendungen durch den Ausbau des China-Engagements liegt das Ergebnis vor Steuern (EBT) des EHLEBRACHT-Konzerns mit 0,4 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahresergebnis von 1,0 Millionen Euro.

Die Unternehmensgruppe erwirtschaftete im Berichtszeitraum ein EBITDA von 1,4 Millionen Euro nach rund 1,9 Millionen Euro im Vorjahr.

Der EHLEBRACHT-Konzern schließt das erste Quartal 2012 mit einem Dreimonatsergebnis nach Steuern von 0,2 Millionen Euro (Vorjahr: 0,8 Millionen Euro) ab.

Risiken der künftigen Entwicklung

Gegenüber den im Konzern- und Jahresabschluss 2011 der EHLEBRACHT AG im Lagebericht unter dem Kapitel "Chancen- und Risikobericht Konzern und AG" dargestellten Risiken sind im Geschäftsjahr 2012 bisher keine erheblichen Änderungen eingetreten, die über die aufgezeigten Risiken hinausgehen.

Allerdings stellt die Entwicklung der Gesamtwirtschaft weiterhin eine große Unsicherheit dar. Zwar zeigen die Stimmungsindikatoren und der Geschäftsklimaindex in Deutschland aktuell einen positiven Trend. Die Probleme der Euro-Schulden- und Immobilienkrise sind allerdings noch nicht abschließend gelöst. Sie bergen ein nicht kalkulierbares Risiko. Die weitere Entwicklung der Wirtschaft bleibt daher ungewiss. Zusätzlich könnte eine weitere Abkühlung des Wirtschaftswachstums in China belastend wirken. Sollten sich rückläufige Entwicklungen wie jüngst im Bereich der Haushaltsgeräteindustrie "Weiße Ware" einstellen, so könnten sie auch spürbare Auswirkungen auf die Kunden und Lieferanten des EHLEBRACHT-Konzerns und somit auf die Geschäftsentwicklung der EHLEBRACHT AG haben.

Wichtige Ereignisse nach Quartalsende

Wichtige Ereignisse haben sich nach dem 31. März 2012 bis zur Fertigstellung dieser Zwischenmitteilung nicht ergeben.

Entwicklung Aktienkurs

Der Aktienkurs der EHLEBRACHT-Aktie bewegte sich im ersten Quartal des Jahres 2012 im Xetra-Handel bei geringem Handelsvolumen auf dem Niveau des Vorjahresschlusskurses von 2,415 Euro. Zum Ende des ersten Quartals schloss die Notierung leicht verbessert mit einem Kurs von 2,46 Euro. Das bisherige Jahreshoch wurde am 24. Januar 2012 mit 2,54 Euro erreicht.

Die Kursentwicklung der EHLEBRACHT-Stammaktie lag damit unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Dieser Verlauf dürfte hauptsächlich auf das allgemein geringere Kursniveau an den deutschen Börsen zurückzuführen sein.

Bis zur Abfassung dieser Zwischenmitteilung haben sich bei weiterhin geringem Handelsvolumen der EHLEBRACHT Stammaktie keine wesentlichen Kursveränderungen gegenüber dem ersten Quartal 2012 eingestellt.

Ausblick

Die Absatzrückgänge der Haushaltsgeräteindustrie gegenüber dem Vorjahr haben im ersten Quartal 2012 die Geschäftsentwicklung der EHLEBRACHT-Kunststoff-Technik im für EHLEBRACHT bedeutsamen Geschäft mit Baugruppen für die "Weiße-Ware-Industrie" belastet. Eingetretene Umsatzrückgänge in Europa und China konnte die Unternehmensgruppe durch Neugeschäftsanläufe der Kunststoff-Technik in Europa und Asien sowie eine stabile Geschäftsentwicklung der Möbelfunktions-Technik im Konzern nicht vollständig kompensieren. Sie führten im ersten Quartal 2012 zu einer Verringerung des Umsatzes und der Gesamtleistung des Konzerns. Aus den daraus resultierenden geringeren Ergebnisbeiträgen und erwarteten zusätzlichen Aufwendungen für den planmäßigen Ausbau des EHLEBRACHT-China-Engagements mit einem zweiten Standort in Suzhou, fiel das erste Quartalsergebnis 2012 unter das Niveau des Vorjahres.

Der Auftragsbestand Ende April 2012 lag mit einem Volumen von rund 32 Millionen Euro auf gutem Niveau, erreichte allerdings nicht das Auftragsvolumen zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres von 36 Millionen Euro. Dieser Rückgang betrifft im Wesentlichen die Kunststoff-Technik im Bereich der Baugruppen für Produkte der "Weißen Ware". Das Auftragsvolumen der Möbelfunktions-Technik zeigte sich hingegen stabil auf Vorjahresniveau mit rund 4,7 Millionen Euro.

Der verhaltene Geschäftsauftakt im ersten Quartal 2012 und die aktuelle Auftragslage sind für EHLEBRACHT Indikatoren, die darauf hinweisen, dass sich im laufenden Geschäftsjahr die Fortführung des rasanten Wachstumskurses der EHLEBRACHT-Unternehmensgruppe der letzten Jahre erschwert. Hinzu kommen die eingeleiteten Maßnahmen zum Ausbau des China-Engagements, die das Ergebnis im Geschäftsjahr 2012, als Jahr des Übergangs zu weiterem Wachstum in China zunächst mit zusätzlichem Aufwand für den Anlauf, gestiegenen Abschreibungen und Fremdfinanzierungsaufwand für die Erweiterungsinvestitionen sowie höheren Fixkosten belasten werden.

Die Einschätzung der weiteren Geschäftsentwicklung, insbesondere im zweiten Halbjahr 2012, wird zudem trotz positiver Grundstimmung in Deutschland durch die noch nicht gelösten Probleme der Euro-Schuldenkrise und deren mögliche Auswirkungen auf die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung erschwert. Der EHLEBRACHT-Konzern schaut motiviert nach vorne, ist jedoch für das laufende Geschäftsjahr nur verhalten optimistisch. Trotz des verhaltenen Geschäftsverlaufs im ersten Quartal und unter Berücksichtigung der aktuellen Informationslage erscheint derzeit das Erreichen des prognostizierten Zielkorridors bei wieder anziehendem Geschäft im zweiten Halbjahr 2012 für das Gesamtjahr 2012 beim Umsatz mit 85 bis 88 Millionen Euro und beim Ergebnis vor Steuern von 2,8 bis 3,3 Millionen Euro noch erreichbar.

Sonstige Angaben

Die in der vorstehenden Zwischenmitteilung getroffenen Angaben und Aussagen zu zukunftsgerichteten Entwicklungen und Ergebnissen des EHLEBRACHT-Konzerns beruhen auf Annahmen, Erfahrungswerten und auch Einschätzungen des Vorstands der EHLEBRACHT AG. Für ihren Eintritt kann nicht garantiert werden. Letztlich bergen diese Annahmen auch Risiken und Unsicherheiten, die zu einer deutlichen Abweichung der tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Resultaten führen können.
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